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26.01.2018 11:08 von Daniel Schulze

Wallerköder

Wallerköder - das Spektrum der Nahrung eines Welses ist sehr breit gefächert. Denn diese Fischart ernährt sich, indem sie sowohl auf die Jagd geht, aber parallel auch als Sammler aktiv ist. Durch diesen Umstand entsteht für den Angler natürlich eine große Auswahl an möglichen Ködern. Welche Wallerköder dem Welsangler grundsätzlich für das Fangen eines Welses zur Verfügung stehen und welche Eigenschaften die einzelnen Optionen aufweisen, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen. Dabei werden wir sowohl Köder für das aktive, als auch Varianten für das stationäre Wallerangeln beleuchten.


WallerköderWallerköder - Köderfische

Wenn man an Wallerköder denkt, dann fallen einem sofort Köderfische ein. Köderfische dürfen in Deutschland nur tot eingesetzt werden. Dies tut ihrer Fängigkeit, bei der richtigen Vorgehensweise, aber keinerlei Abbruch. Köderfisch eignen sich für das stationäre, aber auch für das aktive Angeln auf Wels. Wer seinem Köderfisch zusätzliche Lockwirkung einhauchen möchte, kann ihn an den Flanken mehrmals aufschneiden. So gibt dieser Wallerköder mehr Aromen ans Wasser ab und hilft dabei, die Waller zum Biss zu verleiten.


Wallerköder - Tauwürmer

Die Tauwürmer gehören zu den absoluten Klassikern der Wallerköder. Sie lassen sich als Bündel anbieten und erzeugen durch ihre Bewegungen und durch ihren Geruch ein sehr spezielles Lockmuster, dem sich kaum ein Wels entziehen kann. Tauwürmer sind sehr leicht zu beschaffen, denn nahezu jeder Angelladen hat sie in rauen Mengen im Lager. Die Anwendung macht sowohl beim stationären, als auch beim aktiven Angeln auf Waller Sinn.


Wallerköder - Tintenfische

Mit Tintenfischen schafft es der Wallerangler seinem Zielfisch einen Happen aufzutischen, den er aus seiner natürlichen Umgebung überhaupt nicht kennt. Tintenfische riechen völlig anders, als alle Beutetiere, die der Wels aus seinem Gewässer kennt. Das macht diesen Wallerköder zu einer absoluten Option für den Wallerangler. Gerne werden die Tintenfische dafür in Streifen geschnitten und in Kombination mit Tauwürmern zu großen XXL-Bündeln auf den Angelhaken aufgezogen.


Wallerköder - Blutegel

Blutegel erleben als Wallerköder aktuell sozusagen ihren zweiten Frühling. Noch vor einigen Jahren waren sie sehr schwer zu bekommen. Und wenn, dann musste man sehr hohe Stückpreise akzeptieren. Diese Zeiten sind nun Gott sei Dank vorbei, denn verschiedenen Händlern ist es gelungen Bezugsquellen ausfindig zu machen, die es ihnen erlauben, die Blutegel zu humanen Preisen an den Endkunden zu veräußern. Blutegel entwickeln durch ihre Bewegungen Druckwellen unter Wasser, die vom Waller bestens wahrgenommen werden können. Das Interesse wird dadurch auch bei Fischen geweckt, die nicht direkt am Köder entlangziehen. Wichtig ist nur, dass man die Blutegel so anködert, dass sie sich nicht gegenseitig ineinander verbeißen können. Denn sonst hat man bereits nach kürzester Zeit einen Klumpen aus Blutegeln am Ende des Vorfachs, der sich weder bewegt, noch für Bisse sorgt. Spezielle Systeme für das zielgerichtete Blutegel-Angeln auf Waller drängen glücklicherweise mehr und mehr auf den Markt.


Wallerköder - Blinker

Mit dem Blinker greifen wir den ersten Köder für Waller auf, der sich ausschließlich für das aktive Welsangeln eignet. Man spricht dabei auch vom Spinnfischen auf Wels. Der Blinker selbst besteht aus einer speziell geformten Metall-Platte, die beim Einkurbeln spezielle Bewegungsmuster erzeugt. Diese Bewegungsmuster reizen den Wels und bringen dem Spinnfischer den ersehnten Biss. Blinker gibt es in zahlreichen, unterschiedlichen Farben und Formen und auch in verschiedenen Gewichten. Somit sind sämtliche Anwendungszwecke abgedeckt und jeder, der mit dem Blinker auf Waller los möchte, findet den genau darauf perfekt abgestimmten Wallerblinker.


