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Karpfenangeln im Winter

01.10.2016 07:02 von Daniel Schulze

Karpfenangeln im Winter

Karpfenangeln im Winter - das bedeutet Angeln auf sehr passive Fische. Bei niedrigen Wassertemperaturen versucht jeder Fisch so wenig Energie zu verschwenden wie möglich. Dies trifft auch auf Karpfen zu. Sie bewegen sich kaum, legen keine großen Strecken zurück und fressen nur wenig. Die Bedingungen, unter denen Karpfenangeln im Winter stattfindet sind also nicht die besten. Der Fang dieser Fische bei frostigen Temperaturen ist aber dennoch möglich.

Karpfenangeln im Winter - Welche Gewässer sollte man aufsuchen?

Karpfenangeln im WnterFür das Karpfenangeln im Winter sollte man sich zunächst nach Kraftwerks- und Warmwassereinläufen umsehen. Nicht selten leiten Fabriken Wasser in Flüsse und Seen ein. Weist dieses Wasser eine höhere Temperatur, als das Wasser des betroffenen Gewässers auf, kann davon ausgegangen werden, dass sich Fische in unmittelbarer Nähe dieser Warmwasserfahne aufhalten - auch Karpfen. Sind keine dieser Einläufe vorhanden oder erreichbar, sollte man sich nach Vertiefungen am Grund des Gewässers umsehen, um geeignete Spots für das Karpfenangeln im Winter zu finden. Diese Vertiefungen dienen als Rückzugsgebiete für die Karpfen, da das Wasser dort die Temperatur von vier Grad nicht unterschreitet und somit möglicherweise wärmer ist, als die Umgebung. Totholz oder abgestorbene Pflanzen dienen ebenfalls als Winter-Ruhestätten. Diese Aussagen beziehen sich sowohl auf Still- als auch im Fließgewässer. Im Fluss stehen die Chancen auf Erfolg beim Karpfenangeln im Winter allerdings noch ein bisschen besser, da die Fische hier aufgrund der Strömung immer gezwungen sind, sich zu bewegen und Energie zu verbrauchen. Diese muss zurück gewonnen werden und das erfolgt über die Aufnahme von Nahrung. Besonders deutlich äußert sich der geschilderte Sachverhalt bei Hochwasser. Der Energieverbrauch der Karpfen ist überdurchschnittlich hoch, die Motivation zu fressen und die Reserven wieder auszugleichen ebenso. Gefressen wird in kleinen Strömungsschatten und Kehrwassern. Genau dort sollte dann auch der Köder beim Karpfenangeln im Winter liegen. In besonderen Situationen, mit täglichem, mehrstündigen Sonnenschein, kann es auch lohnen einen Versuch in Flachwassergebieten zu unternehmen. Denn schafft die Sonne es, die Temperatur einer Gewässerpassage in die Höhe zu schrauben, kann dies dazu führen, dass sie genau diese Bereiche aufsuchen um dann, wenn die Sonne am höchsten steht, etwas Sonne zu tanken. Um diese Vorkommnisse nicht zu verpassen ist eine kontinuierliche und gewissenhafte Beobachtung des Gewässers unabdingbar. Wer ganz sicher gehen möchte, wählt einen Platz, von dem er sowohl die tiefen Stand- als auch die potentiellen Sonnenplätze anfischen kann und deckt so sämtliche für das Karpfenangeln im Winter interessanten Areale ab.

Karpfenangeln im Winter - Welche Köder setzt man ein?

Da ölhaltige Köder wie Pellets eine gewisse Wassertemperatur brauchen, um sich aufzulösen, sind sie für das Karpfenangeln im Winter unbrauchbar. Interessant sind all die Köder, die ihre Lockwirkung auch unter dem Einfluss niedriger Temperaturen schnell und konstat ans Wasser abgeben. Möchte man Boilies einsetzen, sollte man also genau darauf achten. Für optische Reize sorgen im klaren Winter-Wasser Popups in grellen Farben. Weiß und Fluo-Gelb ziehen die Aufmerksamkeit der Fische beim Karpfenangeln im Winter sehr gut auf sich. Die Bisse, die erfolgen, sind dann nicht immer vom Hunger, sondern der Neugier motiviert. Mit Partikeln kann im Winter durchaus zielorientiert geangelt werden, aber nur wenn man genau weiß, wo sich die Fische aufhalten. Da sie keine weitreichende Lockwirkung erzielen, schafft man es nicht Fische aus größerer Entfernung zum Platz zu locken. Mais und Tigernüsse eignen sich sehr gut als Winterköder für Karpfen. Ein im kalten Wasser ebenfalls sehr attraktiver Karpfenköder ist die Made. Mit Hilfe eines madenrings, der an Stelle des Boilies am Haar befestigt wird, lassen sich mehrere Krabbler sauber aufziehen. Die Bewegung reizt die Karpfen ungemein und auch die Größe des Happens ist für die kalte Phase des Jahres ideal.

Gute Karpfenköder zum Angeln im Winter findet ihr hier: Karpfenköder

 

Karpfenangeln im Winter - Was und wie viel wird gefüttert?

Die Futtermengen beim Karpfenangeln im Winter sind der Nahrungsaufnahme der Fische angepasst und fallen deshalb eher klein aus. Wichtig ist hier auch nicht, wie viel gefüttert wird, sondern was. Grundfutter, das normal zum Feedern verwendet wird, spielt seine Vorzüge bestens aus. Es setzt seine Lockstoffe auch im kalten Wasser frei und zieht die Aufmerksamkeit der Karpfen auf die angebotenen Hakenköder, ohne sie dabei zu sättigen. Gerade für das Karpfenangeln im Winter ist diese ausbleibende Sättigung entscheidend, da das falsche Futter und die falsche Konditionierung zur verfrühten Stillung des Hungergefühls beim Karpfen führen. Dieser beendet dann die Nahrungsaufnahme. Erfolgt dies, bevor er den Hakenköder gefunden und angesaugt hat, steuert man einem Blank entgegen.

 

Karpfenangeln im Winter - Welche Besonderheiten sind die beachten?

Modernes Karpfenangeln steht mit dem Fotografieren der Fänge in unmittelbarer Verbindung. Sollte man den Fisch unter Berücksichtung der geltenden Gesetze zurücksetzen wollen, gilt es darauf zu achten, die Foto-Session nicht zu lang werden zu lassen. Denn mit der kalten Luft tut man dem Karpfen keinen Gefallen. Auch der Kontakt mit Schnee oder dem gefrorenen Boden sollte beim Karpfenangeln im Winter vermieden werden.

 

  

 


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