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Karpfenmontagen

06.09.2017 09:37 von Daniel Schulze

Karpfenmontagen

Karpfenmontagen - Karpfen halten sich nicht immer stur am Grund auf. Es gibt Phasen, in denen sich die Rüssler etwas vom Grund abheben, oder sich direkt unter der Oberfläche aufhalten. Wenn man sie in den verschiedenen Wasserschichten befischen möchte, sollte man flexibel sein, was die Montagen angeht. Für die verschiedenen Anwendungsfälle, möchten wir in diesem Artikel unterschiedliche Karpfenmontagen vorstellen. Mit ihnen bringt man den Köder in die unmittelbare Nähe der Fische und lockt sie dadurch zum Biss.


Karpfenmontagen - welche Unterschiede gibt es?

Verschiedene Situationen erfordern verschiedene Maßnahmen. Dabei muss man sich manchmal von den gewohnten Wegen abwenden und auf ungewohnte Methoden zurückgreifen. An dieser Stelle sollte jedoch unbedingt gesagt werden, dass die im Folgenden erläuterten Karpfenmontagen vor allem in kleineren, übersichtlichen Gewässern funktionieren. In großen Gewässern funktionieren sie nur dann wirklich effektiv, wenn man die Fische auf Sicht anangeln kann. Außerdem eignen sich für das oftmals praktizierte Ansitzangeln vor allem Grundmontagen. Posen- und Oberflächenmontagen sind eher was für aktive Karpfenangler.


KarpfenmontagenKarpfenmontagen - Grundmontagen

Da die Karpfen in erster Linie am Grund des Gewässers nach Nahrung suchen, konzentrieren sich die meisten Karpfenangler darauf, ihnen die Köder auch dort zu präsentieren. Dies gelingt in der Regel mit einfachen Grundmontagen, welche aus einem Blei, einem Vorfach und einem Haken bestehen. Ein sogenanntes Haar komplettiert die Montage. Es handelt sich dabei um ein wenige Zentimeter langes Stück Schnur, welches am Haken befestigt wird und auf das später der Köder aufgezogen wird. Idealerweise wird das Blei als Festblei geangelt. Das bedeutet, dass man das Blei so auf der Schnur fixiert, dass diese nicht mehr frei hindurchgleiten kann. Wenn der Karpfen nach der Köderaufnahme davon schwimmt, zieht er automatisch gegen das Gewicht des Bleis, dadurch zieht sich der Haken in das Maul des Schuppenträgers. Besonders Karpfenmontagen, die mit einem kurzen Vorfach ausgestattet sind, erweisen sich seit Jahren als echte Hakmaschinen, da der Selbsthakeffekt unmittelbar nach dem ersten Abdrehen des Karpfens einsetzt. Typische Köder für Karpfenmontagen, die auf Grund abgelegt werden, sind Boilies, Pellets, Hartmais und Tigernüsse.

 

Karpfenmontagen - Posenmontagen

Das Angeln mit Posenmontagen gehört zu den aktiven Angelmethoden der Karpfenangelei. Eine extrem kurzweilige und sehr spannende Angelegenheit, bei der der Angler mit nur einer Rute bewaffnet ums Gewässer schleicht, um Fische ausfindig zu machen, die in unmittelbarer Reichweite gründeln. Die besten Chancen Fische aufzuspüren hat man in flachen Gewässerpassagen, die eine Tiefe von 1-2,5 Meter aufweisen. Die Augen des aufmerksamen Anglers erkennen die Karpfen an den aufsteigenden Sedimentwolken, die sich bis unter die Oberfläche drücken. Setzt man einen Köder in unmittelbarer Nähe dieser Fische ab, dauert es meist nicht lange, bis die Pose zu wandern beginnt. Enorm wichtig ist es aber, dass man die Montage sehr leise und ohne hektische Bewegungen zu Wasser bringt, damit die Karpfen keinen Verdacht schöpfen und nicht die Flucht ergreifen. Die Montage zum Posenangeln auf Karpfen besteht aus einem circa 50 Zentimeter langen Vorfach mit einem Haken der Größe 6 bis 8, aus einem Wirbel, einer Pose der 5-Gramm-Klasse und der entsprechenden Bebleiung. Leichte Posen sind perfekt, da der Karpfen beim Biss keinen Widerstand spürt. Perfekte Köder zur aktiven Posenpirsch sind Würmer, Maden und Dosenmais.


Karpfenmontagen - Oberflächenmontagen

Die Karpfenmontagen für das Oberflächenangeln fallen recht simpel aus. Grundsätzlich gibt es zwei Varianten. Die erste Variante besteht lediglich aus einer monofilen Hauptschnur mit 0,30 bis 0,40 Millimeter Durchmesser, an deren Ende ein Einzelhaken befestigt wird. Als Köder wird auf den Haken ein Stück Brot aufgezogen. Anschließend wird das Brot auf der Oberfläche präsentiert, wo es umhertreibt, bis sich einer der ganz flach stehenden Karpfen dazu entschließt es einzusaugen. Wer die Lockwirkung erhöhen möchte, kann noch einige Brotfetzen beifüttern. Der Nachteil dieser Karpfenmontagen, bei denen ohne zusätzliches Gewicht gearbeitet wird, ist, dass man den Köder nur schwer auf größere Distanzen werfen kann. Man muss Kraft aufbringen, um das Brot auf Entfernung zu bringen und genau diese Kraft bewirkt oftmals, dass das aufgeweichte Brot vom Haken fällt. Deshalb kann man sich der zweiten Variante der Oberflächenmontage bedienen, bei der zusätzlich noch eine Wasserkugel auf die Hauptschnur gezogen wird. Ihr Gewicht erlaubt gefühlvolle Würfe auf weitere Distanz, die mit so wenig Kraft gelingen, dass das Brotstück am Haken bleibt. Allerdings erzeugt diese Variante ein lauteres Aufklatsch-Geräusch beim Ankommen auf der Wasseroberfläche. Dies sollte man immer bedenken, damit man die Fische nicht unnötig verschreckt. Denn wenn sie abtauchen, ist das Oberflächenangeln nicht mehr möglich.


Karpfenmontagen - gibt es die beste Montage?

Die beste Option unter den Karpfenmontagen zu bestimmen ist unmöglich, da die Effektivität immer sehr eng mit den Gegebenheiten, die den Angler am Wasser erwarten, verknüpft ist. Die Grundmontage gehört sicher zu den Karpfenmontagen, die am häufigsten verwendet wird. Die beiden anderen Methoden haben aber ebenfalls ihre Daseinsberechtigung und dürfen zurecht in den Kreis der Karpfenmontagen aufgenommen werden.


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