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23.06.2018 14:28 von Daniel Schulze

Karpfenköder

Für sehr viele Angler ist der Karpfen ein sehr interessanter Zielfisch. Er erreicht kapitale Größen und liefert meist kraftvolle und spannende Drills. Er gehört neben dem Wels zu den kampfstärksten Fischen unserer Gewässer. Oftmals wird über das Angelgerät und die Kleinteile zum Karpfenangeln gesprochen. Wir möchten den Fokus heute allerdings mal auf die Karpfenköder legen und zeigen, mit welchen Ködern sich die großen Friedfische überhaupt überlisten lassen. Dabei wird nicht nur dargestellt, was sich als Karpfenköder eignet, sondern auch warum und welche Vorbereitungsmaßnahmen es für einige Köder zu treffen gilt.

KarpfenköderBoilies sind tolle Köder zum Karpfenangeln

Boilies sind eine absolute Bank als Karpfenköder! Sie werden am Haar der Haarmontage angeboten. So gelingt dem Angler eine recht gezielte Angelei, da er kleine, störende Weißfische weitestgehend ausschließen kann. Die Größe der Boilies kann zwischen 10 und 30 Millimeter betragen. In manchen Gewässern laufen größere Boilies besser, anderenorts werden kleine Boilies bevorzugt. Was die Geschmacksrichtungen angeht, sind der Fantasie des Anglers keine Grenzen gesetzt. Fruchtige, süße Boilies sind ebenso erhältlich wie würzige, fischige oder fleischige Kugeln. Welche Geschmacksrichtung am besten funktioniert hängt von Gewässer, Jahreszeit und der individuellen Vorliebe der Karpfen ab. Es gibt Boilies in jeder erdenklichen Farbe, was sie in ihrer attraktiven Wirkung als Karpfenköder zusätzlich optimiert.

Karpfenköder - schwimmende Pop Ups

Pop Ups unterscheiden sich von normalen Boilies darin, dass sie unter Wasser auftreiben anstatt zum Grund zu sinken. Gerade in verkrauteten Gewässern oder Gewässerpassagen kann dieser Auftrieb den entscheidenden Unterscheid ausmachen. Denn währen die sinkenden Boilies auf dem Grund aufliegen und zwischen dem dort vorkommenden Kraut versinken, kann der Angler den Pop Up knapp über dem Kraut anbieten. Dadurch bleibt er für die Karpfen deutlich erkennbar, während die sinkenden Boilies gänzlich aus dem Blickfeld verschwinden. Gesteigert werden kann der optische Effekt noch, indem man Pop Ups in sehr grellen Farben verwendet.

Pellets sind gute alternative Angelköder

Um Karpfen auf einen Platz aufmerksam zu machen, lassen sich Pellets sehr gut verwenden. Wenn man von Pellets als Karpfenköder spricht, meint man damit zylindrige Köder, die aus Fischmehlen und Fischölen gepresst werden. Diese Pellets geben unter Wasser eine große Lockwirkung ab. Wenn sie sich nach und nach auflösen, treten neben den Partikeln der Mehle auch die Öle und die Aromen aus diesem Karpfenköder aus und verbreiten dadurch einen effektiven Lockschleier, der von den Fischen rasch gewittert wird. Allerdings funktionieren diese Prozesse im warmen Wasser wesentlich besser als im kalten Nass, da sich die Öle bei höheren Temperaturen einfach besser lösen. Fischmehlpellets kann man in verschiedenen Größen erwerben und auch der Kauf größerer Gebinde ist möglich. Säcke mit Füllgewichten von bis zu 25 Kilogramm gehören zum Standard und ersparen dem Angler ständige Fahrten in den Angelladen, weil kontinuierlich für neue Karpfenköder gesorgt ist. Ebenso können Pellets als Hakenköder angeboten werden. Man montiert sie dazu, genau wie die Boilies, am Haar der Haarmontage.


Karpfenköder - Mais & Tigernüsse

Wenn es um Karpfenköder geht, führt auch kaum ein Weg an Mais vorbei. Zunächst ein paar Worte zu dem in Anglerkreisen sehr populären Dosenmais. Er wird normalerweise von Karpfenanglern gemieden. Allerdings gibt es Situationen, in denen er einige Trümpfe auf seiner Seite hat. Bei Kurzansitzen darf der Dosenmais zum Beispiel eigentlich nicht fehlen. Warum? Weil er durch sein Aroma sehr schnell für Aktivität am Platz sorgt. Und auch die weiche Konsistenz, für die er sonst so verteufelt wird, spielt ihm hier in die Karten. Denn dadurch, dass er weich ist, kann er leicht von Weißfischen aufgenommen werden. Innerhalb kürzester Zeit sammeln sich dadurch mehr und mehr Weißfische auf dem Spot, was die Aufmerksamkeit größerer Fische erregt. Es dauert daher häufig nicht lange, bis der Mais Karpfen anlockt und die Hakenköder gefunden werden. Aber auch der Hartmais, den man zu kleinen Preisen im Getreidegroßhandel kaufen kann, ist eine absolute Bereicherung für den Futterplatz. In Wasser gekocht und aufgequollen, macht dieser Karpfenköder die Fische verrückt. Besonders dort wo die Karpfen noch nicht mit Boilies vertraut sind, spielt der Mais seine Stärken aus. Auch dort, wo ein hoher Befischungsdruck vorliegt und sehr oft Boilies als Hakenköder verwendet werden, sorgt der Mais für stramme Schnüre, da die Fische diese Köder einfach nicht so schnell mit Gefahr verbinden. Ohne Tigernüsse im Futtereimer fährt mittlerweile fast kein Karpfenangler mehr ans Wasser. Es handelt sich dabei um die Knolle eines Gewächses, welches vor allem in Südeuropa und Nordafrika als Speisepflanze angebaut wird. Die Behandlung der Tigernüsse sollte so erfolgen, wie beim Hartmais beschrieben. Wenn die Tigers dann eine schleimige, zähflüssige Schicht ausbilden, sind sie genauso, wie die Karpfen sie lieben. Auch Tigernüsse lassen ist bestens am Haar anbieten. Geniale Dienste erweisen sie auch in Kombination mit einem Boilie als Hakenköder.