Wallerköder - Wobbler

Beim Welsangeln sind Wobbler etwas in Vergessenheit geraten, zumindest hört man nicht mehr oft davon, dass Welsangler gezielt mit Wobblern losziehen. Dabei sind Wobbler ein sehr guter Köder für Waller. Diese aus Balsaholz oder Kunststoff bestehenden Kunstköder, die durch ihre Form an die typischen Beutefische von Welsen erinnern, können, je nach Ausrichtung ihrer Tauchschaufel, in unterschiedlichen Wassertiefen geführt werden. Wer mit Wobblern auf Welse angeln will, sollte sich bei den ausgwählten Modellen aber versichern, dass eine hochwertige Verarbeitung vorliegt, damit die großen Belastungen, die im Welsdrill auftreten, abgefedert werden können. Eine durchgehende Drahtachse, die die Basis für die Befestigung der Drillingshaken bildet, sollte beispielsweise unbedingt vorhanden sein. Bei zweigeteilten Modellen müssen die Verbindungselemente robust ausfallen.


Wallerköder - Vertikal-Jig

Der Vertikal-Jig ist ein Wallerköder für das vertikale Angeln unter dem treibenden Boot. Dieser Köder wird dabei immer wieder vom Angler circa 20 bis 50 Zentimeter nach oben gezockt und dadurch bestens in Szene gesetzt. Im Normalfall verfügt ein Vertikal-Jig über zwei Drillingshaken, sowie eine in der Mitte des Köder angebrachte Öse, in die das Vorfach eingeknotet, oder per Karabiner eingehängt werden kann.

Wallerköder - Vertikal-System

Mit einem Vertikal-System kann man tote Köderfische beim Vertikalangeln einsetzen. Sie werden dazu einfach an den Haken des Systems fixiert und mit Hilfe des Bleikopfs zum Boden des Gewässers geführt. Mit kleinen Sprüngen wird dann der Grund nach abliegenden Wallern abgesucht.

Eine Auswahl toller Wallerköder findest du hier: Welsköder

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30.10.2016 08:59 von Daniel Schulze

Welsköder

Welsköder - der Wels ist ein Raubfisch, dennoch ist er Allesfresser bekannt. Diese Mischung lässt den Fang eines Welses auf viele verschiedene Arten zu, denn viele Köder verleiten ihn zum Biss. Welche Welsköder in Frage kommen, dokumentiert folgende Aufzählung.Gute Köder zum Welsangeln findet ihr hier: Wallerköder

Welsköder - Köderfisch

Der lebende Köderfisch ist der beste Welsköder. Seine Bewegungen und der Geruch machen ihn hoch attraktiv für einen Raubfisch wie den Wels, der mit Hilfe seines Seitenlinienorgans und den lorenzinischen Ampullen auf Beutezug geht. Allerdings ist der Gebrauch lebender Köderfische in Deutschland und vielen anderen untersagt, was bei der Köderauswahl unbedingt beachtet werden sollte. Dem toten Köderfisch fehlen die selbstständig erzeugten Lock-Bewegungen. Der Geruch und das durch einige Montagen erzeugte Bewegungsmuster machen ihn aber dennoch zu einem interessanten Welsköder.

Welsköder - Tauwurm

Nach dem Köderfisch ist der Tauwurm der wohl am häufigsten verwendete Welsköder überhaupt. Seine ausschlaggebenden Eigenschaften sind der Geruch und die Bewegungsreize, die ein großes Welsbündel an die Umgebung ausstrahlt. Schafft der Angler es, das Tauwurmbündel so zu präsentieren, dass er den oftmals genannten "Medusa-Effekt" erhält, steht dieser Welsköder dem toten Köderfisch in nichts nach.

Welsköder - Tintenfisch

Der Tintenfisch ist vor allem in Deutschland eine willkommene Köder-Alternative. Dem Geruch, den er ans Wasser abgibt, wird eine große Wirkung nachgesagt, was nach wie vor durch konstante Fangerfolge belegt wird. Sein Vorteil gegenüber dem Tauwurm besteht darin, dass er nur wenige andere Fischarten anspricht. Während ein Tauwurmbündel im ungünstigsten Fall nach kurzer Zeit durch kleine Barsche und Weißfische zerlegt wird, bleibt der Tintenfisch auch in Gewässern mit hohem Kleinfischaufkommen nahezu unangetastet.

