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Hechtschonzeit

30.12.2017 12:00 von Daniel Schulze

Hechtschonzeit

Hechtschonzeit - es gibt viele verschiedene Phasen innerhalb eines Angeljahres. Den Frühling, in dem die Natur zu leben beginnt, den Sommer, in dessen Verlauf alles wieder einen kleinen Gang zurückschaltet, um die warmen Monate zu überstehen, den Herbst, der von den Fischen genutzt wird, um sich auf den langen Winter vorzubereiten. Dann gibt es natürlich auch noch den Winter und damit die Zeit indem die Fische recht passiv im Gewässer verharren und auf wärmere Tage warten. Und dann gibt es da noch die Hechtschonzeit. Aber was bedeutet das und was genau hat es damit auf sich?


Hechtschonzeit - was ist das?

Der Begriff Hechtschonzeit tituliert eine temporär begrenzte Phase, in der es Anglern untersagt ist auf Hechte zu angeln. Während dieser Zeit dürfen also keine Köder ins Wasser eingebracht werden, die für den Hecht bestimmt sind, oder von einem Hecht gefressen werden könnten. Das Angeln mit Köderfischen oder künstlichen Ködern fällt also aus. Die Hechtschonzeit wird deshalb durchgeführt, weil man den Hechten, die in dieser Zeit laichen, während der Reproduktion ihre Ruhe lassen möchte. Die genauen Zeitspannen, von wann bis wann man nicht auf diese Raubfische angeln darf, variieren in Deutschland von Bundesland zu Bundesland. Während beispielsweise im Saarland vom 15. Februar bis 30. April nicht auf Hechte geangelt werden darf, ist die Hechtschonzeit in Bayern auf den Zeitraum zwischen dem 15. Februar und dem 15. April datiert.


HechtschonzeitHechtschonzeit - ist das Raubfischangeln dann generell verboten?

Auch die Antwort auf diese Frage kann nicht pauschalisiert werden. In manchen Gewässern ist es während der Schonzeit für die Hechte gestattet auf Barsche und Zander zu angeln. Allerdings nur, wenn dazu Würmer als Köder verwendet werden. Den Erdbewohnern wird keine große Lockwirkung auf den Hecht unterstellt, sodass man in dem Moment von keinem nennenswerten Risiko sprechen kann, einen der laichenden Fische zu fangen und dadurch zu stören. Allerdings fallen die Ansichten der Angler und Verbände hier sehr unterschiedlich aus, wodurch es von Gewässer zu Gewässer zu Unterschieden im Reglement kommen kann.


Hechtschonzeit - welche Alternativen gibt es noch?

Glücklicherweise gibt es einige Alternativen, mit denen man die Hechtschonzeit überbrücken kann, ohne die Ausrüstung im Angelkeller verstauben lassen zu müssen.


Hechtschonzeit - Karpfenangeln

Das Karpfenangeln ist generell vom ersten bis zum letzten Tag des Jahres erlaubt. Ausgenommen sind hier natürlich Phasen in denen Gewässer beispielsweise wegen Besatzmaßnahmen komplett gesperrt sind. Auch können die Regelungen einzelner Vereine abweichen. Dennoch findet man in den meisten Gewässern beste Rahmenbedingungen, um zwischen Februar und April den Karpfen nachzustellen. Dies kann entweder mit Grundmontagen, oder durch den Einsatz von Posenmontagen in die Tat umgesetzt werden.


Hechtschonzeit - Feedern

Das Feedern bietet allen auf das Ende der Schonzeit wartenden Anglern eine sehr kurzweilige Abwechslung. Dabei wird mit einer Grundmontage geangelt. Diese Grundmontage ist jedoch nicht mit einem Blei ausgestattet, sondern mit einem kleinen Körbchen. Dieses Körbchen wird mit angemischten Friedfischfutter gefüllt und anschließend auf dem Boden des Gewässers platziert. Dort wäscht es sich aus, gibt das Futter an die Umgebung frei und lockt dadurch Fische an den Platz. Diese finden dort den Hakenköder und nehmen ihn auf. In diesem Moment fängt die Spitze der Angelrute an zu zucken und signalisiert dem Angler, dass es Zeit ist für einen Anhieb. Beim Feedern erwartet den Angler eine sehr breit gefächerte Bandbreite potentieller Fangmöglichkeiten. Neben Rotaugen und Rotfedern, ist auch jederzeit mit Brassen und Güstern, sowie Schleien und Karpfen zu rechnen. In Flüssen sind auch jederzeit Barben möglich, die am leichten Feeder-Gerät anspruchsvolle, spannende Drills liefern.

Hier findest du Futterkörbe zum Feedern: Feederkorb

 

Hechtschonzeit - Aalangeln

Das Aalangeln gehört zu den absoluten Klassikern. Mit Sicherheit ist es Mitte Februar, zum Start der Hechtschonzeit noch recht kalt und die Chancen auf einen Aal stehen eher schlecht. Erwischt man jedoch einen warmen Frühling und somit einen März mit vergleichsweise hohen Außen- und Wassertemperaturen sind Aalfänge absolut keine utopische Vorstellung. Geangelt wird auf Aale mit Tauwürmern, die man mit Hilfe eines Grundbleis auf dem Gewässerboden ablegt. Da der Aal ein nachtaktiver Fisch ist, macht es Sinn die Angelversuche auf die Dunkelphasen zu verlegen.


Hechtschonzeit - welche Besonderheiten gibt es zu beachten?

Es fällt wohl kaum schwer sich vorzustellen, dass viele Angler, die vom Angeln auf Raubfische begeistert sind, den Tag herbeisehnen, an dem die Hechtschonzeit ihr Ende findet. An solchen Tagen werden die Flüsse und Seen mit vernünftigem Hechtbestand nahezu überrannt von Hechtanglern. Jegliche Spots werden belagert, jegliche Ködervarianten kommen zum Einsatz. Zu viele Köche verderben aber auch in diesem Fall den Brei. Das heißt, durch den enormen Angeldruck und die vielen Schnüre im Wasser, erreichen die Chancen auf einen Hecht ihren Nullpunkt. Deshalb macht es Sinn, sich bereits vor dem Beginn der Hechtsaison Plätze zu suchen, die vielversprechend aussehen, aber dennoch abseits der Zonen liegen, an denen sich die Angler die Klinke in die Hand geben.


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