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05.04.2017 06:48 von Daniel Schulze

Karpfenarten

Karpfenarten - für viele Menschen, gerade für alle Nichtangler, ist ein Karpfen ein Karpfen. Wir Angler wissen dies allerdings besser und sind uns darüber im Klaren darüber, dass sich die Fischart Karpfen in mehrere Kategorien, respektive mehrere verschiedene Unterarten einteilen lässt. Im folgenden Text haben wir einige der bekanntesten Arten, mitsamt ihrer markanten Erkennungsmerkmale, aufgelistet. Damit möchten wir allen, die sich bei der Zuordnung ihres Fanges unsicher sind, eine Orientierungshilfe geben. Denn wir sind der Meinung, dass die Unterscheidung der Fänge zum kleinen Einmaleins eines ambitionierten Anglers gehören sollte.

Karpfenarten - Wildkarpfen

Der Wildkarpfen stellt die Urform aller heute bekannten Karpfenarten dar. Alle heute bekannten Arten stammen von ihm ab, sind sozusagen Zuchtformen. Der Wildkarpfen gehört zu den Karpfenarten mit einem spindelförmigen Körper. Er wirkt langgestreckt und ist vollständig mit Schuppen überzogen. Der Wildkarpfen ist extrem widerstandsfähig gegen Krankheiten, steckt Verletzungen, die ihm beispielsweise durch Raubfische zugefügt werden, sehr gut weg und verfügt darüber hinaus über außerordentliche Karftreserven. Schenkt man der Fachliteratur Glauben, so ist diese Robustheit auf den erhöhten Hämoglobin- und Vitamin-A-Spiegel im Blut der Wildkarpfen zurückzuführen. Außerdem kann gesagt werden, dass heutzutage nur noch sehr selten Wildkarpfen anzutreffen sind. Oftmals handelt es sich bei den fälschlicherweise von Anglern als Wildkarpfen bezeichneten Tieren um Mischformen von Karpfenarten. Der Schuppenkarpfen ähnelt dem Wildkarpfen beispielsweise sehr. Nicht nur unerfahrene Angler lassen sich deshalb gerne dazu verleiten, ihren Fang der falschen Gattung zuzuordnen.

Karpfenarten - Schuppenkarpfen

Der Schuppenkarpfen ist dem Wildkarpfen von allen Karpfenarten am ähnlichsten. Sein Körper ist ebenfalls komplett mit Schuppen bedeckt. Beim Schuppenkarpfen sind diese Schuppen regelmäßig angeordnet, beim Wildkarpfen hingegen unregelmäßig. Der Schuppenkarpfen ist in der Regel hochrückiger als der Wildkarpfen. Dennoch gibt es sowohl hochrückige, als auch langgezogene, spindelförmige Schuppenkarpfen. In der Regel wachsen Schuppenkarpfen sehr schnell ab und erreichen recht schnell fangfähige Größen. Die Widerstandsfähigkeit des Wildkarpfens hat sich der Schuppenkarpfen behalten und gehört deshalb zu den robustesten Karpfenarten. Aufgrund dieser Eigenschaften ist der Schuppenkarpfen bei vielen Anglern sehr beliebt. Besonders häufig trifft man Schuppenkarpfen bei der Flussangelei an. Sie sind hier wesentlich stärker vertreten, als beispielsweise Spiegel- oder Lederkarpfen.

Karpfenarten - Spiegelkarpfen

Der Spiegelkarpfen lässt sich recht leicht von den anderen Karpfenarten unterscheiden. Sein Erscheinungsbild zeichnet sich durch eine einzige Schuppenreihe aus, die sich entlang des Rückens von Nacken bis hin zum Schwanz zieht. Von Fisch zu Fische ist diese Schuppenreihe unterschiedlich stark ausgeprägt, aber dennoch immer deutlich erkennbar. Weitere Schuppen sind nur vereinzelt vorhanden und befinden sich oftmals an der Schwanzwurzel oder an den übrigen Flossenansätzen. Der Spiegelkarpfen ist in der Regel hochrückig. Nur sehr selten treten langgezogene Exemplare des Spiegelkarpfens auf. Außerdem erreicht der Spiegelkarpfen von allen Karpfenarten das höchste Gewicht. Nicht zuletzt deshalb ist er als Speisefische, sowie als Besatzfisch für Vereinsgewässer so beliebt.