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07.06.2018 10:30 von Daniel Schulze

Karpfenfutter Pellets

Karpfenfutter Pellets - diese beiden Schlagwörter stehen stellvertretend für eine Thematik, die sich in sehr viele Bestandteile aufgliedern lässt. Deshalb werden wir in diesem Artikel nicht nur darauf eingehen, was Pellets sind, wo man sie beziehen kann und wie man sie einsetzt, sondern wir zeigen auch auf, welche Vor- und Nachteile Pellets mit sich bringen.


Karpfenfutter Pellets - was sind Pellets?

Bevor man in Erwägung zieht als Karpfenfutter Pellets zu verwenden, sollte man sich zunächst einmal darüber Gedanken machen, worum es sich bei Pellets überhaupt handelt. Als Pellets werden im Angler-Jargon Köder bezeichnet, die aus verschiedenen Fischmehlen und -ölen gepresst werden. Am Ende entstehen Pellets, die eine abgerundete Form aufweisen. Diese Pellets zersetzen sich unter Wasser, geben dabei die kleinen Mehlpartikel und Öle frei und erzeugen dadurch eine sehr attraktive Lockwirkung, der sich nur sehr wenige Fische entziehen können. Obwohl sich nach einiger Zersetzungszeit auch Kleinfische auf die freigegebenen Partikel stürzen, sind es vor allem Karpfen, denen die Pellets den Kopf verdrehen. Deshalb ist es auch so zielführend als Karpfenfutter Pellets einzusetzen. Es gibt Pellets in allen erdenklichen Größen. Vom Mikro-Pellet, bis hin zu sehr großen Pellets lässt der Markt keine Wünsche offen. Dem Angler beschert diese Tatsache sehr variable Einsatzmöglichkeiten für das Karpfenfutter Pellets, denn er kann die Köder- respektive die Futtergröße immer exakt auf die vorliegende Situation abstimmen und sich dadurch bestens anpassen. Und ein Angler, dem es gelingt sich immer bestmöglich an die Gegebenheiten und das Fischverhalten anzupassen, wird immer mehr fangen, als Kollegen, die stur bei der gleichen Vorgehensweise bleiben.


Karpfenfutter PelletsKarpfenfutter Pellets - wo bekommt man sie?

Wer als Karpfenfutter Pellets verwenden möchte, kann diese auf sehr unterschiedlichen Wegen beziehen. Zum einen fallen da natürlich sofort gut sortierte Angelläden ein, die in der Regel immer über ausreichende Pellet-Vorräte verfügen. Ebenfalls interessant für den Karpfenangler ist der Getreide-Großhandel. Hier kann man allerlei verschiedene Futtermittel wie Mais oder Weizen erwerben und oftmals gehören auch Fischmehlpellets zum Sortiment solcher Einrichtungen. Wenn man als Karpfenfutter Pellets einsetzen möchte, kann man diese aber auch ganz bequem über das Internet bestellten. Hier gibt es sehr viele verschiedene Anbieter, die mit interessanten Preis-Angeboten nicht geizen. Generell können Pellets in verschiedenen Gebinden gekauft werden. So kann man sie beispielsweise in kleinen Tüten kaufen, die ein Kilogramm enthalten. Genauso ist es aber auch möglich Säcke zu erwerben, die 25 Kilogramm fassen. Durch diesen Sachverhalt kann sich jeder Angler genau die Menge auswählen, die für seinen Anwendungsfall am günstigsten erscheint und zielgerichtet den Futterbestand im Angelkeller aufbessern.


Karpfenfutter Pellets - wie setzt man sie ein?

Es gibt verschiedene Einsatzmöglichkeiten, wie man die Pellets effektiv nutzen kann. Zuerst ist natürlich naheliegend, dass man diese Fischmehl-Klumpen nutzt, um einen Futterplatz damit anzulegen. Dieser Futterplatz dient dem Karpfenangler dazu, Karpfen in die Nähe seines Hakenköders zu locken und so die Bissanzahl zu steigern. Dazu muss man die Pellets aber keinesfalls pur füttern. Kombinationen mit Partikeln wie Mais, Weizen oder Tigernüssen sind ebenso interessant wie eine Kombi aus Boilies und Pellets. Als Hakenköder machen Pellets ebenfalls eine sehr gute Figur und regelmäßig werden Karpfen auf am Haar angebotene Pellets gefangen. Sehr gut eignen sich hierfür Pellets, die über ein Loch in der Mitte verfügen und sich dadurch spielerisch aufs Haar der Haarmontage aufziehen lassen. Allerdings funktionieren auch sämtliche andere Pellets als Hakenköder. Notfalls muss mit dem Boilie-Bohrer etwas nachgeholfen werden.

Tolles Zubehör für Karpfenmontagen findest du hier: Karpfenzubehör

Karpfenfutter Pellets - welche Vorteile haben sie?

Wenn man als Karpfenfutter Pellets in Betracht zieht, bringt man durch mehrere Vorteile auf seine Seite. Zum einen sind sie recht günstig in der Anschaffung. Auch größere Mengen sind günstig erwerbbar, sodass auch längerfristig angelegte Futteraktionen keine Löcher in die Geldbörse des Anglers reißen. Gleichzeitig strahlen sie wie bereits erwähnt eine sehr große Lockwirkung aus, was sie zu sehr effektiven Ködern für Karpfen macht. Sie lösen sich am Angelplatz recht schnell auf, sodass sie ihre Wirkung nach kurzer Zeit bereits entfalten. Die Angelstellen werden so schnell aktiviert und die Karpfen zügig angelockt.


Karpfenfutter Pellets - welche Nachteile haben sie?

Wie so oft, gibt es natürlich auch beim Thema Karpfenfutter Pellets einige Nachteile aufzuzählen. Die bei den Vorteilen aufgezählte, hohe Löslichkeit der Pellets unter Wasser, kann für den Angler nämlich vom Segen auch zum Fluch werden. Gerade dann, wenn das Wasser recht warm ist, lösen sich die Pellets schnell auf, was regelmäßige Köderkontrollen durch den Angler erfordert. Ist das Wasser jedoch sehr kalt, kommt das genaue Gegenteil zum Tragen. Denn dadurch, dass die Pellets auf Öl-Basis hergestellt sind, zersetzen sie sich im kalten Wasser vergleichsweise langsam. Das bedeutet, dass man, wenn man als Karpfenfutter Pellets im kalten Wasser einsetzt, nur über eine eingeschränkte Lockwirkung verfügt.

