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Schleienangeln

11.06.2018 20:40 von Daniel Schulze

Schleienangeln

Beim Stichwort Friedfischangeln denkt man im Allgemeinen an die Fischarten Rotauge, Rotfeder, Brasse und Giebel. Die Schleie zählt natürlich ebenso zu den Friedfischen, hebt sich aber deutlich von den anderen genannten Arten ab. Zum einen durch ihr Aussehen, zum anderen dadurch, dass sie recht scheu ist und bei der Köderaufnahme sehr vorsichtig zu Werke geht. In diesem Artikel haben wir viele wissenswerte Fakten zum Fang der cleveren Schleien zusammengetragen.


SchleienangelnSchleienangeln - welche Gewässer eignen sich?

Schleien mögen verkrautete Gewässer und Gewässerbereiche. Deshalb lohnt sich das Schleienangeln in Flüssen und Seen, die einen sehr üppigen Pflanzenbewuchs aufweisen. Im Fluss hält man am besten Ausschau nach Zonen, die nur eine sehr geringe Strömung führen. Solche Areale sind zumeist von viel Kraut durchzogen und genau hier wird man auch die Schleien finden.

Schleienangeln - welche Plätze machen Sinn?

Mit dem Wissen, dass die Schleien das Leben in der und um die Unterwasser-Vegetation lieben, wird die Platzwahl auf einmal recht einfach. Oftmals lassen sich gute Plätze zum Schleienfischen mit bloßen Auge erkennen. Verkrautete Zonen, Seerosenfelder und Schilfgürtel, oder Kombinationen aus diesen drei Aspekten sind verlässliche Wegweiser auf dem Weg zum Erfolg beim Schleienfischen. Die Köder sollte man versuchen so dicht wie möglich am Kraut zu platzieren. Je dichter die Köder am Kraut liegen, desto weniger müssen die Schleien das Kraut verlassen, um an sie heranzukommen. Auf kleinen, freigespülten Kiesplätzen zwischen den einzelnen Krautfahnen oder auf hartem, freiem Untergrund direkt vorm Schilfgürtel lohnt das Ablegen des Köders beim Schleienfischen sehr häufig.


Schleienangeln - welche Montagen gibt es?

Natürlich gibt es auch beim Schleienangeln viele verschiedene Angeltechniken, um zum Erfolg zu kommen. Diese alle auszuführen würde an dieser Stelle jedoch den Rahmen sprengen. Deshalb möchten wir uns auf zwei wesentliche Varianten beschränken, die bereits viele Schleien in die Kescher-Maschen der Angler befördert haben. Die Rede ist vom Schleienangeln mit Pose und vom Grundangeln.


Schleienangeln - Posenmontage

Beim Angeln auf Schleie mit Pose muss der Angler einen Spagat schaffen. Es geht für ihn darum, die einzelnen Komponenten der Montage so weit zu verkleinern und zu verfeinern, dass die Schleien keinen Verdacht schöpfen. Gleichzeitig benötigt der Angler jedoch auch Reserven, denn die Schleien sind gute Kämpfer. Gerade wenn man ohnehin schon dicht am Kraut angelt, sollte das Material so ausgewählt sein, dass man realistische Chancen auf Seiten des Anglers behält, den Fisch vom Hindernis weg zu halten. Monofile Hauptschnüre in Durchmessern von 0,25 bis 0,30 Millimeter, oder geflochtene Hauptschnüre in Durchmessern von 0,10 bis 0,15 Millimeter sind in solchen Situationen angemessen. Als Posen kommen beim Schleienfischen ausschließlich dezente Modelle in Frage, die der Schleie keinen Widerstand bieten, der sie verschrecken könnte. Modelle mit Tragkräften von zwei bis vier Gramm eignen sich für diesen Zweck sehr gut. Oftmals wird von Anglern auch ein sogenannter Waggler zum Schleienangeln mit Pose eingesetzt. Die entsprechende Bebleiung ist obligatorisch. Die Hakengröße richtet sich nach den verwendeten Ködern. Wer Tauwürmer einsetzen möchte ist mit Wurmhaken der Größe sechs bis acht gut beraten. Für Maden und Dendrobena eignen sich Haken der Größe zehn bis 12 sehr gut beim Schleienangeln.


Schleienangeln - Grundmontage

Die Grundmontage für das Angeln auf Schleien ist nahezu identisch zu den Montagen, die man vom modernen Karpfenangeln kennt. Sie bestehen aus einem Festblei, aus einem Vorfach und einem Haken, der mit einem Haar versehen ist. Auf dieses Haar werden die Köder aufgezogen. Man erhält dadurch eine gewisse Selektivität, denn andere Fischarten, die den Futterplatz mit den Schleien teilen, schaffen es in der Regel nicht die am Haar angebotenen Köder aufzunehmen. Wenn es zum Biss kommt, handelt es sich deshalb oftmals im eine Schleie. Oder eben um einen Karpfen, denn deren Bisse lassen sich beim Schleienangeln nie ausschließen.

Schleienangeln - welche Köder sind effektiv?

Für das Schleienangeln kann man Tauwürmer, Dendrobena, Maden, Dosenmais, Hartmais, Tigernüsse, Pellets oder eben Boilies und Pop Ups verwendet. Nicht jeder Köder lässt sich mit jeder Methode präsentieren. Der Angler muss deshalb im ersten Schritt für sich definieren, was er genau vor hat und welche Köder dafür in Frage kommen.

Schleienangeln - mit welchen Fischen ist zu rechnen?

Sehr interessant ist beim Angeln auf Schleien, dass man selbst in kleinen Gewässern nie ausschließen kann, dass eine der alten und gut abgewachsenen Schleien den Köder einsaugt. Die Größe der fangbaren Schleien lässt sich absolut nicht an der Gewässergröße abschätzen und dieser Umstand sorgt bei jedem Biss für Spannung und Adrenalinschübe vom Feinsten.


Schleienangeln - welche Besonderheiten sind zu nennen?

Als Besonderheit ist bei dieser Angelei der Fisch selbst zu nennen. Schleien gehören mitunter zu den schönsten Kreaturen, die unsere Gewässer zu bieten haben. Ihre Farbgebung und ihre elegant geschwungene Körper- und Flossenform machen sie zu einem absoluten Highlight für jeden Angler, der eine Schleie im Kescher hat.

 


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