Karpfenarten - Zeilenkarpfen

Der Zeilenkarpfen ist durch eine Schuppenzeile erkennbar, die sich entlang seines Seitenlinienorgans zieht. Diese Zeile kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Bei manchen Fischen ist sie vollständig ausgebildet, bei anderen lässt sie sich eher erahnen. Ab und an kommt es auch vor, dass statt einer Schuppenzeile zwei Zeilen vorhanden sind. Diese sitzen dann direkt übereinander und orientieren sich, wie gewohnt, an der Seitenlinie. Zeilenkarpfen werden im Vergleich zu den anderen Arten viel seltener gefangen und zählen bei Karpfenanglern deshalb als besondere Fische. Außerdem wachsen Zeilenkarpfen langsamer und erreichen nur geringere Spitzengewichte als andere Karpfengattungen.

Karpfenarten - Lederkarpfen

Der Lederkarpfen unterscheidet sich von den anderen Karpfenarten dadurch, dass er keine Schuppen aufweist, zumindest in der Theorie. In der Natur kann es dennoch vorkommen, dass vereinzelte Schuppen auftreten. Seine Haut ist dicker und wesentlich robuster als die der anderen Karpfenarten und fungiert als Schutz gegen äußere Einflüsse. Er besitzt weniger Schlundzähne und Kiemenbögen als andere Karpfen. Um den Lederkarpfen von Spiegelkarpfen zu unterscheiden ist es hilfreich, sich die Flossenansätze etwas genauer anzusehen. Beim Spiegelkarpfen sind an diesen Stellen in der Regel Schuppen vorhanden. Beim Lederkarpfen sind an den Flossenansätzen keine Schuppen vorhanden. Außerdem kann der Lederkarpfen bei den erreichbaren Maximalgewichten nicht mit dem Spiegelkarpfen mithalten.

Karpfenarten - Koikarpfen

KarpfenartenKoikarpfen stellen die wohl am leichtesten erkennbare Art dar. Ihre traumhaften Farben und Farbkombinationen ergeben in Verbindung mit ihrer teils imposanten Größe einen Blickfang für jeden Karpfenangler, an dem man sich kaum satt sehen kann. In einigen Gewässern ist es möglich Kois beim Karpfenangeln zu erbeuten. Ein Fang eines solchen Fisches ist für viele Angler eine absolute Traumvorstellung. Außerdem wird der Koikarpfen gerne als Zierfisch in Aquarien und Teichen gehalten. Bei dieser Art der Haltung sind die Fische oftmals recht empfindlich gegen äußere Einflüsse. Der Besitzer muss deshalb ständig am Ball bleiben und die Lebensbedingungen optimal halten.

 

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17.08.2013 23:35 von Daniel Schulze

Silberkarpfen- Wissenswertes über diese Karpfenart

Merkmale, Verbreitung, Nahrung und Fortpflanzung der Silberkarpfen

Der gesellige Freiwasserfisch zählt zu den Karpfen und ist in der Regel in größeren Gruppen zu finden. Der Silberkarpfen kann bis zu einem Meter Länge erreichen, wobei die meisten Exemplare aber wesentlich kleiner bleiben. Silberkarpfen verfügen einen 15 Mal längeren Darm als ihr Körper ist und zeigen enorm kleine Schuppen auf der Körperoberfläche. Ursprünglich war der Silberkarpfen in Asien beheimatet, verbreitete sich aber durch gezielte Zuchten außerhalb seines natürlichen Habitats und ist auch in großen Seen Mitteleuropas zu finden. Hier lebt der Silberkarpfen gemeinsam mit dem Graskarpfen und dem Marmorkarpfen.
Silberkarpfen

