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Seelachs

11.04.2018 16:28 von Daniel Schulze

Seelachs

Seelachs - viele Angler bereisen die Nordmeere auf der Suche nach dem ultimativen anglerischen Erlebnis. Sie befischen dort die schroffen Küsten und die tiefen Fjorde. Dabei stehen Fischarten wie Dorsch, Steinbeißer oder Makrele auf dem Plan. Aber auch der Seelachse stehen im Fokus. Genau dieser Fischart möchten wir den folgenden Artikel widmen, die typischen Merkmale, Eigenschaften und viele verschiedene Informationen rund um das Angeln auf Seelachse aufgreifen und erläutern.

Seelachs - wie sieht er aus?

Der Seelachs, der auch oftmals als Köhler bezeichnet wird, besitzt eine langgezogene Körperform. Als besonderes Merkmal sind seine drei Rückenflossen und zwei Afterflossen zu nennen, die jeweils eng hintereinander positioniert sind. Der Rücken vom Seelachs ist pechschwarz gefärbt. In Richtung des Bauches färbt er sich mehr und mehr grau und silbrig. Die Seitenlinie ist hell gefärbt, erstreckt sich entlang des ganzen Körpers und ist deutlich erkennbar. Bei alten Exemplaren ist oftmals ein leicht vorstehender Unterkiefer erkennbar. Der Seelachs kann bis zu 30 Jahre alt werden und währenddessen eine Länge von 120 Zentimeter, sowie ein Gewicht von bis zu 20 Kilogramm erreichen. Ausnahmefische, mit weitaus höheren Gewichten, treten jedoch ab und an auf. Die besagte Spezies gehört zur Familie der Dorsche, respektive zu den dorschartigen Fischen.

SeelachsSeelachs - wo kann man ihn fangen?

Der Seelachs ist im Nordatlantik und in der nördlichen Nordsee anzutreffen. Man findet ihn in Küstennähe, aber auch auf dem offenen Meer. Er hält sich in Grundnähe, aber auch in anderen Wasserschichten auf und durchstreift dabei Tiefen von bis zu 250 Meter. Wer den Seelachs finden will, der kann sich beispielsweise an den Futterfischen orientieren. Denn dort, wo sich die Kleinfischschwärme aufhalten, ist auch der Seelachs nicht weit.

Seelachs - welche Köder setzt man ein?

Der Seelachs ist ein Raubfisch und lässt sich deshalb mit Kunstködern beangeln. Gummifische, Shads und Pilker gehören zu den klassischen Ködern, wenn es darum geht, einen Seelachs zu fangen. Im Regelfall wird beim Angeln auf Seelachs vom Boot gefischt. Besonders bewährt hat sich eine bestimmte Vorgehensweise. Dabei lässt der Angler den Pilker zunächst weit in die Tiefe gleiten. Durch mehrmaliges Abstoppen wird dabei ein zu großer Schnurbogen vermieden. Wenn die gewünschte Tiefe erreicht ist, beginnt man damit den Köder in schnellem Tempo einzukurbeln. Dieser schießt dadurch in einer senkrechten Bewegung durchs Wasser und genau darauf wartet der Seelachs. Er kann diesem Reiz kaum widerstehen und schnappt in den meisten Fällen zu.

Seelachs- welches Gerät kommt zum Einsatz?

Als Gerät für das Angeln auf Seelachse kommen keine allzu groben Ruten zum Einsatz, damit man sich den Drillspaß behält. Angelruten in einer Länge bis 270 Zentimeter, die ein Wurfgewicht von 100 bis 200 Gramm aufweisen, eignen sich bestens. Länger müssen die Ruten nicht sein, da ja im Normalfall vom Boot aus geangelt wird. Kürzere Ruten gewährleisten dem Angler eine bessere Köderkontrolle und Vorteile im Drill, im Vergleich zu längeren Angelruten. Das Wurfgewicht sollte die genannte Schwelle nicht unterschreiten, da die eingesetzten Pilker gut und gerne mal 150 Gramm wiegen können. Stationärrollen in einer Größe von 4000 bis 6000 sind sehr gut geeignet. Ihre Spulen sollten, je nach Situation, mit geflochtener Schnur in einer Stärke zwischen 0,12 und 0,22 Millimeter gefüllt sein. Die geflochtene Schnur spielt dem Angler durch ihre Eigenschaften ebenfalls in die Karten. Sie besitzt nämlich, im Vergleich zu monofiler Schnur, eine wesentlich geringere Dehnung. Das wiederum sorgt dafür, dass der Angler den Köder besser spürt und auch die Bisse besser wahrnimmt. Eine bessere Wahrnehmung der Bisse führt zu einer verbesserten Bissausbeute und das sorgt unterm Strich für bessere Ergebnisse. Gelandet werden Seelachse entweder mit einem sogennaten Gaff, oder mit einem Unterfangnetz. Ein Gaff ist ein großer Haken aus Metall, mit einem robusten, langen Stil, respektive Griff. Mit dem Haken fixiert man den Fisch, sodass man diesen anschließend ins Boot ziehen kann. Hiernach wird der Fisch sofort verwertet. Der Unterfangkescher ist ein Netz, das in einem stabilen Rahmen gespannt ist. Mit diesem Netz umschließt man den ausgedrillten Fisch und hebt ihn aus dem Wasser. Für welche Variante man sich letztendlich entscheidet ist ein Stück weit Geschmacksache des Anglers. Beides ist jedoch nicht ganz einfach und bedarf einiger Übung. Wobei Anfänger mit einem Unterfangkescher besser zurecht kommen, als mit einem Gaff. Übung macht allerdings auch hier den Meister, sodass man nach einigen Versuchen eine gewisse Routine entwickelt.

Tolle Meeresruten zum Angeln auf Seelachse findest du hier: Meeresrute


Seelachs - was macht ihn besonders?

Die Seelachse sind für den Angler so interessant, weil sie ausgesprochen starke Kämpfer sind. Sie bringen die Rollen zum Kreischen und sorgen nach dem Anbiss für Adrenalinausstöße beim Angler. Außerdem stellen die Seelachse wirklich ausgezeichnete Speisefische dar. Nicht zuletzt deshalb stehen sie auf der Liste vieler Angler, die die Nordmeere bereisen und beangeln.


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