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Wallerrollen

20.07.2016 06:56 von Daniel Schulze

Wallerrollen

Wallerrollen - wie jedes andere Ausrüstungsutensil erfährt auch die Rolle beim Wallerangeln extreme Belastungen, denen sie sich bedingungslos widersetzen können muss, wenn der Drill zu Gunsten des Anglers ausgehen soll. Die einzelnen verbauten Komponenten müssen entsprechend dimensioniert und perfekt aufeinander abgestimmt sein.

Wallerrollen - Welche Modelle gibt es?

WallerrollenEs gibt sowohl Stationär- als auch Multirollen, die für das Wallerangeln geeignet sind. Stationäre Wallerrollen sind für alle Methoden des modernen Welsfangs brauchbar. Multirollen kamen bisher eigentlich nur für das Ansitzangeln in Frage. Allerdings sind mittlerweile auch Modelle erhältlich, die auf das aktive Wallerangeln abgestimmt sind.

Gute Rollen zum Wallerangeln findet ihr hier: Wallerrolle

Wallerrollen - Wodurch zeichnet sich eine Stationärrolle aus?

Stationäre Wallerrollen besitzen, wie alle Stationärrollen, eine Spule, die die Schnur aufnimmt. Ihre Achse verläuft parallel zur Rute, was bedeutet, dass die Schnur, die ebenfalls parallel zur Rute durch die Ringe zur Spule transportiert wird, umgelenkt werden muss, damit sie auf dem Spulenkörper aufgewickelt werden kann. Diesen Job übernimmt das am Schnurfangbügel der Wallerrollen angebrachte Schnurlaufröllchen. Als Wallerrollen geeignete Modelle besitzen front­sei­tig angebrachte Bremsknöpfe, über die die Kraft eingestellt werden kann, die vom Fisch dazu benötigt wird, um Schnur von der Spule zu ziehen. Stationäre Wallerrollen werden sowohl zum Ansitz-, als auch zum Spinn-, oder Vertikalangeln eingesetzt. Um sicher zu gehen, dass man keinen Fehlkauf tätigt, sollte man sich die Achse und den Schnurfangbügel bei Wallerrollen etwas genauer ansehen. Der Durchmesser der Achse sollte so bemessen sein, dass die Achse den Belastungen keinesfalls nachgibt. Der Schnurfangbügel von Wallerrollen darf sich zwischen seinen beiden Adaptionspunkten am Rotorkörper nicht zusammendrücken lassen. Lässt es sich mit geringem Kraftaufwand zusammendrücken, kann man darüber auf eine minderwertige Verarbeitung schließen. Bei Wallerrollen, die für das Aktivangeln bestimmt sind, sollte unbedingt auch das Gewicht berücksichtigt werden, damit man auch über mehrere Stunden ermüdungsfrei angeln kann.

 

 

Wallerrollen - Wodurch zeichnet sich eine Multirolle aus?

Die Achse der Multirolle ist so positioniert, dass die Schnur nicht umgelenkt werden muss, sondern direkt auf dem Rollenkörper aufgewickelt werden kann. Das hat den Vorteil, dass man die Rolle um eine Schwachstelle erleichtert, bringt aber auch die Bedingung mit sich, dass die Schnur selbstständig vom Angler verlegt und gleichmäßig verteilt werden muss. Mit ein bisschen Übung ist dies jedoch kein Problem mehr. Multirollen mit Schnurführung werden nur von wenigen Anglern als Wallerrollen verwendet, da es aktuell nur eine geringe Anzahl an Modellen auf dem Markt gibt, bei denen die benannte Führung auch die nötige Stabilität aufweist. Der ausschlaggebende Aspekt dafür, dass gerade in jüngster Vergangenheit wieder viele Multirollen zum Ansitzangeln verwendet werden ist ihre große Schnurfassung. Bis zu 500 Meter geflochtene Schnur in 0,50 oder 0,60 Millimeter nehmen die meisten Multis problemlos auf und ermöglichen dem Angler dadurch einen extrem großen Aktionsraduis bei der Verteilung seiner Montagen. Auch die Tatsache, dass für einen kontrollierten Schnurablauf nach dem Ablegen des Köders nur eine Hand nötig ist, spielt dem Welsangler in die Karten. Die zweite Hand bleibt somit frei, das gleichzeitige Steuern des Außenborders wird zum Kinderspiel. Das Justieren der Bremse erfolgt bei Multirollen entweder per Schiebe- oder per Sternbremse. Beide sind seitlich am Rollenkörper angebracht.

Wallerrollen - Welche Besonderheiten sind zu beachten?

Nur weil es von vielen einflussreichen Walleranglern so vorgemacht wird, ist es für die Ausübung des modernen Welsangelns nicht zwingend notwendig, Multirollen zu besitzen. Stationärrollen stellen seit Jahrzehnten hervorragende Wallerrollen dar und haben ihre Qualitäten unzählige Male unter Beweis gestellt. Vor allem für Angler, die ihre Montagen ohne Boot ausbringen möchten, sind stationäre Rollen die eindeutig bessere Wahl, denn sie erlauben eine einfache Handhabung und präzise Würfe. Auch der Anhieb und die Kontaktaufnahme zum Fisch laufen mit einer Stationärrolle deutlich flüssiger ab. Multirollen werden nur dann benötigt, wenn man regelmäßig auf große Distanzen angelt und die Köder währenddessen alleine raus bringen muss. Denn genau unter diesen Bedingungen erleichtern sie dem Angler die Arbeitsabläufe. Auch beim vertikalen Angeln unterm Boot macht eine Multirolle Sinn, weil mit ihr schneller auf Tiefenveränderungen reagiert werden kann, als mit einer Stationären. Zum Angeln auf große Distanzen sollte abschließend noch gesagt werden, dass man auch dann, wenn man über Wallerrollen mit extremer Schnurkapazität verfügt, Maß halten sollte. Nur weil es die Ausrüstung zulässt, ist es nicht nötig einen Köder in 400 Meter Entfernung abzulegen. Selbst dann nicht, wenn man ein Gewässer mit sehr vorsichtigen Welsen beangelt. Es sind andere Dinge, wie beispielsweise die Vermeidung von Lärm, oder die exakte Köderpräsentation, über die man zum Fangerfolg gelangt. Außerdem sollte man bedenken, dass man die besagten 400 Meter des Flusses, durch die Installation einer Montage in dieser Entfernung, für andere Angler unbefischbar macht. Gerade im Ausland, wo wir nur Gäste sind, führt ein solches Verhalten zu Unfrieden und auf lange Sicht zu Verboten.

 

 


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