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06.03.2018 18:55 von Daniel Schulze

Karpfenangeln mit Pop Ups

Karpfenangeln mit Pop Ups - beim modernen Karpfenangeln lassen die Angler nichts unversucht, um an ihr Ziel, einen Karpfen, zu gelangen. Wir möchten uns heute mit einer sehr speziellen Möglichkeit der Köderpräsentation beschäftigen. Dabei wird dem Karpfen der Köder nicht direkt auf dem Grund des Gewässers angeboten, sondern ein kleines Stück darüber. Warum diese Vorgehensweise sinnvoll ist, wie man das Ganze umsetzt und auf welche Kleinigkeiten man achten sollte, lest ihr in diesem Artikel


Karpfenangeln mit Pop Ups - was sind Pop Ups?

Bei Pop Ups handelt es sich um eine spezielle Art von Boilies. Allerdings weisen sie einen grundlegenden Unterschied auf. Denn während normale Boilies sinkender Natur sind und sich auf dem Grund des Gewässers ablegen, besitzen Pop Ups einen Auftrieb, der sie dazu bringt unter Wasser aufzusteigen. Diese Eigenschaften kann sich der Angler in bestimmten Situationen zu Nutze machen und die Fängigkeit seiner Montagen steigern.


Karpfenangeln mit Pop Ups - welche Unterschiede gibt es?

Es gibt Pop Ups in sehr unterschiedlichen Durchmessern. Vom acht Millimeter dicken Mini-Pop Up, bis zum 24 Millimeter dicken XXL-Pop Up ist alles erhältlich. Auch bei den Farben und Geschmacksrichtungen hat der Angler die Auswahl über eine sehr breit gefächerte Produktpalette. Egal ob süß, fleischig oder fischig, man kann sich genau den Pop Up zulegen, dem man für seinen individuellen Anwendungsfall die besten Fangchancen zuschreibt.


Karpfenangeln mit Pop UpsKarpfenangeln mit Pop Ups - wann setzt man sie ein?

Dadurch, dass man einen Pop Up verwendet, verleiht man seinem Hakenköder eine höhere Auffälligkeit. Aufgrund der Tatsache, dass sich der Köder vom Grund anhebt, kann der Karpfen ihn leichter erspähen und neigt eher dazu, genau diesen Köder vom Futterteppich aufzunehmen. Der Einsatz kann also entweder dann sinnvoll sein, wenn man es mit zähen, beißfaulen Karpfen zu tun hat, da man diese mit den auffälligen Ködern aus der Reserve locken kann. Oder wenn der Boden des Gewässers beispielsweise mit Kraut überzogen ist. Sinkende Köder verschwinden zwischen diesem Kraut. Pop Ups kann man etwas über dem Kraut präsentieren und behält sie dadurch im Blickfeld des Karpfens. Dadurch bleibt die Montage sauber und fängig.


Karpfenangeln mit Pop Ups - worauf ist bei der Montage zu achten?

Wenn man zum Angeln mit Pop Ups ganz normale Montagen verwenden würde, wie man sie auch beim Angeln mit sinkenden Boilies einsetzt, hätte das den Effekt, dass der Pop Up so lange aufsteigt, bis er das Vorfach komplett gestreckt hat und an maximaler Vorfachlänge über dem Grund des Gewässers steht. Abstände zwischen fünfzehn oder dreißig Zentimeter zum Gewässergrund sind in den meisten Fällen allerdings zu viel des Guten. Deshalb ist es besser, in zwei oder drei Zentimeter Abstand zum Haken ein Blei auf das Vorfach zu schalten. Dieses Blei muss so schwer bemessen sein, dass es den Pop Up vorm Aufsteigen abhält. Man kann dazu Schrotbleie verwenden. Manche Angler schreiben Bleischroten allerdings die Eigenschaft zu, dass sie das Vorfachmaterial beschädigen und verwenden deshalb sogenannte Knetbleie. Diese lassen sich wie eine Knetmasse um das Vorfach kneten und dort fixieren, ohne dass etwas beschädigt werden kann.


Karpfenangeln mit Pop Ups - kann man Pop Ups nur separat anbieten?

Generell kann man Pop Ups sowohl separat, als auch in Kombination mit sinkenden Boilies anbieten. Bei einem sinkenden Boilie, der gemeinsam mit einem Pop Up als Hakenköder präsentiert wird, spricht man von einem sogenannten Schneemann. Es ist allerdings auch möglich einen einzelnen Pop Up, oder zwei Pop Ups anzubieten. Je mehr Auftrieb man dem Hakenköder verpasst, desto mehr Gegengewicht muss logischerweise auf dem Vorfach fixiert werden.


Karpfenangeln mit Pop Ups - in welcher Jahreszeit funktioniert es?

Eine sehr gute Jahreszeit für den Einsatz von Pop Ups ist das zeitige Frühjahr. Zu dieser Jahreszeit ist das Wasser meist klar, nicht dicht bewachsen und nicht von vielen Sedimenten durchzogen. Pop Ups sind in diesen Phasen sehr gut sichtbar für die Karpfen und werden sehr gut von ihnen angenommen. Grelle Farben sind für das Angeln auf Karpfen im Frühling sehr gut geeignet. Aber auch im Sommer, wenn die Karpfen nur sporadisch Nahrung aufnehmen, können Pop Ups die Wende bringen. Sie bringen die Karpfen durch ihre optischen Reize dazu den Köder einzusaugen, obwohl sie eigentlich nicht wirklich fressen wollen.


Karpfenangeln mit Pop Ups - welche Fische sind damit zu erwarten?

Mit Pop Ups lassen sich sehr große Karpfen fangen. In vielen Gewässern sind die Karpfen mit den normalen, sinkenden Boilies sehr vertraut und haben gelernt, sie mit Gefahr in Verbindung zu bringen. Ein angebotener Pop Up kann in solchen Gewässern völlig neue Reize setzen. Dadurch werden auch erfahrene und vorsichtige Karpfen zur Aufnahme des Hakenköder animiert. Selbstverständich fallen auf Pop Ups regelmäßig auch kleine Karpfen und Exemplare mittlerer Größe herein.