Besondere Merkmale des Silberkarpfen

Auffallend ist der lange Darm, welcher 15 Mal länger als der gesamte Körper des Fisches ist. Ebenfalls fällt er durch eine nach oben gebogene Mundspalte und sehr kleine, unterhalb der Kopfmitte liegende Augen auf. Die Zeichnung der Seitenlinie führt nach hinten zum Bauch und wirkt durchgebogen. Silberkarpfen haben nur sehr kleine Schuppen und eine grünlich-graue glänzende Haut auf dem Körper. Die Schuppen werden beim Silberkarpfen mit 110 bis 124 Stück pro Tier angegeben. Durch seinen grünlich-grauen Rücken und die stark silbern schimmernden Seiten erhielt der Silberkarpfen seinen Namen. Diese Fische können eine Länge von maximal 10cm und ein Gewicht von bis zu 60kg erreichen.

Verbreitung des Silberkarpfen

In seiner natürlichen Heimat war der Fisch in den Flüssen und angrenzenden stehenden Gewässern zu finden. Vor allem in Ostasien, dem Armurgebiet und Zentralchina hat der Silberkarpfen seinen Ursprung und verbreitete sich von dort aus über die ganze Welt. Um auch nach Mitteleuropa und in andere Länder zu gelangen, wurde er im asiatischen Raum gefangen und durch Aussetzen verbreitet. Durch seine geringen Ansprüche an den Lebensraum gelang die Verbreitung sehr schnell und sorgte dafür, dass Du den Silberkarpfen heute auch in deutschen Gewässern finden und angeln kannst. Unterdes ist er in Fischfarmen zu finden und gehört zu den viel verbreiteten Karpfenarten in großen Seen, aber auch in künstlich angelegten Gewässern und in Zuchten.

Fortpflanzung der Silberkarpfen

Silberkarpfen vermehren sich über Laich. Im natürlichen Lebensraum legen sie von Mai bis Juli im strömenden 23-24° warmen Wasser bis zu 500.000 Eier. Die pelagisch schlüpfende Brut bedarf keiner Brutpflege durch ein Silberkarpfen Muttertier und ernährt sich nach dem Verzehr des Dottersack von Zooplankton. Eine natürliche Fortpflanzung der Silberkarpfen ist in Mitteleuropa praktisch ausgeschlossen. Hier laichen die Silberkarpfen von April bis Mai und legen in der Regel weniger Eier als im natürlichen Habitat. Dafür müssen bestimmte, der Natur nahe kommende Zuchtbedingungen vorherrschen. Erst im Alter von 3-5 Jahren sind Silberkarpfen geschlechtsreif.

Ernährung der Silberkarpfen

Der Silberkarpfen zählt zu den ostasiatischen Pflanzenfressern und bevorzugt rein vegetarische Nahrung. Für die Zucht im heimischen Teich gibt es spezielles Futter, welches dem Karpfen alle wichtigen Nährstoffe und Vitamine gibt. Silberkarpfen ernähren sich vorwiegend von Plankton und bevorzugen eine Partikelgröße von bis zu 0.1 Millimeter. Der junge Silberkarpfen nimmt auch Kleintiere auf, ändert seine Nahrungsgewohnheiten aber mit einer Körpergröße von 5 Zentimetern zur rein pflanzlichen Nahrungsaufnahme. Um dem Silberkarpfen eine natürliche und gesunde Ernährung zu bieten, sollte der Teich Plankton und Algen enthalten und nicht zu klar gehalten werden.

Alles zum Angeln auf Karpfen finden Sie unter: Karpfenangeln

Diese Fische sind optisch leicht mit dem Marmorkarpfen zu verwechseln und auf den ersten Blick fast identisch.

