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Köderfischmontage

14.05.2018 14:45 von Daniel Schulze

Köderfischmontage

Köderfischmontage - unter der Wasseroberfläche tummeln sich viele verschiedene Fischarten. Diese Fischarten lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen. Man spricht zum einen von Friedfischen und zum anderen von Raubfischen. Raubfische kann man entweder mit künstlichen Ködern beangeln, die die typischen Beutefische imitieren, oder man kann echte Fische als Köder verwenden. Diese müssen in Deutschland aufgrund der Gesetzeslage tot angeboten werden. Wie dies am besten gelingt und welche grundsätzlichen Möglichkeiten dazu zur Verfügung stehen, kann in folgendem Artikel nachgelesen werden. Das Angeln mit der Köderfischmontage bedeutet grundsätzlich, dass man einem Raubfisch einen Beutefisch so serviert, dass er mit großer Wahrscheinlichkeit auf ihn aufmerksam wird. Dies gelingt entweder in verschiedenen Tiefen des Freiwassers, oder am Grund des Gewässers. Man kann dabei auf eine Köderfischmontage mit Pose zurückgreifen, oder eine Köderfischmontage verwenden, die ohne eine Pose auskommt. Im Detail funktioniert das Ganze wie folgt.


KöderfischmontagePosenmontage

Bei der Posenmontage hebt man den Köderfisch durch den Auftrieb der Pose vom Gewässergrund ab. In welcher Tiefe man angelt, lässt sich über die auf der Hauptschnur verschiebbare Pose einstellen. Dies gewährleistet dem Angler eine gewisse Flexibilität. Er kann dadurch beispielsweise im Frühling sehr flach angeln, wenn sich die Flachwasserzonen zuerst erwärmen und viele Fische beherbergen. Ebenso kann mit der Köderfischmontage mit Pose tief geangelt werden, wenn sich die Fische bei fallender Wassertemperatur in tiefere Gewässerbereiche zurückziehen. Neben der Pose, die wie bereits erwähnt auf die Hauptschnur gefädelt wird, benötigt man noch die entsprechende Bebleiung, sowie einen Karbinerwirbel. Diese werden in genau dieser Reihenfolge montiert. In den Karabiner des Wirbels hängt man das Vorfach ein, welches über die entsprechenden Haken verfügt, die zum Köder passen. Als gute Modelle für das Angeln mit der Köderfischmontage haben sich Einzelhaken der Größe zwei bis vier und Drillingshaken der Größe vier bis sechs etabliert.

Gute Posen zum Köderfischangeln findest du hier: Angelposen


Grundmontage

Bei der Grundmontage wird die Pose weggelassen. Auf der Hauptschnur gleitet ein Laufblei, das in seiner Größe den Strömungsverhältnissen angepasst sein sollte. Je stärker die Strömung ausfällt, desto schwerer sollte das Blei sein, damit der Köder am ausgewählten Platz bleibt und nicht zum Spielball des Wassers wird. Auch der Gewässerboden spielt eine Rolle. Ist der Boden zu weich und das Blei zu schwer, sinkt das Blei ein und das Abziehen der Schnur gelingt dem Fisch nicht mehr, ohne einen Widerstand zu verspüren. Ans Ende der Hauptschnur wird auch hier ein Karabinerwirbel geknotet, der das Vorfach aufnimmt. Man kann nun noch auswählen, ob der Köder direkt am Grund des Gewässers, oder etwas darüber angeboten werden soll. Mit im Handel erhältlichen Styroporstreifen oder -kugeln lassen sich tote Köderfische in die Schwebe bringen. Auch ist es möglich, Köderfische mit Hilfe einer Spritze mit Luft zu füllen, was dafür sorgt, dass sie unter Wasser aufsteigen.


Köderfischmontage - wie ködert man die Köder an?

Köderfische die man im Freiwasser mit der Posenmontage anbieten möchte, kann man mit einem System aus Einzelhaken und Drilling anbieten. Der Einzelhaken findet seinen Platz unter der Rückenflosse, der Drilling im Brust- oder Bauchbereich des Köders. So hält man den Fisch in einer recht natürlichen Position, was Raubfische dazu verleitet, den Köderfisch zu attackieren. Am Grund angebotene Köder können ebenfalls mit zwei Haken befestigt werden. Einer davon sollte kurz hinter dem Kopf platziert werden und der Zweite im Bereich der Schwanzwurzel. Sinn man es auch, den Köderfisch nach dem Befestigungen der Haken an der Schwanzwurzel zwei Mal mit einer Ködernadel zu durchstechen und das Vorfach in entgegengesetzten Richtungen durch zu ziehen. Auf diese Art und Weise wirkt sich der Druck des Auswerfens auf die Schwanzwurzel des Köders und nicht auf die Haken aus, die, bei zu viel Druck, ausschlitzen könnten. Dies kann bei kraftvollen Würfen entscheidend sein.


Worauf ist besonders zu achten?

Unter diesem Gesichtspunkt sind gleich mehrere Aspekte zu nennen. Zum einen sollte man beim Angeln mit der Köderfischmontage ausschließlich Komponenten verwenden, die durch ihre Qualität für diese Angelei brauchbar sind. Die in unseren Gewässern lauernden Raubfische können kapitale Größen erreichen und bieten nach dem Biss die entsprechenden Drills. Minderwertiges Material kommt dabei sehr schnell an seine Grenzen. Außerdem sollte man stets auf eine Präsentation des Köders achten, die so unauffällig wie möglich ist. Viele Raubfische benutzen ihre Augen für die Jagd. Sobald ihnen etwas seltsam vorkommt, zögern sie, oder suchen im schlimmsten Fall das Weite.


Welche Tricks kann man anwenden?

Wenn sich die Raubfische bitten lassen und träge sind, kann es helfen den toten Köderfischen "Leben" einzuhauchen. Dazu kann man die Köderfischmontage mit einer Segelpose ausstatten, oder den Köderfisch gelegentlich etwas anzupfen und einige Meter in seiner Position verändern. Nicht selten erfolgt dann die Attacke.


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