Gute Pop Ups findest du hier: Karpfenköder

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27.12.2017 18:45 von Daniel Schulze

Karpfen Nahrung

Karpfen Nahrung - wenn man einen Fisch fangen möchte, ist die Frage nach der Nahrung eine der ersten, die man sich stellen muss. Denn nur wenn man weiß, welche Nahrung die betroffene Fischart bevorzugt, kann man daraus Rückschlüsse ziehen, welchen Köder man am besten einsetzt. In diesem Artikel dreht sich alles um das Thema Karpfen Nahrung. Es wird durchleuchtet, was alles dazu gehört und welchen Nutzen der Angler aus diesen Erkenntnissen für sich und seine Angelei ziehen kann.


Karpfen NahrungKarpfen Nahrung - was gehört dazu?

Der Karpfen ist ein Fisch, der in Bezug auf seine Nahrung recht anspruchslos ist. Daher verfügt er über ein sehr breites Spektrum typischer Nahrung. Im Folgenden sind einige Beispiele typischer Nahrung aufgelistet.


Karpfen Nahrung - Muscheln

Muscheln stehen ganz weit oben auf dem Speiseplan des Karpfens. Wenn man sich das Karpfenmaul betrachtet, kann man sich kaum vorstellen, wie es diese Fische schaffen, harte Muschelschalen zu knacken. Dies gelingt ihnen jedoch sehr gut, weil sie über sogenannte Schlundzähne verfügen, für die Muschelschalen kein Problem darstellen.


Karpfen Nahrung - Schnecken

Schnecken sind ebenfalls eine sehr interessante Option für die Karpfen. Sie versorgen die Fische, genau wie die Muscheln, mit reichlich Proteinen und werden deshalb von den Karpfen gerne angenommen.


Karpfen Nahrung - Schneckeneier

Manche im Wasser lebenden Schneckenarten, legen ihre Eier an Wasserpflanzen und bevorzugt an der Unterseite von Seerosenblättern ab und fixieren sie dort. Die Karpfen wissen um diesen Sachverhalt und bedienen sich nach der Eiablage am reichlichen Nahrungsangebot. Diesen Vorgang kann man beobachten, weil die Fische die Blätter dabei von unten anheben, ein Stück aus dem Wasser drücken und die Eier abschlürfen.


Karpfen Nahrung - Krebse

Natürlich stellen auch Krebse eine ausgezeichnete Nahrung für Karpfen dar. Sie werden mitsamt Beinen und Scheren eingesaugt, um Schlund geknackt und dann geschluckt. Deshalb ist es eigentlich kein Problem, wenn sich viele Krebse auf dem Futterplatz einfinden. Denn sie machen den Spot dadurch für die Karpfen noch attraktiver und beleben ihn im wahrsten Sinne des Wortes. Einzig den Hakenköder muss man durch darauf abgestimmte Maßnahmen vor den Krebsen schützen.


Karpfen Nahrung - Kleinstlebewesen

Während die Karpfen den Grund des Gewässers aufwühlen stoßen sie dabei immer wieder auf Würmer und andere Kleinstlebewesen. Diese werden durch die Karpfen dankend angenommen, denn auch diese Tierchen versorgen die Karpfen mit den für das Wachstum essentiellen Nährstoffen.


Karpfen Nahrung - Fische

Man mag es kaum glauben, aber hin und wieder zeigen Karpfen ihre räuberische Seite und machen sich über kleine Fische her. Deshalb sind die Fänge von Karpfen auf Kunstköder oder Köderfische beim Zanderangeln keinesfalls als Zufälle abzustempeln. Ebenso verhält es sich mit Kaulquappen. Denn auch wenn die weitläufige Meinung existiert, dass die Karpfen sie eher meiden, kann es in Gewässern, in denen es kaum Nahrungsalternativen gibt, durchaus dazu kommen, dass die Karpfen sich am Froschnachwuchs bedienen.


Karpfen Nahrung - wann fressen sie?

Karpfen fressen sowohl tagsüber als auch nachts, weshalb das Angeln bei Tageslicht ebenso große Erfolge bringen kann, wie das Ansitzen bei Nacht. Hinsichtlich der Jahreszeiten ist zu sagen, dass die Karpfen vor allem im Frühling und im Herbst, also nach und vor dem langen, kalten Winter, besonders aktiv sind und Nahrung sammeln. Auch vor und nach der Laichzeit stehen die Chancen gut, beim Angeln auf Karpfen zum Erfolg zu kommen, da sie in diesen Phasen ebenfalls eine gesteigerte Nahrungsaufnahme aufweisen. Im Winter nehmen Karpfen Nahrung nur sporadisch zu sich, da ihr Stoffwechsel im eiskalten Wasser auf ein Minimum herabgesetzt wird. Dennoch ist es mit der richtigen Taktik und Platzwahl möglich, auch bei Kellertemperaturen erfolgreich auf Karpfen zu angeln.


Karpfen Nahrung - wie nutzt man dies als Angler?

Wenn der Angler weiß, wann  und wo Karpfen Nahrung aufnehmen, ist das die halbe Miete für den Fangerfolg. Wenn er dann auch noch weiß, wie sich für Karpfen Nahrung natürlich zusammensetzt, hilft das dem anglerischen Glück schon sehr auf die Sprünge. Die eingesetzten Köder können dadurch bestens abgestimmt werden, bevor sie genau zu der Zeit dort abgelegt werden, wo in jedem Fall ein oder mehrere Karpfen entlangziehen. Ein klassisches Beispiel sind Muschelbänke. Wenn bekannt ist, dass sich im Zielgewässer vor allem Muscheln als Nahrung etabliert haben, wird man überall dort eine größere Dichte an Karpfen vorfinden, wo es viele Muscheln gibt. Muschelbänke müssen in solchen Situationen aufgesucht und beangelt werden. Und genauso kann man die Vorgehensweise auf alle anderen Bestandteile natürlicher Karpfennahrung ummünzen. Wer dicht am Zielfisch angeln will, sollte immer bemüht sein, dicht an dessen potentiellen Nahrungsquellen zu angeln und wird so zwangsläufig früher oder später Kontakt bekommen. Deshalb ist das Thema Karpfen Nahrung für jeden, der über einen längeren Zeitraum konstant Karpfen fangen möchte, auch so interessant und richtungsweisend.

Hier findest du Köder zum Karpfenangeln: Karpfenköder

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31.08.2017 20:00 von Daniel Schulze

Hartmais

Hartmais - Mais ist ein im Angelbereich sehr weit verbreiteter Köder. Viele Angler schwören auf die Fängigkeit der gelben Körner. Allerdings wird meistens der im Discounter erhältliche, weiche Dosenmais verwendet, weil er sich durch seine Konsistenz mühelos am Haken befestigen lässt und durch sein Aroma viele Fische zum Anbiss verleitet. Die Eigenschaften von Hartmais unterscheiden sich stark von denen des Dosenmais und dennoch ist es ein ausgezeichneter Köder.