Wir hoffen, dass Ihnen der Bericht über diese Karpfenart gefallen hat und freuen uns auf Ihren nächsten Besuch in unserem Angelblog

Ihr Angeln Neptunmaster Team

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12.08.2013 18:54 von Daniel Schulze

Schuppenkarpfen - Eine beliebte Karpfenart in der Vorstellung

Merkmale, Verbreitung, Nahrung und Fortpflanzung der Schuppenkarpfen

Schuppenkarpfen - Der Schupenkarpfen ist ein besonders faszinierendes Exemplar in der Familie der Karpfenfische. Seine Erscheinungsform ist der des ursprünglichen Karpfens am ähnlichsten und er ist im Gegensatz zu vielen anderen Züchtungsformen gänzlich von einem schillernden Schuppenkleid überzogen. Daher stammt auch der Name Schuppenkarpfen. Während beim Wildkarpfen diese Schuppen unregelmäßig angeordnet sind, verfolgen sie beim Schuppenkarpfen ein schönes, regelmäßiges Muster.

Schuppenkarpfen

Den Schuppenkarpfen erkennen

Als Angler ist man immer darauf bedacht, die Beutefische einwandfrei zu bestimmen. Der Schuppenkarpfen weist viele charakteristische Merkmale auf, an denen man ihn leicht erkennen kann. Der Körper des Schuppenkarpfen ist hochrückig und an den Seiten abgeflacht. Das Rüsselmaul ist vorstülpbar und auf der Oberlippe findet man vier Bartelfäden. Auch an der Färbung der Flosssen kann der Angler den Schuppenkarpfen leicht erkennen. Sowohl die Brust- und Bauchflossen als auch After- und Schwanzflosse weisen eine rötlichen Färbung auf, die für den Schuppenkarpfen kennzeichnend ist. Der Schuppenkarpfen erreicht eine Größe von bis zu 120 Zentimetern. Nur, wenn die Fische unter idealen Bedingungen leben, so können einige Exemplare diese kapitale Größe. Das durchschnittliche Körpergewicht der Fische liegt dann bei etwa 25 Kilo.

Die besten Plätze zum Angeln von Schuppenkarpfen

Wer sich den Schuppenkarpfen als Zielfisch gewählt hat, kann diesen in vielen unterschiedlichen Gewässern finden. Dieser Fisch ist im Bezug auf die Wasserqualität nicht besonders wählerisch und ist deshalb auch in Teichen beheimatet, die sich durch einen niedrigen Sauerstoffwert auszeichnen. In der Regel bevorzugt er warmes Wasser und zieht stille Gewässer den fließenden vor. Teiche, Baggerseen oder ruhige Flussarme sind deshalb die liebsten Standorte dieser Fische.


Der Schuppenkarpfen ist nicht nur in Deutschland zu Hause. Fast auf der ganzen Welt wird der Schuppenkarpfen geschätzt. Es macht Freude, diesen Fisch au angeln, da er dem Sportler einen guten Kampf bietet. Gleichzeitig ist der Schuppenkarpfen auch ein begehrter Speisefisch, der überall gerne gegessen wird. So kann man auch am Urlaubsort auf ein Karpfenangeln freuen. Die Ausnahme macht hier Australien. Hier wird der Schuppenkarpfen als Schädling und Bedrohung für die einheimische Fauna angesehen und seine Zucht ist verboten.

Alles Nötige zum Karpfenangeln findet ihr unter: Karpfenangeln

Schuppenkarpfen und ihr Fressverhalten

Für den Angler ist es stets besonders wichtig, das Fressverhalten des Zielfisches zu kennen. Der Schuppenkarpfen zeichnet sich in dieser Hinsicht durch beständige Futtersuche und Fressen aus. Er verbringt den größten Teil des Tages mit der Nahrungssuche. Dabei sucht es seine Nahrung sowohl am Boden als die Nahrung sowohl am Boden des Gewässers, als auch am Ufer, wo er unter Überhängen und an alten Wurzeln ein reiches Nahrungsangebot findet. Der Schuppenkarpfen gilt als Friedfisch, was jedoch nur bedingt richtig ist. Zwar besteht ein Großteil seiner Nahrung aus Pflanzen, er sucht den Boden der Gewässer jedoch auch nach Würmern, Schnecken, Muscheln, Kleinkrebse und Insektenlarven ab. Zuweilen leidet der Schuppenkarpfen unter Proteinmangel. Zu solchen Zeiten macht er auch Jagd auf kleine Fische, um seinen Proteinhaushalt auszugleichen.


