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Hartmais

31.08.2017 20:00 von Daniel Schulze

Hartmais

Hartmais - Mais ist ein im Angelbereich sehr weit verbreiteter Köder. Viele Angler schwören auf die Fängigkeit der gelben Körner. Allerdings wird meistens der im Discounter erhältliche, weiche Dosenmais verwendet, weil er sich durch seine Konsistenz mühelos am Haken befestigen lässt und durch sein Aroma viele Fische zum Anbiss verleitet. Die Eigenschaften von Hartmais unterscheiden sich stark von denen des Dosenmais und dennoch ist es ein ausgezeichneter Köder.


Hartmais - was versteht man darunter?

Als Hartmais werden getrocknete Maiskörner bezeichnet, die in diesem Zustand eine enorme Härte aufweisen. Sie lassen sich nicht ohne weiteres auf einen Haken auffädeln. Mit einigen kleinen Kniffen und Vorbereitungen, schafft man es jedoch die Vorteile des Hartmais für sich zu nutzen. Beziehen kann man den Mais zumeist in großen Gebinden in Tierfutter-Vertrieben oder an Getreide-Annahmestellen für landwirtschaftliche Erzeugnisse.


HartmaisHartmais - wie sollte man ihn vorbereiten?

Man kann Hartmais entweder als Futter zum Anlegen von Futterplätzen, oder direkt als Hakenköder nutzen. Unabhängig vom Verwendungszweck sollte der Mais vor dem Einsatz eingeweicht werden. Dazu füllt man den trockenen Mais am besten in einen Eimer und befüllt diesen zusätzlich mit Wasser. Anschließend wird der Eimer mit einem Deckel verschlossen. Dabei sollte man beachten, dass der Mais beim Quellen stark an Volumen gewinnt. Um den Quellprozess zu beschleunigen ist es hilfreich den Mais-Wasser-Aufguss großer Wärme auszusetzen. Dazu positioniert man den Eimer entweder im Heizungskeller, oder in der warmen Sommersonne. Vor allem in der Sonne wird sich der Deckel bereits nach kurzer Zeit wölben. Öffnet man dann den Deckel, wird man sofort einen säuerlichen Geruch wahrnehmen. Daran erkennt man, dass der Mais bereits mit der Gärung begonnen hat. In diesem Stadium scheidet er für die Verwendung als Fischköder aber keinesfalls aus, im Gegenteil! Je mehr der Mais stinkt, desto attraktiver ist er für die Karpfen. Er beschleunigt den Stoffwechsel der Fische und versetzt sie dadurch in einen wahren Fressrausch. Das Gerücht, dass man den Mais nicht trocken füttern darf, weil dies negative gesundheitliche Folgen für die Karpfen haben soll, kann an dieser Stelle entkräftet werden. Dem Karpfen schadet es keineswegs, wenn er die harten Körner frisst. Durch das Aufweichen beschafft sich der Angler lediglich Vorteile für die Lockwirkung und Präsentation. Im gequollenen Zustand sind die Körner immer noch nicht weich genug, um sie sauber auf einen Haken aufzuziehen. Macht aber nichts, denn ihre Konsistenz lässt eine perfekte Befestigung am Haar der Haarmontage zu. Wer dem Mais eine noch bessere Lockwirkung verleihen möchte, kann diesen vor dem Ansitz kurz aufkochen. Er erhält dadurch ein noch intensiveres Aroma.

 

Hartmais - welche Fische lassen sich damit fangen?

Hartmais ist ein Köder, auf den neben den Karpfen auch andere Fischarten sehr gut ansprechen. Schleien, Brassen, Karauschen, Grasfische, Döbel, Barben und selbst große Rotfedern lassen sich mit diesem Köder überlisten. Wer sich zu einem Ansitz mit Hartmais entschließt, kann also mit abwechslungsreichen, spannenden Sessions rechnen.


Hartmais - welche Vorteile bringt er mit sich?

Wer schon öfters mit Dosenmais geangelt hat, der weiß, dass dieser Köder sich nicht eignet, wenn man die Montage auf große Distanzen auswerfen muss. Er ist dafür zu weich und fällt deshalb recht schnell vom Haken ab. Gleiches gilt für den Fall, dass sich kleine Weißfische am Hakenköder zu schaffen machen. Ruckzuck ist der Haken oder das Haar leer und die Montage ist aus dem Rennen. Harter Mais hingegen, ist für all die genannten Situationen bestens geeignet. Er übersteht harte, weite Würfe und sitzt bombenfest am Haar, selbst dann, wenn sich Futterneider daran vergreifen.


Hartmais - welche Nachteile bringt er mit sich?

Als Nachteil kann man für den Mais ganz klar den Umstand nennen, dass er zwingend vorbereitet werden muss, wenn man ihn als Hakenköder verwenden möchte. Das Aufweichen und Kochen nimmt Zeit und Aufwand in Anspruch. Hier hat der Dosenmais ganz klar die Nase vorne. Dose auf und das Angeln kann beginnen.


Hartmais - muss man damit vorfüttern?

Mit Hartmais kann man über mehrere Tage vorfüttern und große Futterplätze anlegen. Je länger der Platz unter Futter steht, desto mehr Fische werden in der Regel darauf aufmerksam. Allerdings kann es auch genügen, nur am Angeltag und dann punktuell auf den Montagen zu füttern. Die jeweilige Vorgehensweise hängt auch immer etwas, von den zum Zeitpunkt des Angelns vorherrschenden Bedingungen, ab.


Hartmais - welche Partikel lassen sich damit kombinieren?

Wer den Hartmais in Kombination mit anderen Partikeln füttern möchte, der kann auf Weizen, Hanf, oder Tigernüsse zurückgreifen. Sie werden gemeinsam mit dem Mais eingeweicht oder gekocht. Alle genannten Partikel sind für kleines Geld erhältlich und bieten vor allem den Anglern, die nicht viel Geld für ihr Hobby ausgeben können oder möchten, eine effektive Alternative zu Boilies und Pellets.

 


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