Hartmais - was versteht man darunter?

Als Hartmais werden getrocknete Maiskörner bezeichnet, die in diesem Zustand eine enorme Härte aufweisen. Sie lassen sich nicht ohne weiteres auf einen Haken auffädeln. Mit einigen kleinen Kniffen und Vorbereitungen, schafft man es jedoch die Vorteile des Hartmais für sich zu nutzen. Beziehen kann man den Mais zumeist in großen Gebinden in Tierfutter-Vertrieben oder an Getreide-Annahmestellen für landwirtschaftliche Erzeugnisse.


HartmaisHartmais - wie sollte man ihn vorbereiten?

Man kann Hartmais entweder als Futter zum Anlegen von Futterplätzen, oder direkt als Hakenköder nutzen. Unabhängig vom Verwendungszweck sollte der Mais vor dem Einsatz eingeweicht werden. Dazu füllt man den trockenen Mais am besten in einen Eimer und befüllt diesen zusätzlich mit Wasser. Anschließend wird der Eimer mit einem Deckel verschlossen. Dabei sollte man beachten, dass der Mais beim Quellen stark an Volumen gewinnt. Um den Quellprozess zu beschleunigen ist es hilfreich den Mais-Wasser-Aufguss großer Wärme auszusetzen. Dazu positioniert man den Eimer entweder im Heizungskeller, oder in der warmen Sommersonne. Vor allem in der Sonne wird sich der Deckel bereits nach kurzer Zeit wölben. Öffnet man dann den Deckel, wird man sofort einen säuerlichen Geruch wahrnehmen. Daran erkennt man, dass der Mais bereits mit der Gärung begonnen hat. In diesem Stadium scheidet er für die Verwendung als Fischköder aber keinesfalls aus, im Gegenteil! Je mehr der Mais stinkt, desto attraktiver ist er für die Karpfen. Er beschleunigt den Stoffwechsel der Fische und versetzt sie dadurch in einen wahren Fressrausch. Das Gerücht, dass man den Mais nicht trocken füttern darf, weil dies negative gesundheitliche Folgen für die Karpfen haben soll, kann an dieser Stelle entkräftet werden. Dem Karpfen schadet es keineswegs, wenn er die harten Körner frisst. Durch das Aufweichen beschafft sich der Angler lediglich Vorteile für die Lockwirkung und Präsentation. Im gequollenen Zustand sind die Körner immer noch nicht weich genug, um sie sauber auf einen Haken aufzuziehen. Macht aber nichts, denn ihre Konsistenz lässt eine perfekte Befestigung am Haar der Haarmontage zu. Wer dem Mais eine noch bessere Lockwirkung verleihen möchte, kann diesen vor dem Ansitz kurz aufkochen. Er erhält dadurch ein noch intensiveres Aroma.

 

Hartmais - welche Fische lassen sich damit fangen?

Hartmais ist ein Köder, auf den neben den Karpfen auch andere Fischarten sehr gut ansprechen. Schleien, Brassen, Karauschen, Grasfische, Döbel, Barben und selbst große Rotfedern lassen sich mit diesem Köder überlisten. Wer sich zu einem Ansitz mit Hartmais entschließt, kann also mit abwechslungsreichen, spannenden Sessions rechnen.


Hartmais - welche Vorteile bringt er mit sich?

Wer schon öfters mit Dosenmais geangelt hat, der weiß, dass dieser Köder sich nicht eignet, wenn man die Montage auf große Distanzen auswerfen muss. Er ist dafür zu weich und fällt deshalb recht schnell vom Haken ab. Gleiches gilt für den Fall, dass sich kleine Weißfische am Hakenköder zu schaffen machen. Ruckzuck ist der Haken oder das Haar leer und die Montage ist aus dem Rennen. Harter Mais hingegen, ist für all die genannten Situationen bestens geeignet. Er übersteht harte, weite Würfe und sitzt bombenfest am Haar, selbst dann, wenn sich Futterneider daran vergreifen.


Hartmais - welche Nachteile bringt er mit sich?

Als Nachteil kann man für den Mais ganz klar den Umstand nennen, dass er zwingend vorbereitet werden muss, wenn man ihn als Hakenköder verwenden möchte. Das Aufweichen und Kochen nimmt Zeit und Aufwand in Anspruch. Hier hat der Dosenmais ganz klar die Nase vorne. Dose auf und das Angeln kann beginnen.


Hartmais - muss man damit vorfüttern?

Mit Hartmais kann man über mehrere Tage vorfüttern und große Futterplätze anlegen. Je länger der Platz unter Futter steht, desto mehr Fische werden in der Regel darauf aufmerksam. Allerdings kann es auch genügen, nur am Angeltag und dann punktuell auf den Montagen zu füttern. Die jeweilige Vorgehensweise hängt auch immer etwas, von den zum Zeitpunkt des Angelns vorherrschenden Bedingungen, ab.


Hartmais - welche Partikel lassen sich damit kombinieren?

Wer den Hartmais in Kombination mit anderen Partikeln füttern möchte, der kann auf Weizen, Hanf, oder Tigernüsse zurückgreifen. Sie werden gemeinsam mit dem Mais eingeweicht oder gekocht. Alle genannten Partikel sind für kleines Geld erhältlich und bieten vor allem den Anglern, die nicht viel Geld für ihr Hobby ausgeben können oder möchten, eine effektive Alternative zu Boilies und Pellets.

 

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15.05.2017 01:00 von Daniel Schulze

Karpfenfutter

Karpfenfutter - ein Sammelbegriff, der viele verschiedene Arten von Futter und ihre jeweiligen Eigenschaften in sich vereint. Die folgende Auflistung soll einen Überblick geben, welche unterschiedlichen Mittel eingesetzt werden können, um die Karpfen an den Angelplatz zu locken.

Karpfenfutter - Was versteht man darunter?