Zucht der Schuppenkarpfen

Der Schuppenkarpfen ist in der Züchtung nicht anspruchsvoll und kann in Teichen leicht gehalten werden. Zur Fortpflanzung benötigt er Wassertemperaturen von 15 bis 20 Grad. Ist das Wasser warm genug, so legt das Weibchen zwischen Mai und Juni die Eier ab, die sich an den Teichpflanzen anhaften. Schon nach wenigen Tagen schlupfen die Jungfische aus. Nach etwa drei Jahren erreichen sie die Geschlechtsreife.

Wir hoffen, dass Ihnen unser Angelbericht über den Schuppenkarpfen gefallen hat und würden uns freuen, Sie häufiger bei uns im Angelblog begrüßen zu dürfen.

Ihr Angelshop Neptunmaster Angelteam

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11.08.2013 23:43 von Daniel Schulze

Lederkarpfen - Eine Karpfenart stellt sich vor

Wissenswertes über den Lederkarpfen - Merkmale, Verbreitung, Nahrung und Fortpflanzung der Lederkarpfen

Lederkarpfen -Dieses Mal stellen wir ihnen mit dem Lederkarpfen eine Karpfenart vor, die nicht in jedem Gewässer vorkommt, aber es Wert ist, über sie zu berichten.

Spiegelkarpfen - Nah verwandt mit dem Lederkarpfen

Merkmale der Lederkarpfen

Der Lederkarpfen wird auch Nacktkarpfen genannt, da dieser gänzlich schuppenlos ist. Wie alle Karpfen stammt er vom Wildkarpfen ab.

Der Rücken vom Lederkarpfen ist jedoch etwas höher und der Bauch etwas dicker. Die Rückenflosse ist verhältnismäßig groß, welche in den meisten Fällen jedoch defekt ist. Ihr fehlen praktisch einige Flossenstrahlen. Die Schwanzflosse ist nur schwach gegabelt.

Außerdem besitzt der Karpfen zwei kurze Barteln oben und zwei längere Barteln unten. Sein Maul erinnert an einen Rüssel, welcher etwas vorgestülpt ist.

Er gehört zu den Cypriniden, da er weder Zähne im Maulbereich, noch eine Fettflosse besitzt. Eine weitere Besonderheit ist die Anomalie der Kiemendornen- und blättchen. Diese ist bei Lederkarpfen erheblich verringert. Somit sind diese Fische anfälliger für niedrigere Sauerstoffgehalte.

Ausschließlich mit Hilfe seiner Schlundzähne, welche auch in verringerter Anzahl wie bei den Schuppen- oder Spiegelkarpfen vorhanden sind, zerkleinert er harte Nahrung. Der Lederkarpfen ist ein sehr großer und kräftiger Fisch.

Er kann bis zu 1,20 Meter lang werden und ca. 30 kg schwer. Das Gewicht und seine Kraft weiß der Fisch bei einem Drill genau einzusetzen. Deswegen ist der Lederkarpfen auch ein sehr beliebter Fisch bei Anglern.

Gegenüber anderen Züchtungen unterscheidet sich der Karpfen hauptsächlich, wie bereits erwähnt, in seiner Schuppenlosigkeit. Der Lederkarpfen besitzt eine geringe Regenerationsfähigkeit, die ihm Nachteile verschafft. Das Wachstum ist wesentlich langsamer als bei anderen Karpfenarten.

Die Verbreitung de Lederkarpfen

Ursprünglich stammt der Lederkarpfen aus Asien. Durch die Römer kam dieser Fisch erst nach Europa. Gehalten wird er in der Regel nur als Speisefisch. Inzwischen ist der Lederkarpfen auf der ganzen Welt zuhause. Lediglich in Australien darf er weder gezüchtet noch ausgesetzt werden, da er dort als Schädling gilt. Der Lederkarpfen bevorzugt warme, langsam fließende bis stehende Gewässer mit starkem Pflanzenwuchs und einem sandigen bis schlammigen Boden.