Welsköder Blutegel

Der Blutegel ist eine teure, aber durchaus fängige Alternative. Dieser Köder besticht vor allem durch seine starken Bewegungen, mit denen er die eines Tauwurms um Längen übertrumpft. Der hohe Stückpreis macht ihn allerdings nur für die Angler attraktiv, die bereit sind, für ihre Welsköder etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

Welsköder - Boilie/Pellet

Boilies und Pellets sind als Welsköder umstritten. Während einige den Standpunkt vertreten, der Waller sei ein Raubfisch und müsse auch als ein solcher beangelt werden, schwören andere auf ihre Fischmehl-Klumpen. Unumstritten sind die Fangerfolge, die vor allem mit Pellets erreichbar sind. Dabei sind es nicht nur die spanischen Ebro-Stauseen, an denen diese Angelei umgesetzt werden kann. In vielen deutschen Gewässern, an denen vermehrt auf Karpfen geangelt wird, haben die Welse erkannt, dass es sich bei den auf dem Grund liegenden Pellets um eine Nahrungsquelle handelt, für die kaum Energie aufgebracht werden muss. In Folge dessen werden mancherorts mehr Welse auf Pellets gehakt, als auf Köderfisch. Außerdem stellt der Pellet, genau wie der Boilie, eine absolut legalen Weg da, einen Wels zu fangen.

Welsköder - Blinker

Wer mit Blinker auf Wels angelt, setzt zum einen auf das Geräusch, dass der Blinker beim Aufklatschen auf die Wasseroberfläche erzeugt und zum anderen auf die Druckwellen, die durch die Bewegungen des Blinkerblattes unter Wasser entstehen. Die ausgesendeten Druckwellen sind auch für Welse, die sich nicht in unmittelbarer Nähe aufhalten, wahrnehmbar. Den Blinker gibt es in verschiedenen Formen, Farben und Gewichten. Die jeweiligen Eigenschaften werden anhand der Gegebenheiten, die zur Zeit des Angelns am Wasser herrschen, festgelegt. Ausgestattet sind Blinker im Normalfall mit Drillingshaken. Für den Einsatz bei Hochwasser, wenn der Fluss viel Treibgut mit sich führt, macht es Sinn diesen Drilling gegen einen Einzelhaken auszutauschen. Dies gelingt spielerisch und schmälert die Bissausbeute keineswegs. Man schafft es jedoch wesentlich öfter zu werfen, ohne immer wieder Kraut und Äste zu fangen, steigert somit die effektive Angelzeit und letztendlich auch die Anzahl der Bisse.

Welsköder - Wobbler

WelsköderWobbler sind als Welsköder etwas in Vergessenheit geraten, was allerdings nicht in ihrer fehlenden Effektivität begründet liegen kann. Es gibt sowohl ein- als auch zweiteilige Modelle, die für den Fang von Welsen geeignet sind. Vor dem Angeln sollten Sprengringe und Haken auf ihre Stabilität überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Bei Zweiteilern muss besonders darauf geachtet werden, dass das Verbindungsglied zwischen Kopf und Schwanz des Wobblers robust genug gewählt ist. Je nach Stellung der Tauchschaufel handelt es sich um einen tief- respektive flach laufenden Wobbler. Ist die Schaufel stark abgewinkelt, läuft der Köder flach. Läuft die Schaufel flach aus, geht der Wobbler auf Tiefe.

Welsköder - Gummifisch

Der Gummifisch ist der wohl universellste Kunstköder für den Fang von Welsen. Er kann sowohl über den Grund, als auch in flacheren Gewässerschichten eingesetzt werden. Die befischte Tiefe wird durch das Gewicht des Bleikopfes und die Einzugsgeschwindigkeit beeinflusst. Auch dieser Köder setzt für das Erreichen seiner Lockwirkung auf das Erzeugen von Druckwellen. Gummifische mit stark ausgeprägter Schwanz-Schaufel erzeugen große Druckwellen, Modelle die eher schmal zusammen laufen oder mit einem eher flachen Schwanz versehen sind, verhalten sich unter Wasser eher dezent. Die Auswahl der richtigen Farbe spielt beim Welsangeln eine eher untergeordnete Rolle, da der Wels nur sehr kleine Augen besitzt, mit denen er nicht besonders gut sehen kann.

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