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23.10.2016 08:49 von Daniel Schulze

Welsschnur

Welsschnur - eines der wichtigsten Verbindungsglieder zwischen Angler und Fisch ist die Schnur. Beim Welsangeln ist es gar ein Zusammenspiel vieler verschiedener Schnüre, die am Ende die Verbindung zum Wels herstellen und für erfolgreiche Drills sorgen.

WelschnurWelsschnur - Mono oder Geflochtene?

Bevor man auf die einzelnen Kriterien, die für die Auswahl einer Welsschnur wichtig sind, eingeht, ist es wichtig einige grundlegende Worte zum Unterschied zwischen monofilen und geflochtenen Schnüren zu sagen. Die geringe Dehnung ist bei einer Welsschnur wichtig, weil nur dadurch beim Anhieb genügend Kraft übertragen werden kann, um den Fisch sauber zu haken. Geflochtene Schnüre weisen eine sehr geringe Dehnung auf.  Eine monofile Schnur dehnt sich wesentlich stärker. Je länger die ausgebrachte Schnur ist, desto stärker fällt auch die Dehnung aus. Da das Welsangeln zumeist auf große Distanzen erfolgt, wäre die Dehnung immens und der Hakeffekt entsprechend schlecht. Die Monofile scheidet damit als Welsschnur aus. Weitere Vorzüge einer geflochtenen Schnur sind ihr geringer Tragkraftverlust beim Auftreten kleinerer Beschädigungen, während der gleiche Schaden bei einer Mono die Tragkraft wesentlich weiter senkt. Darüber hinaus ist die UV-Beständigkeit von Geflecht wesentlich höher als die einer monofilen Schnur. Dies kommt vor allem dann zum Tragen, wenn man viel Zeit am Wasser unter der Einwirkung der Sonne verbringt. Monofile kommt beim Welsangeln lediglich als Vorfachmaterial, oder als Reißleine bei Abriss-Montagen zum Zuge.

Gute Welsschnur findet ihr unter: Wallerschnur

Welsschnur - Wie viel Tragkraft braucht man?

Wird über eine geeignete Welsschnur gesprochen, wird dabei häufig die nötige Tragkraft diskutiert. Diese Diskussionen sind allerdings absolut nicht zielführend, da die Tragkraft nichts über die Haltbarkeit einer Welsschnur im Drill verrät. Keine am Markt erhältliche Wallerrute schafft es nämlich, einer Belastung von mehr als maximal 20 Kilogramm Stand zu halten. Das bedeutet, dass in jedem Fall die Wallerrute bricht, bevor die Schnur aufgrund zu hoher Zugbelastung reißt. Die Tragkraft der Welsschnur von beispielsweise 80 Kilogramm nutzt in diesem Moment nichts mehr. Viel wichtiger ist es, sich mit der Abriebfestigkeit einer Welsschnur auseinander zu setzen. Je mehr Fasern eine geflochtene Schnur besitzt und je enger sie geflochten ist, desto höher ist auch ihre Abriebfestigkeit. Gute Welsschnüre sind sechsfach geflochten, sehr gute Schnüre achtfach. Die richtige Flechtungsverdichtung lässt sich durch ein zusammenschieben der Schnur feststellen. Springt die Schnur schon bei wenig Druck in alle Wicklungen auf, ist die Flechtung mangelhaft. Lassen sich die einzelnen Fasern kaum auseinanderschieben, hält man ein Produkt hochwertiger Qualität in Händen.

 

Welsschnur - Hauptschnur

Die richtige Hauptschnur darf nicht zu dick und nicht zu dünn sein, es muss genug davon auf die Rolle passen, damit man eine entsprechende Reichweite erhält und sie darf nicht zu schnell abreiben. Beim Welsangeln sind deshalb geflochtene Schnüre in Durchmessern zwischen 0,5 und 0,65 Millimeter Standard. Für die Festlegung des genauen Durchmessers gilt die Regel: So dünn wie möglich, so dick wie nötig. So dünn wie möglich sollte eine Schnur deshalb sein, weil eine dünne Welsschnur weniger Wasserwiderstand und damit weniger Verwirbelungen erzeugt, die von vorsichtigen Fischen wahrgenommen werden können. Außerdem passen mehr Meter einer dünnen Leine auf eine Rolle, was die Reichweite erhöht. Ist die Schnur allerdings zu dünn, drohen Fischverluste beim Kontakt mit Hindernissen, oder unvorhergesehenen, stoßartigen Belastungen. Auch die Knotenfestigkeit ist vergleichsweise gering.