Das frisst der Lederkarpfen

Der Lederkarpfen ist eigentlich zu jeder Zeit am Fressen. Er hat auch einen relativ großen Speisezettel, auf dem unter anderem Pflanzentriebe, Würmer, Wurzeln, Insektenlarven, Kleinkrebse und viele andere kleine Tiere, die am Gewässergrund leben, zu finden sind. Da er sowohl tag- als auch nachtaktiv ist, ist er für Angler zu nahezu jeder Tageszeit fangbar. Die Fresszeiten des Karpfens unterscheiden sich je nach Gewässer sehr stark.

Eine Auswahl guter Karpfenköder für Lederkarpfen finden Sie unter: Karpfenköder

Fortpflanzung und Feinde der Lederkarpfen

Je nachdem wie die hoch die Temperatur ist, vollzieht sich das Laichen der Lederkarpfen in der Zeit von Mai bis Juli. Wie viel Eier ein Karpfenweibchen ablegt, ist vom Gewicht und von der Körpergröße abhängig. Die Anzahl der Eier der Lederkarpfen liegt somit bei ca. 100 000 bis 300 000 pro Kilogramm.

Bei einer Wassertemperatur von 15 bis 20 °C entwickeln sich die 1 bis 1,5 Millimeter großen Eier zu winzigen Lederkarpfen. Dies dauert zirka drei bis fünf Tage. Anfangs ernähren diese sich ausschließlich vom Dottersack, später auch von Pflanzen. Aufgrund der hohen Anzahl der Eier erfolgt keine Brutpflege, sodass auch sehr viele der kleinen Lederkarpfen gefressen werden.

Fische wie Barsche, Zander und Hechte fressen sowohl Brut als auch die Jungfische. Der Waller verspeist sogar Karpfen bis zu einem Gewicht von 5 Kilogramm, was Angler gar nicht gerne sehen, denn größere Karpfen sollten im Gewässer bleiben um den Bestand aufrecht erhalten zu können.

Wir hoffen, dass ihnen der Bericht über Lederkarpfen auf unserer Angelseite gefallen hat und würden uns freuen, sie bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen.

Ihr Angeln Neptunmaster Angelteam

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10.08.2013 10:49 von Daniel Schulze

Koikarpfen - Eine faszinierende Karpfenart aus Asien

Merkmale, Verbreitung, Nahrung und Fortpflanzung der Koikarpfen

Koikarpfen - Der Koikarpfen war in seiner Urform einfarbig und ohne die heute bekannten und beliebten farbigen Akzente. Seine ursprüngliche Herkunft ist nicht klar definiert, wobei Sie davon ausgehen können, dass dieser Fisch, der übersetzt "Brotkarpfen" heißt, aus Europa stammt und später nach Asien eingeführt wurde. Heute ist um den Koikarpfen ein regelrechter Kult entstanden. Aus seiner Urform haben sich durch erfolgreiche Nachzucht, in welcher sich vor allem auf die Farbzucht fokussiert wird, verschiedene Hauptformen und über 100 Unterarten entwickelt.

Koikarpfen

Merkmale der Koikarpfen

Der Koikarpfen fällt durch seine enorme Farbvielfalt und Größe auf. Mit einer Länge von bis zu einem Meter, ist der Koikarpfen der größte Zierfisch im Gartenteich. Hierbei richtet sich seine tatsächliche Größe nach der Größe des Gewässers, in dem er lebt. Auch wenn er als besondere Zuchtform des herkömmlichen Karpfens gilt, werden Ihnen die karpfentypischen Barteln unter seinem Maul auffallen. Koikarpfen können in ihrer Anschaffung sehr preisintensiv sein, wobei sich die Kosten für diese Zierfische nicht nur nach den Farben, sondern ebenfalls nach der Art der Beschuppung der Haut richtet. Der Koikarpfen kann wie ein Wildkarpfen, aber auch wie ein Leder-, Spiegel- oder Zeilkarpfen nur teilweise mit Schuppen bedeckt sein. Mit einem Gewicht von bis zu 25 Kilogramm und einem Alter bis zu 60 Jahren, gehört er nicht nur zu den größten, sondern auch zu den schwersten und ältesten Zierfischen.

