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23.06.2018 14:28

Karpfenköder

Für sehr viele Angler ist der Karpfen ein sehr interessanter Zielfisch. Er erreicht kapitale Größen und liefert meist kraftvolle und spannende Drills. Er gehört neben dem Wels zu den kampfstärksten Fischen unserer Gewässer. Oftmals wird über das Angelgerät und die Kleinteile zum Karpfenangeln gesprochen. Wir möchten den Fokus heute allerdings mal auf die Karpfenköder legen und zeigen, mit welchen Ködern sich die großen Friedfische überhaupt überlisten lassen. Dabei wird nicht nur dargestellt, was sich als Karpfenköder eignet, sondern auch warum und welche Vorbereitungsmaßnahmen es für einige Köder zu treffen gilt.

 

KarpfenköderBoilies sind tolle Köder zum Karpfenangeln

Boilies sind eine absolute Bank als Karpfenköder! Sie werden am Haar der Haarmontage angeboten. So gelingt dem Angler eine recht gezielte Angelei, da er kleine, störende Weißfische weitestgehend ausschließen kann. Die Größe der Boilies kann zwischen 10 und 30 Millimeter betragen. In manchen Gewässern laufen größere Boilies besser, anderenorts werden kleine Boilies bevorzugt. Was die Geschmacksrichtungen angeht, sind der Fantasie des Anglers keine Grenzen gesetzt. Fruchtige, süße Boilies sind ebenso erhältlich wie würzige, fischige oder fleischige Kugeln. Welche Geschmacksrichtung am besten funktioniert hängt von Gewässer, Jahreszeit und der individuellen Vorliebe der Karpfen ab. Es gibt Boilies in jeder erdenklichen Farbe, was sie in ihrer attraktiven Wirkung als Karpfenköder zusätzlich optimiert.

 

Karpfenköder - schwimmende Pop Ups

Pop Ups unterscheiden sich von normalen Boilies darin, dass sie unter Wasser auftreiben anstatt zum Grund zu sinken. Gerade in verkrauteten Gewässern oder Gewässerpassagen kann dieser Auftrieb den entscheidenden Unterscheid ausmachen. Denn währen die sinkenden Boilies auf dem Grund aufliegen und zwischen dem dort vorkommenden Kraut versinken, kann der Angler den Pop Up knapp über dem Kraut anbieten. Dadurch bleibt er für die Karpfen deutlich erkennbar, während die sinkenden Boilies gänzlich aus dem Blickfeld verschwinden. Gesteigert werden kann der optische Effekt noch, indem man Pop Ups in sehr grellen Farben verwendet.

 

Pellets sind gute alternative Angelköder

Um Karpfen auf einen Platz aufmerksam zu machen, lassen sich Pellets sehr gut verwenden. Wenn man von Pellets als Karpfenköder spricht, meint man damit zylindrige Köder, die aus Fischmehlen und Fischölen gepresst werden. Diese Pellets geben unter Wasser eine große Lockwirkung ab. Wenn sie sich nach und nach auflösen, treten neben den Partikeln der Mehle auch die Öle und die Aromen aus diesem Karpfenköder aus und verbreiten dadurch einen effektiven Lockschleier, der von den Fischen rasch gewittert wird. Allerdings funktionieren diese Prozesse im warmen Wasser wesentlich besser als im kalten Nass, da sich die Öle bei höheren Temperaturen einfach besser lösen. Fischmehlpellets kann man in verschiedenen Größen erwerben und auch der Kauf größerer Gebinde ist möglich. Säcke mit Füllgewichten von bis zu 25 Kilogramm gehören zum Standard und ersparen dem Angler ständige Fahrten in den Angelladen, weil kontinuierlich für neue Karpfenköder gesorgt ist. Ebenso können Pellets als Hakenköder angeboten werden. Man montiert sie dazu, genau wie die Boilies, am Haar der Haarmontage.

