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Karpfenrigs

07.10.2017 19:45 von Daniel Schulze

Karpfenrigs

Karpfenrigs - das moderne Karpfenangeln ist mittlerweile zur Leidenschaft sehr vieler Petri-Jünger geworden. Die Entwicklung steht niemals still, ständig entstehen neue Techniken und Fang-Strategien. Es wird getüfelt, probiert und getrickst, mit dem Ziel möglichst konstant am Fisch zu bleiben. Vor allem im Bereich der Montagen ergeben sich immer wieder neue Möglichkeiten. Es gibt deshalb unzählige verschiedene Karpfenrigs, die alle unterschiedliche Daseinsberechtigungen vorzuweisen haben. Um unseren Lesern einen Überblick und eine Orientierungshilfe zu liefern, haben wir in diesem Text einige der bekanntesten Karpfenrigs aufgelistet. Wir gehen dabei auf die sinnvollsten Einsatzgebiete und die typischen Anwendungskriterien der verschiedenen Karpfenmontagen ein.


KarpfenrigsKarpfenrigs - das Anti-Blow-Out-Rig

Bei dem Anti-Blow-Out-Rig liefert der Name im Grunde genommen schon die vollständige Erklärung. Es handelt sich dabei um ein Karpfenrig, das es dem Karpfen nahezu unmöglich macht, den Köder nach der Aufnahme wieder auszuspucken. Dazu wird auf dem Hakenschenkel ein Ring integriert, der dort frei hin und her gleiten kann. Der Ring wird vom Haar der Montage durchlaufen und auf diese Weise davor bewahrt, dass er komplett vom Haken rutscht. Bei anderen Karpfenrigs besteht die Möglichkeit, dass der Haken nicht fassen kann, weil der Fisch den Köder nur kurz einsaugt und diesen samt Haken wieder ausspuckt. Beim Anti-Blow-Out-Rig rutscht der Ring beim Versuch des Karpfens, den Köder loszuwerden, bis zum Hakenöhr, wodurch dem Karpfen dieser Versuch oft misslingt und der Haken in der Lippe greifen kann. Es entsteht ein sehr effizienter Hakeffekt. Gefischt wird dieses Rig mit sinkenden Ködern.


Karpfenrigs - das Stiff Rig

Das Stiff Rig gehört zu den Klassikern unter den Karpfenrigs. Oftmals werden Vorfächer aus geflochtenem Vorfachmaterial verwendet. Sie haben die Eigenschaft, dass sie sehr weich und flexibel sind und deshalb vom Karpfen aufgenommen werden können, ohne dass dieser große Gefahr wittert. Der große Nachteil geflochtener Vorfächer besteht allerdings darin, dass der Karpfen das weiche Material recht leicht wieder ausblasen kann. Beim Stiff Rig ist dies ganz anders. Es wird aus monofilem Vorfachmaterial gebunden und ist dadurch wesentlich steifer als herkömmliche Karpfenrigs. Es fällt dem Karpfen wesentlich schwerer ein steifes Rig wieder loszuwerden, was den Hakeffekt begünstigt. Besonders beim Angeln in klaren Gewässern gehört das Stiff Rig zu den effektivsten Karpfenrigs, weil es dort wegen seiner transparenten Optik für die Fische nur sehr schwer erkennbar ist.


Karpfenrigs - das Chod Rig

Das Chod Rig zählt ebenfalls zu den sehr bekannten Karpfenrigs. Die Verwendung macht überall dort Sinn, wo man entweder weichen Gewässerboden oder leichten Krautbewuchs vorfindet. Denn durch die Bauart dieses Karpfenrigs kann das Blei im Schlamm einsinken, ohne dass der Köder hinterhergezogen wird. Da das Chod Rig mit Pop Ups gefischt wird, ist auch ein leichter Krautbewuchs kein Problem, da der Köder leicht über dem Bewuchs schwebt. Ideal eignet sich das Karpfenrig auch, wenn man seine Montagen werfen muss, denn es kann sich, aufgrund seiner Bauweise nicht so leicht vertüdeln. Alles in allem gehört das Chod Rig zu den effektiven Karpfenrigs und spielt deshalb bei der Angelei vieler Karpfen-Interessenten eine entscheidende Rolle.


Karpfenrigs - Triggalink Rig

Das Triggalink Rig gehört zu der Gruppe der Karpfenmontagen, die ihren Namen wegen des verwendeten Vorfachmaterials erhalten. Triggalink ist die Bezeichnung für ein spezielles Material, welches, sobald es sich mit Wasser vollgesaugt hat, eine gewisse Dehnbarkeit erhält. Je nach Länge des Vorfachs ist eine Dehnung von ein bis zwei Zentimetern möglich. Dadurch spürt der Karpfen bei der Aufnahme des Köders keinen oder nur sehr wenig Widerstand, was bei ihm keinen Argwohn aufkommen lässt. Gerade an Gewässern wo sehr viel auf Karpfen geangelt wird und die Fische die meisten Karpfenmontagen bereits kennen, kann das Triggalink Rig dem Angler den entscheidenden Vorteil liefern. Wer den Hakeffekt zusätzlich begünstigen möchte, kann das dieses Rig mit einem Kurv Shank Haken fischen. Bei diesen Haken ist der Schenkel von Werk aus gebogen und das Öhr nach innen gebogen. Der Line Aligner-Effekt, den man normalerweise durch den Einsatz von Schrumpfschlauch erreicht, ist hier allein durch die Form des Haken gegeben. Die Fangergebnisse, die in den letzten Jahren mit diesen Greifern an den verschiedenen europäischen Karpfengewässern gelungen sind, sprechen für sich.

Guten Karpfenhaken findest du hier: Karpfenhaken


Karpfenrigs - der Schlüssel heißt Festblei

Natürlich können wir hier nur einige Karpfenvorfächer aufgreifen und ansprechen, weil die Auflistung aller existierenden Rigs den Rahmen eines solchen Artikels sprengen würde. Deshalb sind diese Ausführungen als ein kleiner Auszug der gesamten Rig-Möglichkeiten zu sehen. Für das Funktionieren der Karpfenrigs ist es allerdings wichtig, dass man stets mit einem Festblei agiert. Das bedeutet, dass das Blei so in die Montage integriert wird, dass der Karpfen die Schnur nicht frei hindurchziehen kann. Nur so erhält der Fisch den Gegenzug, der benötigt wird, damit der Haken sauber in seinem Maul fassen kann.


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