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Weißer Heilbutt

09.03.2018 09:53 von Daniel Schulze

Weißer Heilbutt

Weißer Heilbutt - viele Angler, die ihre Angelreisen an die Nordmeere starten, haben ihn stets im Hinterkopf, wenn sie den Köder in die Tiefe sinken lassen. Er ist der größte, schwerste und kampfstärkste Fisch, den man dort mit der Angel fangen kann und bringt regelmäßig Angler an das Ende ihrer Kräfte. Die Rede ist vom Weißen Heilbutt. Wir haben uns für euch mit dem König der Nordmeere befasst, haben Möglichkeiten aufgedeckt, wie man ihn beangeln kann und auf welche Details es zu achten gilt, wenn der Zielfisch Weißer Heilbutt lautet.


Weißer HeilbuttWeißer Heilbutt - was ist das?

Der Begriff Weißer Heilbutt wird von vielen Anglern durch den Ausdruck Heilbutt ersetzt. Es handelt sich bei beiden Bezeichnungen um die selbe Spezies. Er lebt im Nordatlantik und kann eine Länge von 300 Zentimeter erreichen, bei einem Gewicht von 400 Kilogramm. Damit ist er die größte Art der Plattfische. Er kann bis zu 50 Jahre alt werden. Wichtig ist an dieser Stelle noch zu erwähnen, dass die Bezeichnung Weißer Heilbutt nicht bedeutet, dass der Heilbutt zur Familie der Butte gehört. Er gehört nämlich zur Familie der Schollen.


Weißer Heilbutt - wie sieht er aus?

Bei einem Heilbutt befinden sich beide Augen auf der rechten Kopfseite. Deshalb gehört er zu den rechtsäugigen Plattfischen. Die Oberseite eines Heilbutt ist gefleckt, die Unterseite grauweiß. Von anderen Arten kann man die Spezies Weißer Heilbutt durch seine dreieckige und schwach ausgerandete Schwanzflosse unterscheiden.


Weißer Heilbutt - wie beangelt man ihn?

Man kann den Heilbutt grundsätzlich auf zwei verschiedene Arten beangeln. Diese lassen sich aber sehr gut miteinander kombinieren. Worum es sich dabei handelt und wie es funktioniert, wenn ein Weißer Heilbutt gefangen werden soll, lest ihr hier:

Weißer Heilbutt - wie funktioniert es mit der Spinnrute?

Damit ein Weißer Heilbutt mit einer Spinnrute gefangen werden kann, braucht man viel Ausdauer. Es geht für den Angler darum Motivation zu zeigen, denn in manchen Phasen kann es echt schleppend laufen. Währenddessen muss man sich den Naturgewalten stellen. Regen, Hagel und Sturm sind nicht selten beim Angeln in den Gebieten, die der Heilbutt bewohnt. Aber viele Angler finden auch genau darin die Herausfoderung. Man wirft dabei den Köder in Richtung Horizont und lässt ihn danach absinken, bis er den Grund erreicht hat. Dann beginnt man damit ihn einzukurbeln. Dies muss unbedingt so langsam wie möglich erfolgen, da der Heilbutt ein sehr zäher und fauler Genosse ist. Der Köder muss noch geradeso in Fahrt gehalten werden. Wer schneller kurbelt, bekommt weniger Bisse.


Weißer Heilbutt - wie funktioniert es mit Köderfisch?

Wenn ein Weißer Heilbutt mit Köderfisch gefangen werden soll, hat man die Möglichkeit diesen an einer "toten" Rute direkt unter dem Boot anzubieten. Das bedeutet, dass man einen Köderfisch an einem Haken-System, das weiter unten im Text noch erklärt wird, montiert und diesen direkt neben dem Boot zum Grund sinken lässt. Dann zieht man circa zwei Meter Schnur ein, sodass der Köderfisch knapp über Grund hängt. Durch die Drift des Bootes bewegt sich der Köderfisch verfüherisch im Wasser und lockt den Heilbutt aus der Reserve. Die Bremse der Rolle sollte in diesem Fall so weit geöffnet sein, dass ein Weißer Heilbutt beim Biss Schnur nehmen kann. Die beschriebene Technik lässt sich sehr gut mit dem Spinnfischen kombinieren, weil man das Spinnfischen durch das Köderfischangeln nicht behindert und man sich die Zeit bis zum Biss an der Köderfischrute mit Spinnfischen vertreiben kann. Steigt ein Weißer Heilbutt auf Köderfisch ein, legt man die Spinnrute zur Seite und der Drill an der Rute, an der der Heilbutt die Rolle zum Kreischen bringt, beginnt.


Weißer Heilbutt - welche Ausrüstung zum Spinnfischen?

Zum Spinnfischen auf Heilbutt verwendet man eine schwere Spinnrute in einer Länge von 200 bis 270 Zentimeter, die mit einer Meeresrolle, egal ob stabile Stationärrolle ab Größe 5000 oder Multirolle, bestückt ist. Die Spule der Rolle sollte gefüllt sein mit einer 0,20 bis 0,28 Millimeter dicken geflochtenen Schnur. Die Schnur wird deshalb so dünn wie möglich gewählt, weil man, je dicker die Schnur wählt, unter Einwirkung der Drift immer mehr Schwierigkeiten bei der Köderkontrolle bekommt.  Als Köder verwendet man bei dieser Angelei Gummifische in einer Länge von zwölf bis fünfzehn Zentimeter.


Weißer Heilbutt - welche Ausrüstung zum Angeln mit Köderfisch?

Für diese Angelei verwendet man eine etwas stärkere Bootsrute, die im besten Fall mit einer Multirolle bestückt ist. Auf dieser Multi sollten sich etwa 250 Meter geflochtene Schnur befinden, die einen Durchmesser von  0,25 bis 0,30 Millimeter aufweist. Am Ende der Hauptschnur wird mit einem starken Wirbel ein monofiles Vorfach befestigt, das 1,2 Millimeter dick und einen Meter lang ist. An dessen Ende sollten die Haken, also ein Einzelhaken der Größe 7/0 und ein Zwillingshaken befestigt sein. Den Einzelhaken platziert man im Maul des Köderfischs, den Zwilling in der oberen Flanke zwischen der Rücken- und Schwanzflosse.

Gute Meeresruten zum Heilbuttangeln findest du hier: Meeresruten


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