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Welsvorfach

08.07.2017 14:28 von Daniel Schulze

Welsvorfach

Welsvorfach - die Frage nach dem richtigen Welsvorfach beschäftigt viele Angler. Welches Material sollte man verwenden, wo liegen die Vorzüge, wo die Nachteile? Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen werden wir uns dieser Thematik in den folgenden Zeilen annehmen.

Welsvorfach - welche Ausführungen gibt es?

WelsvorfachGrundsätzlich kann Welsvorfach in zwei Gruppen unterteilt werden, die sich mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften für verschiedene Zwecke eignen. Es handelt sich dabei um geflochtenes und monofiles Vorfachmaterial. Eine gute Auswahl an Vorfachmaterial für Waller findest du hier: Wallerschnur

Geflochtenes Welsvorfach

Geflochtenes Material wird von den meisten Welsanglern für die Herstellung ihrer Vorfächer verwendet. Weil es so flexibel ist, fällt es leicht ein Welsvorfach daraus herzustellen, Wicklungen und Knoten sind in Windeseile geknüpft. Auch beim Angeln spielt die Flexibilität des Geflechts eine große Rolle. Sie ermöglicht eine sehr natürliche Köderpräsentation, vor allem in der Strömung, wo der Köder verführerisch umherpendeln kann und so extreme Reize auf die Welse in der Umgebung ausübt. Auch die störungsfreie Köderaufnahme durch den Waller wird durch die Materialbeschaffenheit begünstigt. Gängige Durchmesser für geflochtenes Vorfachmaterial bewegen sich zwischen 0,9 und 1,4 Millimeter.

Monofiles Welsvorfach

Ein Welsvorfach, das aus monofiler Schnur hergestellt wird, fällt wesentlich steifer aus als bei einer Geflochtenen. Dadurch ist es für den Einsatz in Gewässern mit geringer Strömung prädestiniert, da es dort, begünstigt durch den besagten Umstand Verwicklungen zwischen Vorfach und Hauptschnur größtenteils unterbindet. Besonders in Stillgewässern, in denen der Köderfisch eingesetzt werden kann sollte auf monofiles Welsvorfach zurückgegriffen werden. Ein weiterer Vorteil der Steifigkeit, die die monofile Schnur besitzt, ist die Gewährleistung eines gewissen "Stiff-Rig"-Effekts, wie er aus dem Karpfenbereich bekannt ist. In Situationen mit spitz beißenden Welsen kann dies der entscheidende Trumpf sein, wenn es darum geht die Fehlbiss-Serie abzustellen. Durchmesser zwischen 1,0 und 1,3 Millimeter eignen sich bestens für das Welsangeln.

Welsvorfach - wie lang sollte es ein?

Die Länge, die ein Welsvorfach haben sollte hängt natürlich davon ab, für welche Montage es gedacht ist und in welcher Tiefe gefischt werden soll. Beim Abspannen machen Vorfächer mit circa 100 Zentimetern Länge Sinn, da man dieses Maß dann beim Einstellen der Tiefe mit Hilfe der Pose leichter verrechnen kann. Beim Angeln mit der Unterwasserpose muss das Welsvorfach so abgelängt werden, dass der Köder im Zusammenspiel mit seinem Eigengewicht, der U-Pose und der Strömung die gewünschte Angeltiefe erreicht. Gängige Längen befinden sich in Bereichen zwischen 180 und 250 Zentimetern.

Welsvorfach - Was ist besser, Mono oder Geflecht?

Die Frage nach dem "Besser" kann nicht pauschal beantwortet werden. Jedes der genannten Materialien hat seine Vor- und Nachteile. Je nach Situation ist das eine lediglich besser geeignet, als das andere. Wirklich verzichten sollte man auf keins der beiden. Die Kunst liegt darin das Gewässer zu beobachten, die Situation einzuschätzen und sich am Ende für die richtige Lösung zu entscheiden.

Welsvorfach - Welche Besonderheiten gibt es zu beachten?

Hier sollte ganz klar noch einmal betont werden, dass es beim Welsangeln nicht im Tragkraftwerte geht. Sehr oft kann man diesbezüglich Diskussionen verfolgen. Gerne wird über angeblich zu geringe Tragkräfte gefachsimpelt und oftmals wird dabei vergessen, dass es darum überhaupt nicht geht. Für uns Welsangler spielt die Tragkraft eine eher untergeordnete Rolle, da wir die gängigen Vorfachmaterialien mit keiner am Markt erhältlichen Wallerrute auch nur ansatzweise an die Belastungsgrenze bringen könnten. Es ist also egal, ob das Vorfach 60 oder 80 Kilogramm hält, da man maximal 20 - 25 Kilogramm aufbringen kann. Viel entscheidender ist die Abriebfestigkeit des Materials. Das heißt, die Widerstandsfähigkeit gegen den Materialabtrag bei der Reibung an Hindernissen wie Kanten, Holz und Muscheln. Die Festigkeit sollte nach Möglichkeit sehr hoch ausfallen, um im Drill auch heikle Situationen durchstehen zu können, ohne den Fisch zu verlieren.

Welsvorfach - Kombination vereint Vorteile

Um die Vorzüge beider genannter Optionen miteinander zu vereinen, ist es möglich, sie in einem Rig zu verbauen. Dazu wird das Stück zwischen Einzelhaken und Drilling aus geflochtener Schnur geknüpft, der Hauptteil des Vorfachs besteht aus Mono. Man erhält sich auf diesem Weg die Möglichkeit, den Abstand zwischen beiden Greifern individuell auf die Köderfischgröße anzupassen, während man gleichzeitig auf die hohe Abriebfestigkeit der Monofilen zählen kann.

Welsvorfach - Praxistipp

Wer im Winter tief angeln und den Köder dicht am Grund präsentieren möchte, für den machen Vorfächer mit Blei-Beschwerung Sinn. Dazu wird das Gewicht von der Hauptschnur entfernt und aufs Vorfach aufgezogen. Der Köder wird somit noch dichter am Grund gehalten und in seinem Bewegungsradius eingeschränkt. Dem Fressverhalten der trägen Winterwaller kommt dies sehr entgegen, was sich in vielen Fällen in einer erhöhten Bissanzahl auswirkt. Welsvorfach – Worauf sollte man Wert legen? Die am Markt erhältlichen Welsvorfächer sind für große Belastungen auf Zug und Abrieb geschaffen. Diese Eigenschaften greifen allerdings nur dann, wenn die Schnüre in einem ausreichend guten Zustand sind. Deshalb sollte man beim Feststellen von Beschädigungen keiner möglicherweise verhängnisvollen Faulheit nachgeben und das Rig im Zweifelsfall neu binden. Im Drill mit einem der Urfische unserer Flüsse und Seen, sind es nämlich genau diese kleinen Nachlässigkeiten, die brutal bestraft werden.


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