Welsschnur - Vorfachschnur

Die Vorfachschnur ist die Schnur, die beim Welsangeln am meisten auf Abrieb beansprucht wird. Dafür verantwortlich sind die Zähne des Wallers und die Hindernisse, die während eines Drills vor allem mit dem Vorfach in Kontakt kommen. Da auch ein größerer Durchmesser eine gesteigerte Abriebfestigkeit nach sich zieht, fallen die Vorfächer eher dick aus und bewegen sich in einem Bereich zwischen 0,9 und 1,3 Millimeter. Wobei manche Hersteller sogar auf bis zu 2,0 Millimeter setzen. Für eine verbesserte Präsentation können, je nach Anwendungsfall, für das Vorfach auch monofile Schnüre eingesetzt werden. In einem Durchmesser zwischen 1,1 und 1,3 Millimeter weisen diese ausreichend Kraftreserven auf, um im Drill auch den ganz Dicken Paroli bieten zu können. Die Dehnung spielt an dieser Stelle wegen der geringen Schnurlänge eine untergeordnete Rolle.

Welsschnur - Schlagschnur

Als Schlagschnur wird eine im Vergleich zur Hauptschnur dickere Geflochtene bezeichnet, von der der Hauptschnur mehrere Meter vorgeschaltet werden, um den Abrieb auf dem ersten Stück nach dem Vorfach zu erhöhen. Sie kommt beim Welsangeln innerhalb der letzten Jahre immer mehr in Mode. Jedoch stellt die Schlagschnur wesentlich mehr als eine bloße Modeerscheinung dar und fungiert immer dann als Welsschnur, wenn in der Nähe scharfkantiger Hindernisse geangelt wird.

 

Welsschnur - Reißleine

Als Reißleine werden monofile Schnüre verwendet und zwar immer dann, wenn mit Abriss-Montagen geangelt wird. Ihr Durchmesser hängt ab von Ködergröße, Strömung, der zu überspannenden Distanz und dem Beißverhalten der Welse. Je nach Anwendungsfall werden Ausführungen von 0,25 bis 0,60 Millimeter eingesetzt.

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10.02.2014 07:36 von Daniel Schulze

Angelschnur - verschiedene Angelschnüre unter der Lupe

Angelschnur, ein wichtiger Hauptbestandteil einer fertigen Angelrute!

Angelschnur - Sie ist ein ganz wichtiger Bestandteil bei einer fertig montierten Angelrute. Ob beim Karpfenangeln, Welsangeln, Raubfischangeln oder sonstige Angelmethoden, auf die Angelschnur muss man sich zu 100% im Drill verlassen können. Eine Angelschnur ist in unterschiedlichen Farben, sowie Schnurdurchmessern erhältlich und sollte auf die Angelart, sowie die verschiedensten Bedingungen am Wasser abgestimmt sein. Es gibt verschiedene Arten einer Angelschnur, welche unterschiedliche Merkmale mit sich bringen, welche im folgendem erklärt werden.

Monofile Angelschnur

Die monofile Angelschnur ist die gängigste Variante und kann bei nahezu jeder Angelart verwendet werden, da sie in unterschiedlichen Schnurdurchmessern und Tragkräften erhältlich ist. Sie ist hauptsächlich aus Nylon gefertigt und hat somit eine glatte Oberfläche, was zum Beispiel die Reibung beim Wurf mindert und somit beachtliche Weiten erzielt werden können. Ein weiterer Vorteil bei monofiler Angelschnur ist, dass sie kein Wasser aufnehmen, wie es bei einer geflochtenen Schnur passieren könnte. Im Winter lässt sich so ohne Probleme angeln, ohne dass die Angelschnur gefriert, wodurch sich ihr Volumen vergrößern und dadurch nicht mehr auf die Spule der Angelrolle passen würde. Ein Schnursalat bzw. Verwicklungen wären so vorprogrammiert und das Angeln wäre wohl für den Tag beendet.

Der wohl größte Vorteil einer monofilen Angelschnur ist die Dehnfähigkeit, welche die starken Fluchten des gedrillten Fisches einwandfrei abfedert und die Chance eines Fischverlustes minimiert. Friedfische, wie zum Beispiel der Karpfen, haben ein sehr weiches Maul, bei denen der Haken sehr schnell Ausschlitzen kann. Die Elastizität der Angelschnur wirkt in diesem Fall optimal und nimmt den Druck, so dass der Haken sicher im Fischmaul hängen bleibt.

