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20.07.2018 14:36 von Daniel Schulze

Futter für Aale

Wenn man vom Anfüttern spricht, dann denkt man zuerst an Fischarten wie Karpfen, Brassen oder Rotaugen. Beim Angeln auf diese Fische ist es normal, dass der Angler Futter einsetzt, um sie an den Angelplatz zu locken. Aber funktioniert das auch beim Angeln auf Aale? Und wenn ja, wie genau funktioniert es? Genau dies lest ihr in diesem Artikel.

Futter für AaleKann man Aale anfüttern?

Es ist tatsächlich möglich, Aale mit gewissen Futtermitteln an den Angelplatz zu locken. Man darf sich das Ganze nicht genau so vorstellen, wie es beim Angeln auf Friedfische der Fall ist, aber es ist tatsächlich möglich die Bissfrequenz zu steigern, indem man die Aale durch das Einbringen gewisser Futtermittel auf einen gewissen Bereich im Gewässer konditioniert.


Futter für Aale - welche Köder eignen sich dazu?

Als Futter für Aale eignet sich alles, was die Aale mögen und was sich gut am Angelplatz ausbringen und verteilen lässt. Vier Varianten von typischem Aalfutter haben wir hier für euch aufgelistet:


Futter für Aale - Fischfetzen & zerteilte Meeresfische

Aale mögen Fisch. Deshalb macht es Sinn den Angelplatz auch mit Fisch zu präparieren. Dazu fängt man sich zunächst einige Fische, tötet sie waidgerecht und schneidet sie in kleine Stücke. Wenn man mehrere Hände voll Fischfetzen vorbereitet hat, geht es an den Fluss oder den See, an dem geangelt werden soll. Dort bringt man die Fischfetzen am ausgewählten Angelplatz ein. Der Geruch der Fischfetzen verteilt sich recht rasch unter Wasser und macht den Angelplatz für die Aale interessant. Diese suchen den Platz auf und machen sich über das ausgebrachte Futter für Aale her. Die gleiche Vorgehensweise kann man auch bei der Verwendung von Meeresfischen anwenden. Man verteilt sie genau wie die aus dem Süßwasser stammenden Futterfischfetzen am Angelplatz und animiert die Aale dadurch zur Aufnahme von Nahrung. Meeresfische bringen als Futter für Aale zwei grundsätzliche Vorteile mit sich. Zum einen kann man sie bequem in nahezu jedem Supermarkt kaufen und muss nicht immer wieder Zeit in das Fangen von Köderfischen investieren. Zum anderen haben die Meeresfische, wie beispielsweise Sardinen, einen ganz eignen Geruch, den die Aale aus ihrem natürlichen Umfeld nicht kennen. Genau dieser Geruch macht die Meeresfische als Futter für Aale interessant.


Tauwürmer, Dendrobena und Maden zum Aalangeln

Auch Tauwürmer, Dendrobena und Maden kommen als Futter für Aale in Frage. Die größte Schwierigkeit besteht bei diesem Futter allerdings darin, es bis auf den Gewässergrund zu bekommen und damit einen gleichmäßigen Futterteppich anzulegen. Besonders im Fluss werden Würmer und Maden aufgrund ihres geringen Gewichtes gerne von der Strömung mitgerissen, sodass es sehr schwer ist, exakt zu bestimmen, wo das Futter für Aale den Weg zum Grund gefunden hat. Man behilft sich deshalb mit einem einfachen Trick und rührt sich einen Grundfutter-Mix an, der größtenteils aus Fischmehl besteht. Dieses Grundfutter lässt sich befeuchten, zu Kugeln formen und dadurch sehr genau anfüttern. Auch unter der Einwirkung von Strömung. Bevor man mit dem Füttern beginnt, mischt man die Würmer und die Maden unter den Grundfutter-Mix. Die Würmer sollte man vorher noch in mehrere Stücke zerteilen, weil sie sich dadurch besser unter das Futter mischen lassen und mehr Duftstoffe verbreiten.


Welche Vorteile hat das Anfüttern und wie oft sollte man füttern?