Als Karpfenfutter wird das Futter bezeichnet, welches am Angelplatz eingebracht wird, um die Karpfen an den Platz und somit in die Nähe des Hakenköders zu locken. Man verspricht sich dadurch eine höhere Wahrscheinlichkeit darauf, dass der Köder vom Karpfen entdeckt und eingesaugt wird. Um diesen Effekt zu erhalten gibt es viele verschiedene Lockmittel. Die Wichtigsten werden im Folgenden dokumentiert:

Karpfenfutter - Welche Arten von Futter gibt es?

Karpfenfutter - Boilies

Völlig klar, dass Boilies beim Thema Karpfenfutter an erster Stelle genannt werden sollten. Alleine schon deshalb, weil sie den wohl am häufigsten eingesetzten Hakenköder für den Fang von Karpfen darstellen. Findet der Karpfen im direkten Umfeld des Köders einige "ungefährliche" und artgleiche Boilies, nimmt er oftmals auch die mit Greifer gespickte Kugel ohne Argwohn auf.

Gute Karpfenköder findest du hier: Boilies

Karpfenfutter - Pellets

Pellets üben aufgrund ihrer Eigenschaften eine starke Lockwirkung auf die Fische in der Umgebung aus und werden gerne dazu benutzt, den aus Boilies bestehenden Futterplatz noch attraktiver zu gestalten. Da sie auf Öl-Basis hergestellt werden, arbeiten die Pellets bei niedrigen Wassertemperaturen wesentlich schlechter als bei warmem Wasser. Das sollte bei der Futterauswahl zur jeweiligen Session beachtet werden.

Karpfenfutter - Partikel

Partikel sind ein ganzjährig funktionierender Köder. Neben dem Klassiker Mais, zählen sich auch Weizen und Hanf zu den Partikeln. Alle haben gemeinsam, dass die beim Karpfen eine gesteigerte Verdauung und damit einen höheren Stoffwechsel bewirken. Die Fische müssen dann mehr Nahrung aufnehmen, was dem Angler natürlich in die Karten spielt. Vor allem kleine Partikel wie Weizen und Hanf werden auch gerne von Weißfischen angenommen. Meist dauert es nicht lange, bis sich die ersten Kleinfischschwärme am Partikelplatz einfinden. In diesem Fall ist dies ein Vorteil, denn dem Angler gelingt es dadurch mit Hilfe der so genannten Futter-Pyramide schnell zum Erfolg zu gelangen. Die Kleinfisch-Ansammlungen wecken nämlich bereits nach kurzer Zeit das Interesse und den Futterneid der Karpfen, die ansonsten vielleicht nicht oder erst wesentlich später auf den Futterplatz aufmerksam geworden wären. Auf diese Art können auch Short-Sessions mit guten Fangergebnissen enden.

Karpfenfutter - Maden

Maden sind ein genial, wenn man die Karpfen auf Sicht beangeln möchte. Mit einer Madenschleuder lassen sie sich in die Nähe des Zielfisches bugsieren und bewegen diesen dazu, am Platz zu bleiben und im besten Fall auch den Hakenköder aufzunehmen. Auch im Winter bieten Maden einen idealen, kleinen Happen für die dann zumeist zähen und nur sporadisch fressenden Karpfen.

Karpfenfutter - Frolic

KarpfenfutterFrolic und jegliches andere Hundefutter ist beim modernen Karpfenangeln verpönt. Seine Fängigkeit berechtigt es aber absolut dazu, in diese Aufzählung mitaufgenommen zu werden. Da es sich schnell im Wasser zersetzt, lockt es bereits nach wenigen Minuten am Gewässergrund. Wer den Futterplatz über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten möchte, sollte deshalb allerdings regelmäßig nachlegen.

Karpfenfutter - Grundfutter

Grundfutter ist prädestiniert dafür die Karpfen anzulocken ohne sie zu sättigen. Die pulverartige Beschaffenheit sorgt dafür, dass die Fische es nicht schaffen größere Mengen davon zu sich zu nehmen. Um dies so erreichen muss das Futter allerdings mit sehr wenig Wasser angemischt werden. Ist die Mischung zu nass, bilden sich Klumpen, die von den Fischen als Ganzes verschlungen werden können, was einen schnellen Sättigungseffekt nach sich zieht.

Karpfenfutter - Brot

Brot zählt nur dann zum Karpfenfutter, wenn die Sonne im Sommer sehr hoch steht und sich die Karpfen nahe der Wasseroberfläche eingefunden haben. Ein Teppich aus fünf bis fünfzehn Brotstücken sorgt in der Regel nach wenigen Minuten für Aufsehen. Zunächst bei kleinen Weiß- und Brutfischen und wenig später, abermals wegen der zitierten Futter-Pyramide, bei den Karpfen. Das Schwimmbrotangeln gehört zu den spannendsten Arten einen Karpfen zu fangen und garantiert Angeln mit erhöhtem Adrenalinspiegel.

 

Karpfenfutter - Was gibt es bei der Futtermenge zu beachten?

Was bei der Diskussion über das richtige Karpfenfutter gerne vergessen wird ist die richtige Menge. Da diese sich nach vielen variablen Faktoren wie Gewässergröße, Karpfenbestand, Weißfischvorkommen, Strömung, Jahreszeit und Wassertemperatur richtet, ist es schwierig hier eine pauschal gültige Aussage zu treffen. Allerdings sollte man sich, bevor man stumpfsinnig unnötig große Futtermengen abkippt überlegen, ob dies für das betroffene Gewässer unter Berücksichtigung aller Einfluss nehmender Faktoren, überhaupt Sinn macht. Das eingebrachte Futter bleibt letztendlich nämlich im Gewässer, denn nur weil es gefressen wird, ist es nicht einfach weg. Es wird nach der Verstoffwechselung ausgeschieden und sinkt zum Gewässergrund, wo es verweilt und mit seinen Eigenschaften meist negative Spätfolgen für das Gewässer einleitet. Ohnehin ist es wesentlich sinnvoller den Köder dort zu präsentieren, wo gute Chancen darauf bestehen, einen umherziehenden Fisch abzugreifen, als mit übertrieben großen Mengen von Karpfenfutter darauf zu hoffen, den Zielfisch zum Köder zu locken.

 

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01.05.2017 09:20 von Daniel Schulze

Karpfenangeln mit Teig

Karpfenangeln mit Teig - eine Angelmethode, die heute nur noch sehr selten angewendet wird. Und das, obwohl es eine Zeit gab, in der diese Angelei sehr beliebt war, um an die Rüssler zu gelangen. Im Folgenden werden wir überprüfen wie es genau funktioniert und wo die Vor- und Nachteile liegen.