Weiterhin ist die monofile Angelschnur sehr abriebfest, was heißt, dass sie zum Beispiel an Muschelbänken oder Abbruchkanten einer geflochtenen Schnur ganz klar überlegen sind. Deswegen werden oftmals ein paar Meter einer dicken monofilen Angelschnur, zum Beispiel beim Karpfenangeln oder Brandungsangeln, als Schlagschnur zusätzlich angeknotet. Die Angelschnur, welche sich vor dem Vorfach befindet, ist in der Regel das Stück, was die meiste Beanspruchung in Kauf nehmen muss. Schnell wird die Angelschnur in diesen Bereichen beschädigt, was zum Schnurbruch führen kann, wenn nicht mit einer Schlagschnur vorgesorgt wird.

Die Nachteile einer monofilen Angelschnur sind, dass sie generell nicht so hohe Tragkraftwerte wie bei einer geflochtenen Angelschnur aufweisen. Jede kleine Beschädigung der Schnur ist sofort ein großer Schwachpunkt und sie sollte schnellstens ausgetauscht werden. Aus diesem Grund ist es von Vorteil, dass eine monofile Angelschnur am Jahresende ausgetauscht wird, um nicht unnötig einen Fisch durch Schnurbruch zu verlieren.

Monofile Angelschnur

Angelschnur aus Fluorocarbon

Sie gehört zu den monofilen Schnüren und ist aufgrund ihrer Lichtbrechung im Wasser nahezu unsichtbar. Ansonsten hat sie fast dieselben Beschaffenheiten, wie eine gewöhnliche monofile Angelschnur, nur dass sie im Vergleich zum einen schwerer und zum anderen steifer ist, was wiederum den Vorteil hat, dass diese Schnur sich optimal auf den Grund legt, so dass die Fische keinen Kontakt mit der Schnur bekommen.

Aufgrund dieser Merkmale der Fluorocarbon Angelschnur wird sie vorwiegend für vorsichtige Fische, sowie für welche, die über ein gutes Sehvermögen verfügen, eingesetzt. Das ist oftmals beim Raubfischangeln der Fall, bei dem Fluorocarbon häufig als Vorfachmaterial dient oder auch beim Karpfenangeln, wo es entweder als Hauptschnur und/oder Vorfach eingesetzt wird.

Der Nachteil einer Fluorocarbon Angelschnur ist die Knotenfestigkeit, die im Vergleich zu einer normalen monofilen Angelschnur geringer ausfällt. Durch ihre Steifheit lässt sie sich auch nicht so einfach knoten.

Geflochtene Angelschnur

Eine geflochtene Angelschnur besteht aus mehreren Fasern, welche zum Beispiel aus Dyneema gefertigt sein kann. Im Vergleich zu einer monofilen Schnur, besitzen sie bei gleichen Durchmessern viel höhere Tragkraftwerte und dadurch auch eine bessere Knotenfestigkeit. Es lassen sich mit einer geflochtenen Angelschnur extrem weite Würfe hinbekommen, da ganz einfach auf dünnere Schnüre zurückgegriffen werden kann, welche immer noch genügend Power im Drill haben.

Dafür besitzt sie keine Dehnung, was je nach Angelart entweder ein Vorteil oder Nachteil sein kann. Der Anhieb auf große Entfernungen kommt sicher durch und eine Selbsthakmontage funktioniert problemlos, da der direkte Kontakt über die Schnur mit dem Blei oder der Rute vorhanden ist. Im Drill sollte allerdings vorsichtig vorgegangen werden, da ein Ausschlitzen sehr schnell passieren kann, falls der Fisch zu hart rangenommen wird.

Die Abriebfestigkeit einer geflochtenen Angelschnur ist sehr gering, was sehr schnell zum Schnurbruch führen kann, wenn sie über Muscheln oder scharfe Kanten gezogen wird. Deswegen ist es von Vorteil, dass in solchen Situationen ein paar Meter einer dicken monofilen Angelschnur als Schlagschnur vorweg geknotet werden.

Geflochtene Angelschnur

Angelschnur - Fazit der verschiedenen Varianten

Jede der verschiedenen Schnüre bringen ihre Vorteile und Nachteile mit sich und deswegen muss eine Angelschnur immer optimal auf die Angelmethode und den Zielfisch abgestimmt sein. Als Vorfachmaterial, sowie als Hauptschnur, lassen sich alle Angelschnüre einsetzen und manchmal macht es auch Sinn mit einer Kombination aus geflochtenen, sowie einer monofilen Angelschnur zu fischen.

In unserem Angelshop bieten wir geflochtene, monofile, sowie Fluorocarbon Angelschnur in guter Qualität an, damit sie immer gut gerüstet sind und die passende Angelschnur für ihre Bedürfnisse wählen können.

Sie finden bei uns für jede Angelart die passende Schnur:

Karpfenschnur

Forellenschnur

Angelschnur zum Raubfischangeln

Meeresschnur

Wallerschnur

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