Wenn man einen Termin für den Aalansitz festgelegt hat, sollte man, drei bis fünf Tage bevor man ansitzt, damit beginnen den Angelplatz anzufüttern. Dadurch haben die Aale genügend Zeit sich an den Platz zu gewöhnen und zu lernen, dass es dort leichte Beute abzugreifen gibt. Ist dieser Lerneffekt eingetreten, hat man sich beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Aal-Session geschaffen. Der große Vorteil, den das Anfüttern auf Aale mit sich bringt ist, dass man die Chancen erhöht, am Tag des Angelns Aale auf dem Angelplatz vorzufinden. Je mehr Aale den Futterplatz besuchen oder passieren, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass einer von ihnen den oder die ausgebrachten Hakenköder findet.


Futter für Aale - welche Nachteile hat das Füttern?

Einen Nachteil, den das Anfüttern auf Aale besitzt, ist die Tatsache, dass durch das eingebrachte Futter auch andere Fischarten angesprochen und an den Platz gewöhnt werden können. Da wäre zum Beispiel der Hecht zu nennen, der es ebenfalls begrüßt, wenn über einen längeren Zeiraum immer wieder Fischfetzen an einem bestimmten Platz eingebracht werden. Legt man am Angeltag die Aalmontagen mit Köderfisch oder Fischfetzen aus, ist es sehr gut möglich, dass sich ein Hecht daran vergreift. Der Angler geht aus diesen ungeplanten Konfrontationen nur selten als Sieger hervor, weil das Aalgerät nicht für die scharfen Zähne des Hechtes ausgelegt ist.

Gute Lockstoffe zum Aalangeln findest du hier: Lockmittel

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29.05.2018 12:53 von Daniel Schulze

Aalköder

Aalköder - gerne wird in deutschen Gewässern auf Aal geangelt. Aale kämpfen heftig im Drill und schmecken, richtig zubereitet, hervorragend. Aber bevor man sie in der Küche verarbeiten kann, muss man sie zunächst erstmal fangen. Welche Köder dafür in Frage kommen, haben wir in der folgenden Abhandlung durchleuchtet und alles aufgezählt, worauf Aale stehen.


Aalköder - was kommt in Frage?

Da der Aal sich als Jäger und Sammler ernährt, weist er ein sehr breit gefächertes Beutespektrum auf. Es gibt unter Wasser also nur sehr wenig, was der Aal verschmäht. Für den Angler ist dieser Umstand natürlich günstig, denn dadurch hat er eine große Auswahl was den verwendeten Aalköder angeht. Die effizientesten Aalköder lauten wie folgt:


Aalköder - Tauwürmer

Zu einem Aalansitz gehören Tauwürmer einfach dazu. Sie lassen sich im Angelgeschäft um die Ecke besorgen und bei richtiger Handhabe über einen längeren Zeitraum hältern. Um sie dem Aal anzubieten gibt es grundsätzlich zwei unterschiedliche Vorgehensweisen. Entweder man zieht den kompletten Tauwurm auf den Haken auf und durchsticht ihn mit dessen Spitze mehrmals, sodass eine Art Bündel entsteht. Oder man zerteilt den Wurm in mehrere, gleich lange Stücke und durchsticht diese in der Mitte, sodass die Enden auf jeder Seite gleich weit überstehen. Durch diese Art der Präsentation fällt es dem Aal schwer den präsentierten Aalköder aufzunehmen, ohne dabei auch die Hakenspitze zu inhalieren. Die Bissverwertung wird auf diese Art und Weise deutlich gesteigert. Für reibungsloses Angeln macht es darüber hinaus ebenfalls Sinn, bei der Verwendung von Würmern auf spezielle Aalhaken zurückzugreifen. Diese Haken sind auf ihrem Schenkel mit speziellen Widerhaken ausgestattet, die bewirken, dass der Wurm nicht so leicht von Haken rutschen, respektive gezogen werden kann.