Karpfenangeln mit Teig - warum wird es praktiziert?

Karpfenangeln mit TeigDas Karpfenangeln mit Teig stammt aus einer Zeit, in der der Boilie noch nicht oder nur wenig bekannt war. In dieser Phase war Teig eine willkommene Abwechslung zu Mais, Tauwürmern und Brot, wenn es um den Fang von Karpfen ging. Schließlich konnte man ihn individuell so aufbauen, wie man ihm die größte Lockwirkung und Fängigkeit zutraute. Was den Geruch und den Geschmack angeht, waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Erfindung des Boilies und der Haar-Montage beendete die Ära vom Karpfenangeln mit Teig weitestgehend und so ist sie im Verlauf der Jahre in Vergessenheit geraten. Fragt man heute einen Jungangler, wie man das Karpfenangeln mit Teig anstellt, erhält man als Antwort meist nur ein ratloses Schulterzucken.

Karpfenangeln mit Teig - wie setzt sich der Teig zusammen?

Der Teig, den man zum Karpfenangeln mit Teig benötigt, wird auf einer Mehl-Wasser-Basis aufgebaut. Wichtig ist es, dass sich der Teig beim Angeln sauber zu kleinen Portionen formen lässt, ohne zu sehr zu verkleben. Mit Eiern sorgt man für einen besseren Zusammenhalt der Mischung. Ideal ist der Teig dann, wenn sich daraus problemlos kleine Kugeln in der Größe einer Erbse formen lassen. Früher hat man für eine verstärkte Lockwirkung auf Aromen aus der Backwaren-Abteilung zurückgegriffen. Vanille- und Mandelaromen zählen zu den Klassikern. Wer das Karpfenangeln mit Teig heute testen möchte, der kann natürlich auf die Flavours zurückgreifen, die es mittlerweile für die moderne Karpfenangelei gibt.

Karpfenangeln mit Teig - wie wird er angeboten?

Teig wird normalerweise mit einer ganz normalen Posenmontage, bestehend aus Pose, Blei, Wirbel, Vorfach und Haken, angeboten. Der Teig wird so um den Haken geknetet, dass dessen Spitze noch gerade so spürbar ist, wenn man mit der Fingerspitze draufdrückt. Sichtbar sollte der Haken nicht mehr sein. Hakengrößen zwischen 6 und 8 eignen sich hier sehr gut. Natürlich spricht beim Karpfenangeln mit Teig aber auch nichts gegen eine Präsentation am Grund. Festbleimontagen sind hier aber weniger ratsam, weil man dabei nicht zwingend genau merkt, was am Köder los ist. Gerade dort, wo viele kleine Weißfische unterwegs sind ist dies jedoch wichtig, um abschätzen zu können, wann der Haken leer ist und neu beködert werden muss.

Passendes Karpfenzubehör findest du hier: Karpfenzubehör

Karpfenangeln mit Teig - für welche Gewässer eignet es sich?

Das klassische Gewässer für das Teigangeln ist der gut besetzte Karpfenteich. Aber auch langsam fließendes Wasser ist immer einen Versuch wert. Grundsätzlich ist es überall dort möglich, wo die Rahmenbedingungen den Einsatz der beiden genannten Montagen zulassen und ein nennenswerter Karpfenbestand existiert.

Karpfenangeln mit Teig - welche Fische sind zu erwarten?

In der Regel sind es eher kleinere Fische, die auf die mit Teig ausgelegten Montagen hereinfallen. Dies ist allerdings nur wenig tragisch, denn die Spannung, die gerade beim Angeln mit der Posenmontage erzeugt wird, ist unglaublich. In flachen Abschnitten ist diese Spannung besonders extrem. Nicht selten bemerkt man den Karpfen einige Augenblicke vor den Biss, direkt neben der Pose. Man zählt die Sekunden, bis die Pose zu wandern beginnt und setzt einen beherzten Anhieb. Das Adrenalin schießt dabei in die Adern und der Kampf beginnt. Wer das nicht mal erlebt hat, ist wirklich selbst schuld.

Karpfenangeln mit Teig - welche Vorteile sprechen dafür?

Einer der Vorzüge des Karpfenangelns mit Teig ist, dass man sich seine Köder recht kostengünstig beschaffen kann. Weder Mehl, noch Wasser oder Eier erzeugen hohe Kosten. Außerdem hebt man sich dadurch, dass mittlerweile fast niemand mehr diese Angelei auf der Rechnung hat, deutlich vom Rest ab, was auch häufig zu vermehrten Fischkontakten führt.

Karpfenangeln mit Teig - welche Nachteile sprechen dagegen?

Der ganz klare Nachteil des Teigangelns ist, dass er wesentlich schlechter am Haken hält, als ein Boilie auf dem Haar. Dadurch ist der Teig-Angler ständig gezwungen seine Montagen zu kontrollieren und die Köder gegebenenfalls zu erneuern. Und dennoch weiß er zwischenzeitlich nie wirklich sicher, ob beim Köder alles passt. Der Boilie-Angler hingegen kann im Prinzip zu jedem Zeitpunkt der Session davon ausgehen, dass sein Köder noch vorhanden ist.

 

Karpfenangeln mit Teig - zu welchem Fazit kommt man bei all diesen Aspekten?

Fasst man alle genannten Aspekte zum Thema "Karpfenangeln mit Teig" zusammen, bleibt unterm Strich ganz klar festzuhalten, dass das Teigangeln zwar eine spannende Abwechslung darstellt, aber eben nicht mehr. Die Köder-Industrie stellt dem Angler mittlerweile so interessante und innovative Baits zur Verfügung, dass ein einfacher Wasser-Mehl-Teig nicht dauerhaft mithalten kann. Erlebt haben sollte man das Karpfenangeln mit Teig aber allemal. Denn die beschriebene Spannung, die dabei zwischenzeitlich aufkommt, lässt wirklich jedes Karpfenanglerherz höher, oder besser gesagt, schneller schlagen.

 

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01.01.2017 09:46 von Daniel Schulze

Karpfenköder Frühjahr

Karpfenköder Frühjahr - wenn zwischen März und Mai die Natur aus ihrer Winterruhe erwacht, beginnt das Leben auch unter der Wasseroberfläche. Die Fische fahren allmählich ihren Stoffwechsel nach oben und beginnen damit, regelmäßig Nahrung aufzunehmen. Für Karpfenangler beginnt eine interessante Phase, in der mit dem richtigen Köder konstante Erfolge möglich sind.

