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Angeln auf Schleie

05.04.2018 15:31 von Daniel Schulze

Angeln auf Schleie

Für viele Angler, die es auf Friedfische abgesehen haben, ist die Schleie ein sehr besonderer Fisch. Ihr Aussehen und die Tatsache, dass sie sich bei der Nahrungsaufnahme sehr vorsichtig verhält, verleihen der Schleie ihre Besonderheit. Dennoch gibt es natürlich Wege, wie man das Angeln auf Schleie erfolgreich gestalten kann. Wie das genau geht, möchten wir in diesem Artikel beleuchten. Besonders das Angeln auf große Schleien soll dabei im Fokus stehen.

Angeln auf Schleie - welche Gewässer sollte man aufsuchen?

Schleien lieben das Kraut und dicht bewachsene Gewässer. Baggerseen, die von den meisten Anglern wegen des zu dichten Bewuchses gemieden werden, sind also für das Angeln auf Schleie erste Wahl. In Flüssen sollte man nach Bereichen Ausschau halten, die von der Strömung verschont und ebenfalls von reichlich Kraut durchzogen sind. Seerosenfelder oder Schilfgürtel stellen ebenfalls ausgezeichnete Plätze dar, um das Angeln auf Schleie auszuüben. Wie groß oder wie klein das Gewässer ist, spielt keine Rolle und sagt nichts darüber aus, ob mit großen Schleien zu rechnen ist. Auch in überschaubaren Still- und Fließgewässern ist der Fang mehrpfündiger Schleien durchaus möglich.


Angeln auf SchleieWelche Plätze sind aussichtsreich?

Wie bereits erwähnt ist das Angeln auf Schleie überall dort sinnvoll, wo sich viel Vegetation im Wasser befindet. Die Schleien durchstreifen die Unterwasserwälder auf der Suche nach Fressbarem. Deshalb sollte der Angler versuchen, seinen Köder so dicht wie möglich am Kraut, Schilf oder den Seerosen zu platzieren. Hier stehen die Chancen gut, eine Schleie aus der Reserve zu locken. Kleine freigespülte Kiesplätze zwischen einzelnen Krautfahnen eignen sich beispielsweise hervorragend für das Ablegen des Köders beim Angeln auf Schleie.


Welche Ruten und Rollen setzt man ein?

Bevor man mit dem Angeln beginnen kann, braucht man natürlich das nötige Angelgerät. Beim gezielten Angeln auf große Schleien kommt es nicht selten vor, dass sich Karpfen als Beifang einstellen. Damit man sich eine reelle Chance behält, auch diese Beifänge erfolgreich auszudrillen, sollte das Schleien-Gerät nicht zu leicht ausfallen. Als Ruten kommen Modelle in einer Länge von 300 bis 330 Zentimeter zum Einsatz, die mit einer Testkurve von 2,5 bis 2,75 lbs angegeben sind. Derartige Ruten sorgen durch ihre Eigenschaften für Drillspaß beim Bändigen einer Schleie, halten aber gleichzeitig genügend Reserven bereit, um auch im Drill mit Karpfen bestehen zu können. Die Rollen zum Angeln auf große Schleien erinnern ebenfalls an das Karpfenangeln. Große Modelle sind nicht zwingend nötig. Wenn man jedoch große Gewässer beangelt und den Köder auf große Distanzen ausbringen möchte oder muss, ist es hilfreich, wenn man auf eine große Schnur-Kapazität zurückgreifen kann. Eine Rolle in der Größe 7000 oder 8000 eignet sich hier sehr gut. In kleineren Gewässern, wo der Köder nicht weit weg vom Angelplatz platziert wird, genügen Modelle in Größen zwischen 3000 und 5000. Eine zuverlässige Bremse ist für diese Angelei wichtig. Sowohl Schleien, als auch Karpfen können im Drill sehr kraftvolle Fluchten hinlegen. Nur eine sauber arbeitende Bremse kann die auftretenden Kräfte souverän abpuffern.

Gute Angelruten zum Angeln auf Schleie findest du hier: Feederruten

Angeln auf Schleie - wie setzt sich die Montage zusammen?

Für das Angeln auf Schleie setzt man, wenn man es gezielt auf die größeren Exemplare abgesehen hat, Haarmontagen ein, die mit einem Festblei versehen sind. Eben genauso, wie man es bereits vom Karpfenangeln kennt. Die Hakengrößen kann man etwas herunterschrauben. Die Größenangaben der Hersteller variieren hier sehr stark, allerdings eignen sich die Hakengrößen sechs, acht und zehn der meisten Hersteller sehr gut zum Angeln auf Schleie.


Welche Köder sind effektiv?

Sehr effektiv für das gezielte Schleienangeln sind Boilies in der Durchmessern 10 bis 16 Millimeter, Pellets in der gleichen Größenordnung, Tigernüsse, grelle Pop Ups oder Hartmais. Alle genannten Köder werden am Haar angeboten. Durch die harte Beschaffenheit der besagten Köder und die Präsentation am Haar schützt man sich davor, dass der Köder von anderen Fischen wie beispielsweise Rotaugen oder kleinen Brassen vorzeitig gefressen wird. Die Montage bleibt so lange scharf, bis eine Schleie, oder eben ein Karpfen aus dem Kraut kommt und den Köder einsaugt. Ein recht selektives Fischen auf Schleien ist auf diese Art möglich.

Angeln auf Schleie - wie gelingt die Bisserkennung?

Die Bisserkennung gelingt beim Schleienangeln ebenso wie beim modernen Karpfenangeln mit Hilfe von elektronischen Bissanzeigern. Auf diesen Bissanzeigern wird die Rute abgelegt. Im Falle eines Bisses zieht der Fisch Schnur von der Rolle. Diesen Schnurabzug registriert der Bissanzeiger und signalisiert dem Angler das Ganze durch ein akustisches Signal. Für den Fall, dass der Fisch nach der Aufnahme des Köders in Richtung des Anglers flüchtet, arbeitet der Angler mit einem Swinger. Dieser Swinger wird in die Schnur geclippt und zieht die Schnur, sollte ein Fallbiss vorliegen, rückwärts durch den Bissanzeiger. Das Signal ertönt und der Angler kann eingreifen.


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