 

Karpfenköder - Mais & Tigernüsse

Wenn es um Karpfenköder geht, führt auch kaum ein Weg an Mais vorbei. Zunächst ein paar Worte zu dem in Anglerkreisen sehr populären Dosenmais. Er wird normalerweise von Karpfenanglern gemieden. Allerdings gibt es Situationen, in denen er einige Trümpfe auf seiner Seite hat. Bei Kurzansitzen darf der Dosenmais zum Beispiel eigentlich nicht fehlen. Warum? Weil er durch sein Aroma sehr schnell für Aktivität am Platz sorgt. Und auch die weiche Konsistenz, für die er sonst so verteufelt wird, spielt ihm hier in die Karten. Denn dadurch, dass er weich ist, kann er leicht von Weißfischen aufgenommen werden. Innerhalb kürzester Zeit sammeln sich dadurch mehr und mehr Weißfische auf dem Spot, was die Aufmerksamkeit größerer Fische erregt. Es dauert daher häufig nicht lange, bis der Mais Karpfen anlockt und die Hakenköder gefunden werden. Aber auch der Hartmais, den man zu kleinen Preisen im Getreidegroßhandel kaufen kann, ist eine absolute Bereicherung für den Futterplatz. In Wasser gekocht und aufgequollen, macht dieser Karpfenköder die Fische verrückt. Besonders dort wo die Karpfen noch nicht mit Boilies vertraut sind, spielt der Mais seine Stärken aus. Auch dort, wo ein hoher Befischungsdruck vorliegt und sehr oft Boilies als Hakenköder verwendet werden, sorgt der Mais für stramme Schnüre, da die Fische diese Köder einfach nicht so schnell mit Gefahr verbinden. Ohne Tigernüsse im Futtereimer fährt mittlerweile fast kein Karpfenangler mehr ans Wasser. Es handelt sich dabei um die Knolle eines Gewächses, welches vor allem in Südeuropa und Nordafrika als Speisepflanze angebaut wird. Die Behandlung der Tigernüsse sollte so erfolgen, wie beim Hartmais beschrieben. Wenn die Tigers dann eine schleimige, zähflüssige Schicht ausbilden, sind sie genauso, wie die Karpfen sie lieben. Auch Tigernüsse lassen ist bestens am Haar anbieten. Geniale Dienste erweisen sie auch in Kombination mit einem Boilie als Hakenköder.

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01.05.2017 09:20

Karpfenangeln mit Teig

Karpfenangeln mit Teig - eine Angelmethode, die heute nur noch sehr selten angewendet wird. Und das, obwohl es eine Zeit gab, in der diese Angelei sehr beliebt war, um an die Rüssler zu gelangen. Im Folgenden werden wir überprüfen wie es genau funktioniert und wo die Vor- und Nachteile liegen.

 

Karpfenangeln mit Teig - warum wird es praktiziert?

Karpfenangeln mit TeigDas Karpfenangeln mit Teig stammt aus einer Zeit, in der der Boilie noch nicht oder nur wenig bekannt war. In dieser Phase war Teig eine willkommene Abwechslung zu Mais, Tauwürmern und Brot, wenn es um den Fang von Karpfen ging. Schließlich konnte man ihn individuell so aufbauen, wie man ihm die größte Lockwirkung und Fängigkeit zutraute. Was den Geruch und den Geschmack angeht, waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Erfindung des Boilies und der Haar-Montage beendete die Ära vom Karpfenangeln mit Teig weitestgehend und so ist sie im Verlauf der Jahre in Vergessenheit geraten. Fragt man heute einen Jungangler, wie man das Karpfenangeln mit Teig anstellt, erhält man als Antwort meist nur ein ratloses Schulterzucken.

 

Karpfenangeln mit Teig - wie setzt sich der Teig zusammen?

Der Teig, den man zum Karpfenangeln mit Teig benötigt, wird auf einer Mehl-Wasser-Basis aufgebaut. Wichtig ist es, dass sich der Teig beim Angeln sauber zu kleinen Portionen formen lässt, ohne zu sehr zu verkleben. Mit Eiern sorgt man für einen besseren Zusammenhalt der Mischung. Ideal ist der Teig dann, wenn sich daraus problemlos kleine Kugeln in der Größe einer Erbse formen lassen. Früher hat man für eine verstärkte Lockwirkung auf Aromen aus der Backwaren-Abteilung zurückgegriffen. Vanille- und Mandelaromen zählen zu den Klassikern. Wer das Karpfenangeln mit Teig heute testen möchte, der kann natürlich auf die Flavours zurückgreifen, die es mittlerweile für die moderne Karpfenangelei gibt.