Karpfenköder Frühjahr - was sollte man beachten?

Karpfenköder FrühjahrUm der Thematik "Karpfenköder Frühjahr" mit der richtigen Vorgehensweise entgegentreten zu können, sollte man sich zunächst mit den Rahmenbedingungen dieser Jahreszeit auseinandersetzen. Frühjahr bedeutet, dass die Wassertemperaturen einen Bereich erklimmen, ab dem die Karpfen mit regelmäßiger Nahrungsaufnahme beginnen. Diese Schwelle liegt bei etwa 10 Grad. Da der Stoffwechsel langsam hochfährt ist es wichtig, die Futtermengen klein zu halten, um die Fische nicht zu schnell zu sättigen. Das Futter selbst und die Köder müssen auf das Wasser und das Verhalten der Karpfen abgestimmt sein und auch der Ort, an dem der Köder abgelegt wird, erhält in dieser Phase besondere Relevanz.

Karpfenköder Frühjahr - wo sollte man sie ablegen?

Bevor man sich konkret mit Gedanken zu "Karpfenköder Frühjahr" beschäftigt, ist es absolut grundlegend sich zunächst den potentiellen Angelbereichen zuzuwenden. Denn liegt der Köder am falschen Platz, wird er, auch wenn er noch so gut ist, nichts fangen. Da die Fische tagsüber mit Vorliebe flache Areale mit Tiefen zwischen 0,5 und 2 Meter anschwimmen, weil dort die Sonne am ehesten das Wasser erwärmt, ist es sinnvoll genau diese Zonen mit Ködern zu bestücken. Ziehen sich die Karpfen nachts in tiefere Gefilde zurück, weil das Wasser in den Randbereichen nachts wieder schnell abkühlt, ist dort mit gesteigerten Fangaussichten zu rechnen. Auch Passagen, in denen die ersten Wasserpflanzen gedeihen, stellen gute Spots dar, weil die Karpfen dort mit natürlicher Nahrung rechnen können.

Karpfenköder Frühjahr - welche Eigenschaften sollte der Köder mitbringen?

Wegen der im Frühling noch meist recht geringen Wassertemperaturen ist es wichtig, dass der angebotene Köder Eigenschaften besitzt, die eine effektive Lockwirkung auch unter diesen Umständen zulassen.

Karpfenköder Frühjahr - Pellets

Bei der Auflistung zu "Karpfenköder Frühjahr" fallen Pellets leider raus, zumindest im zeitigen Frühling. Denn ist das Wasser zu kalt, schaffen es diese ölhaltigen Köder nicht, ihre vollen Reize zu entfalten. Die Lockstoffe werden nur sehr langsam ans Wasser abgegeben, wodurch die Lockwirkung stark geschmälert wird. Ihre Effektivität ist im Vergleich zum Restjahr unter diesen Umständen sehr gering.

Karpfenköder Frühjahr - Boilies

Boilies sind ein Ganzjahresköder. Allerdings sollte bei der Auswahl darauf geachtet werden, dass sie die vom Hersteller versprochene Wirkung auch im verhältnismäßig kalten Wasser entfalten können.Fängige Boilies findest du hier: Boilies

Karpfenköder Frühjahr - Partikel

Partikel eignen sich ebenfalls immer für den Fang von Karpfen. Eine als Hakenköder präsentierte Maiskette wird auch von Fischen mit geringer Stoffwechseltätigkeit inhaliert.

Karpfenköder Frühjahr - Maden

Neben dem Winter ist auch der Frühling eine der Top-Zeiten für den Einsatz von Maden beim Karpfenangeln. Die Ködergröße, die ein Bündel aus vier bis fünf Maden darstellt, ist neben den Bewegungsreizen der Hauptgrund dafür, warum sie gerne auch von Karpfen genommen werden, die gerade erst aus der Winterruhe erwacht sind.

Karpfenköder Frühjahr - Pop Up

Pop Up zählen definitiv auch zur Gruppe der, für den Anwendungsfall "Karpfenköder Frühjahr", zusammengetragenen Möglichkeiten. Vor allem grelle Farben wie Weiß oder Fluoro-Gelb spielen ihre optischen Reize im oftmals klaren Frühlingswasser aus.

 

Karpfenköder Frühjahr - welche Futtermengen sind angebracht?

Ist die Fragestellung "Karpfenköder Frühjahr" beantwortet, ist es für den Fangerfolg wichtig, den ausgewählten Happen mit Futter entsprechend in Szene zu setzen, um die Karpfen aufmerksam zu machen. Allerdings sollte man es mit der eingebrachten Futtermenge nicht übertreiben. Wie bereits mehrfach erwähnt, ist der Stoffwechsel der Fische gerade dabei hochzufahren. Das heißt, er arbeitet noch nicht auf Höchstleistung und kann anfangs nur geringe Nahrungsmengen aufnehmen und umsetzen. Wer zu viel füttert, sättigt die Fische und begeht damit den größtmöglichen Fehler. Einige kleine Hände voll Futter am Spot genügen, um in dieser Zeit das gewünschte Ziel zu erreichen.

Karpfenköder Frühjahr - welches Futter eignet sich am besten?

Um den Hakenköder beim Karpfenfang im Frühjahr bestmöglich zu unterstützen, eignet sich vor allem Futter, dessen Bestandteile sich leicht verdauen lassen. Partikel wie Mais oder Weizen sind eine Bank. Aber auch geschrotetes Hanf regt die Verdauung der Fische an. Konditioniert man die Mengen richtig, gelingt es die Fische dauerhaft zu füttern, ohne dass ein Sättigungseffekt eintritt. Ebenfalls kann der Platz mit Hilfe von Grundfutter zusätzlich belebt werden. Mischt man das Futter nicht zu feucht an, flockt es im Wasser auf, erzielt eine große Lock- und eine geringe Sättigungswirkung. Am Platz eintreffende Karpfen finden lediglich den Hakenköder und einige wenige, mit der Hand dazu gefütterte Boilies oder Maiskörner vor. Der Fokus wird dadurch schnell auf den mit Haken versehenen Happen gelenkt und so dauert es meist nicht lange, bis der Bissanzeiger zum ersten Mal ertönt.

 

 

 

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