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Wallercamps

18.08.2018 18:36 von Daniel Schulze

Wallercamps

Wallercamps - wer sich darüber informiert, wie und wo das Wallerangeln im Ausland betrieben werden kann, der stolpert schnell über eines der vielen Wallercamps, die sich an Europas besten Wels-Revieren einquartiert haben, um abenteuerlustigen Welsanglern die Basis für einen Auslands-Trip zu bieten. Was genau man unter einem Wallercamp versteht, warum eine Buchung Sinn macht und was dem Angler vor Ort alles geboten wird, haben wir in den folgenden Zeilen für unsere Leser zusammengetragen.

WallercampsSind Wallercamps empfehlenswert, um auf Welse zu Angeln?

Die Buchung in einem der verschiedenen Wallercamps ist schon allein deshalb ratsam, weil man somit die Möglichkeit erhält, sein Fahrzeug sicher zu parken. In den Regionen, in denen sich die meisten guten Wallergewässer befinden, gehören zerschlagene Autoscheiben, entwendete Wertgegenstände und zerstochene Autoreifen zur Normalität. Ein sicherer Parkplatz ist deshalb für einen entspannten Angelausflug, ohne böse Überraschungen, die absolute Grundvoraussetzung. Außerdem hat man in den Wallercamps immer die Möglichkeit Ausrüstungsgegenstände zu verstauen, sodass man nur das mitführen muss, was man wirklich braucht. Das Schleppen von unnötigem Gepäck entfällt somit. Ein Boot ist zum Wallerangeln in den betroffenen Gewässern absolute Grundvoraussetzung. Glücklicherweise kann man diese ebenfalls in allen Wallercamps mieten. Man erhält dadurch eine sehr gute Arbeitsplattform zum Suchen von Stellen, Transportieren der Ausrüstung, Auslegen der Montagen und zum Drillen der Welse. Auch kann direkt vom Boot aus geangelt werden und das sowohl mit aktiven, als auch mit stationären Methoden. Ein Faktor, der von den meisten Anglern bei der Entscheidung für oder gegen eines der Wallercamps vernachlässigt wird, ist die Tatsache, dass man, durch eine Buchung im Wallercamp auch immer einen deutschsprachigen Ansprechpartner vor Ort hat. Dies kann nicht nur die Abläufe begünstigen, sondern auch in Problemsituationen sehr helfen. Wenn beispielsweise technische Probleme vorliegen, weiß der Campbetreiber in der Regel immer einen passenden Ansprechpartner. Noch wichtiger wird dies im Fall eines Unfalls und gesundheitlichen Notfällen. Der Campbetreiber kennt in jedem Fall den schnellsten Weg ins nächstgelegene Krankenhaus. Da die meisten Campbetreiber der Landessprache ihrer Wahlheimat mächtig sind, können Sie vor Ort die Kommunikation übernehmen, sodass schnellstmöglich helfende Maßnahmen eingeleitet werden können. Die meisten Campbetreiber kennen darüber hinaus ihr Gewässer wie ihre Westentasche. Nützliche Tipps und Tricks für die gastierenden Angler sind also immer verfügbar. Wer ganz neu am Gewässer ist, kann in den meisten Wallercamps auch die Dienste eines Guides buchen, der die Gäste zu ihrem Traumfisch führt. Diese Guidings können sich entweder auf einige Stunden, oder sogar auf eine ganze Woche belaufen. Verschiedene Angebote kann man sich vor Ort in Rücksprache mit dem Leiter des Camps erstellen lassen.

Wo befinden sich Wallercamps?

Es gibt Wallercamps in Italien und in Spanien. Die italienischen Camps liegen am Ufer des Flusses Po. Dieser Fluss ist bekannt für seinen sehr guten Welsbestand und die hohe Dichte an großen Fischen. Die Wallercamps befinden sich sowohl am Ober-, Mittel- und auch Unterlauf, respektive dem Delta des Flusses. So kann man sich vor Buchung der Reise genau den Bereich aussuchen, der am interessantesten erscheint. Die spanischen Wallercamps liegen am Ufer des Ebro und dessen Stauseen. Auch hier kann man sich für verschiedene Bereiche entscheiden. So gibt es beispielsweise Camps im Mündungsbereich von Cinca und Segre, aber auch weiter oben und unten im Flussverlauf. Jeder Bereich hat seine ganz besonderen Vorzüge und der Angler entscheidet vor der Buchung, wo er genau angeln möchte.

Welche Jahreszeiten sind interessant zum Welsangeln?

Der Frühling und der Herbst sind immer sehr interessante Phasen für einen Aufenthalt in einem der Wallercamps. Im Frühling erwärmt sich das Wasser Stück für Stück. Die im Winter eingebüßten Energiereserven müssen wieder zugeführt werden, was im Klartext bedeutet, dass die Fische aktiv auf Nahrungssuche sind. Dies steigert selbstredend die Aussichten des Anglers. Vor und nach dem Laichgeschäft, was sich, je nach Temperaturverlauf zwischen Mai und Juli abspielt, stehen die Chancen ebenfalls sehr gut. Im Herbst bereiten sich die Waller auf den bevorstehenden Winter vor und fressen sich Reserven an. Dies gilt sowohl für die spanischen, als auch für die italienischen Welse. Aber auch der Sommer kann seinen ganz besonderen Reiz ausüben. Klar ist es anglerisch etwas schwieriger, allerdings kommt bei den sommerlichen Temperaturen im Süden sehr schnell wahres Urlaubsfeeling auf.

Was für Kosten sind zu erwarten?

Jedes einzelne der verschiedenen Wallercamps hat seine eigene Preisstaffelung. Dadurch ist es schwierig zu diesem Aspekt allgemein gültige Aussagen  zu treffen. So kostet das Mieten eines Bootes für eine Dreiergruppe in "Camp A" pro Woche 400 Euro, während in "Camp B" nur 250 Euro dafür verlangt werden. Allerdings liegt dies größtenteils auch in der Ausstattung der jeweiligen Boote begründet. Letztendlich sind aber derart viele Camps vor Ort, dass sich für jeden Geldbeutel das passende Angebot finden lassen kann.

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