Aalköder - Dendrobenas

Bei Dendrobenas handelt es sich ebenfalls um Würmer. Allerdings sind diese deutlich kleiner als Tauwürmer. Sie erzeugen dadurch unter Wasser ein völlig anderes Bewegungsmuster als Tauwürmer. Außerdem verströmen sie ein Aroma, das sich von dem anderer Würmer abhebt. Auch Dendrobenas können im Fachhandel erworben werden und lassen sich ebenso wie die Tauwürmer, lange hältern. Aufgrund ihrer geringeren Größe kann man als Aalköder ruhig mehrere Dendrobenas auf dem Haken befestigen. Auch hier machen Wurmhaken definitiv Sinn, da sie auch hier ein unerwünschtes Rutschen des Köders unterbinden.

AalköderAalköder - Maden

Auch Maden sind sehr gut als Aalköder geeignet. Da sie jedoch recht klein sind, sollte man für den gezielten Aalansitz ausschließlich Madenbündel anbieten, die aus mehreren Maden bestehen. Fünf bis zehn Maden ergeben ein wild umher wuselndes Bündel, das genau die Reize an die Umgebung verströmt, die man für die Aalangelei braucht. Wenn man Maden als Aalköder verwendet, ist der Wurmhaken nicht zwingend nötig, da sie in der Regel auf dem Hakenschenkel fixiert bleiben.


Aalköder - Nacktschnecken

Nacktschnecken werden nicht von vielen Anglern als potentielle Köder für Aal betrachtet. Dennoch gehören sie definitiv dazu! Immer wieder gelangen Schnecken, beispielsweise in Hochwasserphasen, in die Gewässer, die von Aalen bewohnt werden. Man kann sie also durchaus als eine sehr natürliche Nahrung für die Aale beschreiben und genau deshalb kann man auch jederzeit mit Bissen rechnen, wenn man eine Nacktschnecke als Aalköder auslegt. Hier ist die Köderbeschaffung natürlich deutlich schwieriger als bei Tauwürmern und anderen Aalködern, weil man Nacktschnecken nicht wie andere Aalköder im Angelgeschäft kaufen kann. Wenn man jedoch die Augen ein wenig offen hält, kann man sich in den Dämmerungsphasen oder an regnerischen Tagen in kurzer Zeit einen reichhaltigen Vorrat an Nacktschnecken zusammensuchen. Wiesen und Gärten sind ideale Areale für den Schneckenfang. Angeboten werden die Nacktschnecken, wenn man einen Aal fangen möchte, wie die anderen Köder auch, am Grund des Gewässers. Hier werden sie für den Aal zur leichten Beute.


Aalköder - Köderfische

Natürlich gehören auch Köderfische zu sehr guten Ködern, um Aale zum Anbiss zu verleiten. Sie werden mit einfachen Grundmontagen am Boden des Gewässers angeboten und warten dort auf den Biss. Als Köderfische kommen Rotaugen, Rotfedern, kleine Barsche oder Lauben in Frage, die eine Länge von sieben bis zehn Zentimetern aufweisen. Mit Hilfe einer Ködernadel fädelt man diese kleinen Fischchen auf das Vorfach und zieht sie auf den Hakenschenkel. Auf diese Art und Weise ist der Haken größtenteils versteckt. Der Aal schöpft dadurch keinen Verdacht und nimmt den Happen arglos auf. Wer zusätzliche Aromen freisetzen will, kann die Köderfische an den Flanken etwas einritzen. Dadurch verströmen sie eine noch kräftigere Lockspur.


Aalköder - Fischfetzen

Es gibt Zeiten, in denen die Aale recht vorsichtig beißen. Ein zu großer Köder kann in diesen Phasen kontraproduktiv sein. In solchen Momenten kann man mit Fischfetzen die Wende herbeiführen. Man zerschneidet dazu die Köderfische und bietet einzelne Stücke mit der Montage am Gewässergrund an. Besonders die Kopf- und Schwanz-bereiche von Köderfischen sorgen für Bisse beim Aalangeln.

Gutes Zubehör zum Aalangeln findest du hier: Angelzubehör

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