 

Karpfenangeln mit Teig - wie wird er angeboten?

Teig wird normalerweise mit einer ganz normalen Posenmontage, bestehend aus Pose, Blei, Wirbel, Vorfach und Haken, angeboten. Der Teig wird so um den Haken geknetet, dass dessen Spitze noch gerade so spürbar ist, wenn man mit der Fingerspitze draufdrückt. Sichtbar sollte der Haken nicht mehr sein. Hakengrößen zwischen 6 und 8 eignen sich hier sehr gut. Natürlich spricht beim Karpfenangeln mit Teig aber auch nichts gegen eine Präsentation am Grund. Festbleimontagen sind hier aber weniger ratsam, weil man dabei nicht zwingend genau merkt, was am Köder los ist. Gerade dort, wo viele kleine Weißfische unterwegs sind ist dies jedoch wichtig, um abschätzen zu können, wann der Haken leer ist und neu beködert werden muss.

 

Passendes Karpfenzubehör findest du hier: Karpfenzubehör

 

Karpfenangeln mit Teig - für welche Gewässer eignet es sich?

Das klassische Gewässer für das Teigangeln ist der gut besetzte Karpfenteich. Aber auch langsam fließendes Wasser ist immer einen Versuch wert. Grundsätzlich ist es überall dort möglich, wo die Rahmenbedingungen den Einsatz der beiden genannten Montagen zulassen und ein nennenswerter Karpfenbestand existiert.

 

Karpfenangeln mit Teig - welche Fische sind zu erwarten?

In der Regel sind es eher kleinere Fische, die auf die mit Teig ausgelegten Montagen hereinfallen. Dies ist allerdings nur wenig tragisch, denn die Spannung, die gerade beim Angeln mit der Posenmontage erzeugt wird, ist unglaublich. In flachen Abschnitten ist diese Spannung besonders extrem. Nicht selten bemerkt man den Karpfen einige Augenblicke vor den Biss, direkt neben der Pose. Man zählt die Sekunden, bis die Pose zu wandern beginnt und setzt einen beherzten Anhieb. Das Adrenalin schießt dabei in die Adern und der Kampf beginnt. Wer das nicht mal erlebt hat, ist wirklich selbst schuld.

 

Karpfenangeln mit Teig - welche Vorteile sprechen dafür?

Einer der Vorzüge des Karpfenangelns mit Teig ist, dass man sich seine Köder recht kostengünstig beschaffen kann. Weder Mehl, noch Wasser oder Eier erzeugen hohe Kosten. Außerdem hebt man sich dadurch, dass mittlerweile fast niemand mehr diese Angelei auf der Rechnung hat, deutlich vom Rest ab, was auch häufig zu vermehrten Fischkontakten führt.

 

Karpfenangeln mit Teig - welche Nachteile sprechen dagegen?

Der ganz klare Nachteil des Teigangelns ist, dass er wesentlich schlechter am Haken hält, als ein Boilie auf dem Haar. Dadurch ist der Teig-Angler ständig gezwungen seine Montagen zu kontrollieren und die Köder gegebenenfalls zu erneuern. Und dennoch weiß er zwischenzeitlich nie wirklich sicher, ob beim Köder alles passt. Der Boilie-Angler hingegen kann im Prinzip zu jedem Zeitpunkt der Session davon ausgehen, dass sein Köder noch vorhanden ist.

 

Karpfenangeln mit Teig - zu welchem Fazit kommt man bei all diesen Aspekten?

Fasst man alle genannten Aspekte zum Thema Karpfenangeln mit Teig zusammen, bleibt unterm Strich ganz klar festzuhalten, dass das Teigangeln zwar eine spannende Abwechslung darstellt, aber eben nicht mehr. Die Köder-Industrie stellt dem Angler mittlerweile so interessante und innovative Baits zur Verfügung, dass ein einfacher Wasser-Mehl-Teig nicht dauerhaft mithalten kann. Erlebt haben sollte man das Karpfenangeln mit Teig aber allemal. Denn die beschriebene Spannung, die dabei zwischenzeitlich aufkommt, lässt wirklich jedes Karpfenanglerherz höher, oder besser gesagt, schneller schlagen.

 

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