Verbreitung der Koikarpfen

Beim Koikarpfen handelt es sich um einen Süßwasser Fisch, der überall auf der Welt zuhause ist. Sie finden ihn kaum in natürlichen Gewässern, sondern vorwiegend in Gartenteichen und Zuchtanlagen. Längst hat der Koikarpfen in allen Farbformen seinen Weg aus Asien gefunden und ist in Deutschland, sowie auf der ganzen Welt ein beliebter Zierfisch in der Außenhaltung. Aufgrund ihrer schönen Farbformen, hat sich die Liebe zum Koikarpfen schnell verbreitet und mit ihr die Haltung der wundervollen Zierfische. In ihrer natürlichen Urform, sind Koikarpfen vorwiegend in Asien in natürlichen Gewässern anzutreffen, gelten aber auch hier in freier Wildbahn eher als Seltenheit.

Nahrung der Koikarpfen

Die Koikarpfen sind Allesfresser und nehmen pflanzliche, als auch tierische Kost zu sich. Für die Gesunderhaltung der Zierfische im Gartenteich ist es notwendig, abwechslungsreiche Kost zu bieten und vor allem auf eine ausgewogene Ernährung ohne Überfütterung zu achten. Da der Koikarpfen nicht über Zähne vorn im Maul verfügt und sein Futter im Ganzen schluckt, muss es in passender Größe angeboten und sollte keinesfalls in zu großen Stücken gereicht werden. Handelsübliches Koifutter präsentiert sich in unterschiedlichen Formen und enthält die wichtigen Nährstoffe, sowie eine für den Koi und seiner Körpergröße passende Form und Größe der Pellets oder Brocken. Harte Brocken knackt der Koikarpfen mit seinen Schlundzähnen.

Fortpflanzung der Koikarpfen

In bevorzugt warmen Gewässern gelingt die Fortpflanzung der Koikarpfen ohne auftretende Probleme. Sie paaren sich in Ufernähe, wobei das Weibchen die Rogen nicht sofort ablegt, sondern bis zu 15 Tagen unter ihrem Bauch mit sich trägt. Koikarpfen Weibchen legen ihre Eier an Pflanzenteile und betreiben keine Brutpflege. Sind die Eier erst einmal abgelaicht, sind sie und die daraus schlüpfenden jungen Kois sich selbst überlassen. Aufgrund der einfachen Bedingungen für die Fortpflanzung und Aufzucht, können Koikarpfen in großer Menge auch in heimischen Gartenteichen gezüchtet und problemlos aufgezogen werden.

Alles zum Thema Karpfenangeln finden Sie unter: Karpfenangeln

Wir hoffen, dass Ihnen der Bericht über Koikarpfen gefallen hat und freuen uns auf ihren nächsten Besuch in unserem Angelblog.

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04.08.2013 20:26 von Daniel Schulze

Marmorkarpfen - eine interessante Karpfenart im Überblick

Die Karpfenart aus Asien jetzt auch in Europa: Der Marmorkarpfen

Marmorkarpfen - Der Marmorkarpfen, wissenschaftlich auch als Hypophthalmichtys Nobilis bezeichnet einen der Familie der Karpfenfische angehörenden Freiwasserfisch, der in den 1960er Jahren in europäischen Gewässern ausgesetzt wurde und sich seitdem auch in deutschen Flüssen weit verbreitet hat. Wie aber können Sie als Angler einen Marmorkarpfen schnell von den übrigen Karpfenarten unterscheiden? Die wichtigsten Eigenschaften eines Marmorkarpfens werden hier aufgeführt.

Nachfolgend finden Sie ein Bild des nahen Verwandten Silberkarpfen, der ähnlich aussieht nur eher einfarbig grau ist.

