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Karpfenzucht

09.12.2017 20:30 von Daniel Schulze

Karpfenzucht

Karpfenzucht - wir alle kennen den Weihnachtskarpfen. Es handelt sich dabei um ein Gericht, das an den weihnachtlichen Feiertagen traditionell bei sehr vielen Familien serviert wird. Man könnte auch sagen, die Karpfen erobern zu dieser Zeit die deutschen Küchen. Aber wo kommen all diese Karpfen her? Genauso stellt sich die Frage, wo die Angelvereine, die regelmäßig ihre Gewässer mit Karpfen besetzen, die Mengen an Fisch herzaubern? Die Antwort lautet: Aus der Karpfenzucht. Aber was genau ist eine Karpfenzucht und was zeichnet eine Karpfenzucht aus? Diesen Fragen sind wir nachgegangen.


KarpfenzuchtKarpfenzucht - was bedeutet das?

Unter einer Karpfenzucht kann man sich eine Anlage aus mehreren Teichen vorstellen, die direkt nebeneinander angeordnet sind. In diesen Teichen werden Karpfen gehalten. Sie finden dort die bestmöglichen Bedingungen vor, um konstant zu wachsen und zu einem bestimmten Zeitpunkt eine gewisse Größe zu erreichen. Die Zuchtteiche einer Karpfenzucht sind in der Regel recht flach und in ihrer Form so beschaffen, dass man sie leicht mit Netzen abfischen kann. Denn schließlich muss man sich ja die Möglichkeit erhalten, die herangezüchteten Karpfen ohne größere Schwierigkeiten abzufischen, wenn man sie verkaufen möchte. Außerdem begünstigt das flache Wasser eine hohe Wassertemperatur, da es sich bereits durch recht geringe Sonneneinstrahlung erwärmt. Das tut dem Stoffwechsel, sowie dem Wachstum des Karpfens gut. Oftmals sind die Teichanlagen einer Zucht umzäunt, mit Netzen überspannt und durch Hunde bewacht. Man möchte auf diese Art vermeiden, dass Fischraub durch Kormorane, Reiher oder Schwarzangler stattfindet. Besonders die schwarz gefiederten Kormorane können innerhalb kürzester Zeit immensen Schaden in Fischbeständen anrichten und auf diese Art sogar die Existenz von unachtsamen Betreibern einer Karpfenzucht gefährden.

 

Karpfenzucht - womit werden die Karpfen gefüttert?

Das Futter ist natürlich ein wesentlicher Bestandteil bei einer erfolgreichen Karpfenzucht. Gefüttert wird regelmäßig und in entsprechenden Mengen, damit jeder Karpfen auf seine Kosten kommt und der komplette Bestand recht gleichmäßig abwächst. Als Futter kommen Hartmais, Weizen und Pellets in Frage, da sie in großen Mengen zu erschwinglichen Preisen bezogen werden können und den Karpfen genau die Energie und Nährstoffe liefern, die sie brauchen. Gefüttert wird entweder von Hand mit Hilfe der Futterkelle, oder mit automatischen Futterverteilern, die fix an den einzelnen Teichen installiert sind. Eine ganz besondere Form der Hilfsmittel zum Füttern, sind sogenannte Futterautomaten. Dabei werden über dem Wasser Behälter installiert, die in ihrer Form an ein Fass erinnern. An der Unterseite dieses Behälters befindet sich ein Loch, durch das eine Stange gesteckt wird. Diese Stange ist so dick, dass sie circa die halbe Fläche des Lochs abdeckt. Auch oben besitzen die besagten Behälter eine Öffnung, die durch einen Deckel verschlossen ist. Durch diese Öffnung wird das Futter eingefüllt. Der Hartmais, der bei diesen Futterautomaten in der Regel eingesetzt wird, rutscht bis nach unten zur kleinen Öffnung durch. Einige Körner fallen sofort raus, die anderen verkeilen sich durch ihre Form ineinander. Erst wenn an der Stange, die ebenfalls im Loch steckt, gerüttelt wird, fallen weitere Körner raus. Im Gespräch mit einem Züchter durften wir erfahren, dass die Karpfen recht schnell darin sind zu lernen, wie das Spiel mit dem Futter funktioniert. Sie schwimmen gegen die Stange und erhalten das Futter. So sei der Futterbehälter bei Karpfen, die das Ganze durchschaut haben, innerhalb recht kurzer Zeit leer. Natürlich bedarf es jedoch auch hier einer ständigen Überwachung durch die Mitarbeiter der Karpfenzucht. An dieser Stelle noch eine Ergänzung zum Hartmais. Wenn man sich viele verschiedene Artikel zum Thema Mais durchliest, wird man immer wieder Behauptungen finden, wonach der Mais im harten Zustand schädlich für Karpfen sei. Diese These entkräften Fischzüchter nachhaltig. In der Karpfenzucht bekommen die Karpfen Mais nur in seiner harten und sozusagen trockenen Form. Die Karpfen stellt dies vor keine Schwierigkeiten.

Karpfenzucht - welche Karpfen kann man dort kaufen?

In einer Zucht kann man Karpfen in unterschiedlichen Größen und Gewichten kaufen. So sind beispielsweise kleine Exemplare mit zwischen zehn und fünfzehn Zentimeter Länge genauso erhältlich, wie die zum Verzehr geeigneten mehrpfündigen Exemplare. Aber auch wirklich Große Karpfen mit über zehn Kilogramm Stückgewicht können in so mancher Karpfenzucht gekauft werden. Die Preise für solche Einzelfische, die über viele Jahre in der Karpfenzucht herangewachsen sind, sind im Normalfall allerdings recht hoch.

 

Karpfenzucht - welche Besonderheiten gibt es?

Neben den lebenden Karpfen können in den beschriebenen Zuchtanlagen auch häufig noch weitere Angebote wahrgenommen werden. Beispielsweise kann man vielerorts zum Verzehr fertig vorbereitete Karpfen erwerben. Auch ist es keine Seltenheit, dass die Betreiber der Anlage einen oder mehrere Teiche für Angler zur Verfügung stellen. Hier kann man sich die gewünschten Fische selbst mit der Angel fangen, was für die Angler unter der Kundschaft natürlich eine besonders interessante Option ist. Der Besuch in einer solchen Zucht für Karpfen, lohnt also eigentlich immer.

Köder zum Karpfenangeln findest du hier: Karpfenköder


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