Silberkarpfen ein enger Verwandter der Marmorkarpfen

Marmorkarpfen - Seine Merkmale

Der Marmorkarpfen zeichnet sich durch seine starke Ähnlichkeit mit dem Silberkarpfen aus. Da der Silberkarpfen in der Regel jedoch eine einheitliche Körperfärbung aufweist, sollte bei einem Marmorkarpfen der Bauch im Auge behalten werden. Zwischen der Bauch- und der Afterflosse ist bei einem Marmorkarpfen eine Linie mit gekieltem Muster sichtbar. Auch die Körperfärbung ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal, da sie im Gegensatz zum Silberkarpfen ein wenig dunkler ausfällt. Die Augen des Marmorkarpfens liegen tiefer als bei seinem silbrigen Artgenossen, und seine Rückenflosse verfügt über mehr Strahlen als die des Silberkarpfens. Er kann bis zu 1,5 Metern Länge und etwa 40 bis 50 kg Gewicht erreichen. Der Marmorkarpfen ist ein geselliger Fisch und lebt daher in Schwärmen.

Wo lebt der Marmorkarpfen? - Seine Verbreitung

Ursprünglich entstammt der Marmorkarpfen den südchinesischen Flüssen und stehenden Gewässern. Er wurde in vielen asiatischen und europäischen Flüssen ausgesetzt. Der Marmorkarpfen kann bei Wassertemperaturen von 4° bis 26 °C existieren und erweist sich daher auch im europäischen Raum als überlebensfähig. Sein Vorkommen ist auf Gewässer spezialisiert, die eine Tiefe ab fünf Metern aufweisen. Unter optimalen Bedingungen kann der Marmorkarpfen ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen. Inzwischen kann er nahezu an allen Orten der Nordhalbkugel in Süßwasserseen und Süßwasserflüssen überleben. Während der Winterzeit befinden sich Marmorkarpfen im tieferen Bereich des heimischen Gewässers. Auch der Marmorkarpfen lebt in Seen und Flüssen, welche im Winter nicht vollständig durchfrieren.

Ernährung der Marmorkarpfen

Ursprünglich wurde der Marmorkarpfen zusammen mit dem Silberkarpfen und dem Graskarpfen zur Bekämpfung von Wasserpflanzen eingeführt. Dies erwies sich jedoch nur bei seinen beiden Artgenossen als effektiv. Wasserpflanzen gehören nicht zu den Hauptnahrungsmitteln eines Marmorkarpfens. Er ernährt sich von Zooplankton aus dem Freiwasser und frisst nur hin und wieder auch Algen. Dabei ernährt er sich nicht von im Wasser umher schwimmenden Stoffen. Seine Nahrungsquelle liegt am Grund des Gewässers. Gute Angelköder zum Angeln auf Marmorkarpfen finden Sie hier: Karpfenköder

Marmorkarpfen und das Problem mit der Fortpflanzung

So anpassungsfähig, wie der Marmorkarpfen betreffend seiner Lebensräume erscheint, so wählerisch ist er jedoch, was seine Fortpflanzung und Vermehrung angeht. In Mitteleuropa kann eine natürliche Vermehrung auf Grund einiger Bedingungen wie z.B. der Wassertemperatur gar nicht stattfinden. Brutvorgänge können sich nur an tiefen Gewässerstellen, die eine Wärme von 22° bis 30° C aufweisen, ereignen. Außerdem muss eine für die Fische angemessene Wasserströmung herrschen, und der Sauerstoffgehalt darf weder zu hoch, noch zu niedrig sein. Der Laich wird nicht in der Tiefe, sondern weiter oben im Gewässer oder sogar an der Wasseroberfläche verteilt. Zwischen drei und acht Tage brauchen die Brütlinge, um sich weiter zu entwickeln und schließlich schlüpfen zu können. Da die Bedingungen für die Fortpflanzung von Marmorkarpfen hierzulande oftmals nicht gegeben sind, werden inzwischen an einigen Orten künstliche Fortpflanzungsbedingungen geschaffen.

Wir hoffen, dass Ihnen auch dieser Bericht in unserem Karpfenblog gefallen hat und würden uns freuen, Sie häufiger bei uns auf der Karpfenseite begrüßen zu dürfen.

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